Die Zwerge
Von Uri Avnery,
Übersetzung von Ellen Rohlfs
JERUSALEM IST voll brillanter neuer Ideen. Die besten Köpfe unseres politischen Establishments schlagen sich mit dem Problem herum, das die anhaltende arabische Revolution geschaffen hat, die die Landschaft rund um uns neu gestaltet.
Hier ist die letzte Ernte unglaublich origineller Ideen.
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Die NATO lässt den libyschen Luftraum rund um die Uhr überwachen
Von John Vandiver, STARS AND STRIPES,
Übersetzung von Wolfgang Jung
STUTTGART, Deutschland – Die NATO-Verbündeten hätten im Rahmen ihrer Bemühungen, sich eine klareres Bild über die Gewaltanwendung in Libyen zu verschaffen, vereinbart, den Flugverkehr über diesem Land rund um die Uhr zu überwachen, erklärte der US-Botschafter bei der NATO.
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Chaos Computer Club entdeckt Sicherheitslücken bei der Bundesfinanzagentur
Wahnsinn! Der Chaos Computer Club weist auf schwere Sicherheitsmängel bei der Bundesfinanzagentur hin:
Auf den Internetseiten der Bundesfinanzagentur [1] konnte jahrelang jeder Internetnutzer mit seinem Webbrowser eigene Angebote für Geldgeschäfte einstellen sowie die Angebote der Finanzagentur verändern und ergänzen. Ob und welche Transaktionen seit 2009 dadurch manipuliert wurden, ist bisher nicht bekannt. Die Mißbrauchsmöglichkeiten wurden dadurch erleichtert, daß die Agentur dem Surfer einen graphischen Datenmanager [2] anbot.
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Vertreter der Bundesfinanzagentur verweisen indes auf “einem Penetrationstest” hin, der keine Sicherheitsmängel gefunden habe.
Unglaublich! Und vor allem auch mit welch einer Gutgläubigkeit man sich bei der Finanzagentur auf Aussagen einer Webagentur verlässt.
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Wie ist die neue Einschätzung der US-Kriege durch Herrn Gates einzuordnen?
Von Ray McGovern, consortiumnews.com,
Übersetzung von Wolfgang Jung
Im Establishment Washingtons hat US-Verteidigungsminister Robert Gates als charmanter Mensch ein angenehmes Leben. Die kriecherischen Konzernmedien überschütten ihn mit übertriebenem Lob für seine "Aufrichtigkeit" und seine "Führungsqualitäten" – und jetzt sogar für seine verspätete Einsicht, dass die Kriege im Irak und in Afghanistan unsinnig waren (und sind).
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Geisterstadt: Hebron
Von Gideon Levy, Haaretz,
Übersetzung von Ellen Rohlfs
Der Himmel dunkelte, der Wind heulte und schwerer Regen fiel. Drei Leute gingen in einer verlassenen Straße entlang: zwei schwer bewaffnete Soldaten und zwischen sich einen jungen Palästinenser, die Augen verbunden, die Hände auf dem Rücken gefesselt. Ohne ein Wort schoben sie den Jungen in einen Militärwagen und verschwanden die Gasse hinunter. Was hatte der Palästinenser getan? Was hat er Übles getan? Wir werden es nie erfahren. Er wurde geschnappt und verschwand.
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Waren die Soldaten der US-Air Force auf dem Frankfurter Flughafen ein leichtes Ziel?
Von John Vandiver, STARS AND STRIPES,
Übersetzung von Wolfgang Jung
STUTTGART, Deutschland – Warum wurde überhaupt ein blauer Bus mit US-Kennzeichen eingesetzt? Nach der Schießerei, bei der am Mittwoch auf dem internationalen Flughafen in Frankfurt zwei Soldaten der US-Air Force getötet und zwei weitere schwer verletzt wurden, schlugen Gefühle der Trauer, der Verwirrung und des Zorns in der US-Militärgemeinde in Europa hohe Wellen. Viele stellen eine Frage, deren Beantwortung die US-Militärführung in Europa bisher schuldig geblieben ist: Warum wurden trotz der bekannten Gefahr von Terroranschlägen auf weiche Ziele Soldaten der US-Air Force in einem auffallenden amerikanischen Schulbus am Flughafen abgeholt?
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Die Rassisten, die Israel übernehmen, müssen gestürzt werden
Von Sefi Rachlefsky, Haaretz,
Übersetzung von Ellen Rohlfs
Die Armseligkeit des Gesetzes angesichts des Rabbiners Dov Lior hat viele Hintergründe und Liors Weigerung wegen seiner Unterstützung für „Die Torah des Königs – die Gesetze für das Töten der Einheimischen“ verhört zu werden, berührt die Sache nur am Rand.
Vor 30 Jahren wurde die Terrororganisation, als „Jüdischer Untergrund“ bekannt, gegründet, um Araber zu töten. Der Verantwortliche für die Gruppenoperationen, Menachem Livni, der wegen mehrfachen Mordes verurteilt wurde, bevor er von der Regierung begnadigt wurde, sagte damals aus, dass der Geist, Initiator, religiöse Ausbilder und Koordinator der Morde Lior gewesen sei.
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Die falsche Seite
Von Uri Avnery
Übersetzung von Inga Gelsdorf
VON ALLEN erinnerungswerten Sätzen, die von Barack Obama in den letzten zwei Jahren geäußert wurden, ist mir einer aus seiner historischen Rede, die er in Kairo zu Beginn seiner Amtszeit gehalten hat, mehr als jeder andere im Gedächtnis geblieben. Er warnte die Nationen davor, sich "auf die falsche Seite der Geschichte" zu stellen.
Es scheint, dass die arabischen Nationen diesem Ratschlag mehr Beachtung geschenkt haben, als er erwartet hatte. In den letzten Wochen sprangen sie von der falschen auf die richtige Seite der Geschichte. Und was für ein Sprung das war!
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Obama signalisiert Bereitschaft zum militärischen Eingreifen in Libyen, wenn sich die Krise verschärft
Von Karen DeYoung, THE WASHINGTON POST
Übersetzung von Wolfgang Jung
Präsident Obama sagte am Donnerstag, er habe die US-Streitkräfte beauftragt, Pläne zu erarbeiten, die ein schnelles Eingreifen in Libyen ermöglichen, falls sich die dortige Situation verschlechtert.
"Ich möchte nicht, dass wir dann gelähmt sind," sagte Obama. Als Gründe (für ein militärisches Eingreifen) nannte er die Möglichkeit einer humanitären Krise, "eine Situation, in der wehrlose Zivilisten eingeschlossen und in großer Gefahr sind", oder "ein Patt (zwischen regierungstreuen Truppen und Aufständischen), das einen blutigen Verlauf nehmen könnte", wenn sich der libysche Führer Muammar Gaddafi weiterhin der internationalen Forderung, zurückzutreten, widersetzt.
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GUTT-BYE, BUY GUTT
GUTT-BYE, BUY GUTT
oder das vorläufige Ende freiherrlicher Dienstflüge.
Linkswissenschaftliches zur verdorbenen Wissenschaft, zur ganzdeutschen Forschungsgemeinschaft und zur Lage an der Kopfarbeitsfront zu Beginn eines neuen Jahrzehnts.
Von Richard Albrecht
Dreizehnte Flaschenpost
„The problem in the human and social sciences is to make invisible things visible.“ (Marie Jahoda)[1]
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