Ulrich Marseille und die FAZ gemeinsam auf Hartz IV Hatz
Von Jochen Hoff, Duckhome
Ja, da haben sich am Ostersamstag die Richtigen gefunden. Die FAZ, die als billige Werbefläche für den neoliberalen Wahnsinn noch immer nicht begriffen hat, dass der von ihr so geliebte Raubtierkapitalismus tot ist und der doch ach so tolle Unternehmer Ulrich Marseille, mit dem anständige Leute wahrscheinlich kein Wort wechseln würden. Ziel ist es dezent darauf hinzuweisen dass die bösen Hartz IV ler sogar zu faul sind ein paar Alten etwas vorzulesen, ihnen einen Apfel zu schälen oder mit ihnen spazieren zu gehen.
Bei Google taucht die Autorin dieses Propadanda und Desinformationsartikels, Kerstin Schwenn, meist im Zusammenhang mit großen Namen der Neoliberalen auf, aber es lässt sich nicht sagen, dass sie diesen Kreisen direkt zugerechnet werden kann. Wahrscheinlich war sie einfach zu faul ernsthaft zu recherchieren und hat schlußendlich nur die gewünschte Auftragsarbeit abgeliefert.
Tatsache ist, das es natürlich nicht um das Betreuen von Alten in dem geschilderten Sinne geht. Bei den z.B. in Berlin abgehaltenen Seminaren zu dem Thema wurde den Hartz IV lern schnell klar gemacht, dass sie schwerste Dekubituspatienten, die bei lebendigem Leib verfaulen, pflegen sollten und es nicht einmal ansatzweise Zeit für einen Apfel oder ein Gespräch geben würde. Es ging einzig und alleine darum möglichst billige Pflegekräfte zu gewinnen, die man dann gleichzeitig dazu benutzen könne, um die Löhne der gelernten Pflegekräfte zu drücken.
Es ist ein typischer Betrug wie ihn Ulrich Marseille, der damals noch Ulrich Hansel hieß schon im Studium versucht hat. Als er bei der Abschlussprüfung durchfiel, versuchte er über eine Chiffreanzeige einen Juristen zu finden, der ihm eine neue Abschlussarbeit schreiben sollte. Dummerweise meldete sich ein Mitglied der Prüfungskommission seiner Universität und die Geschichte mit dem Jurastudium war ein für alle mal erledigt.
Es gäbe eine Menge über die geschäftliche Vorgehensweise des Herrn Marseille und seine Gruppe zu sagen. Über Fördergelder und Druck, über Beziehungen zur Politik, aber all dass führt nur zu langen ermüdenden Rechtstreiten. Auch sein Auftritt bei der Schill Partei ist kaum erwähnenswert. Wenn er aber, der selber das Recht mit Füßen tritt nun auf die Hartz IV ler schießt, ist dass ein Grund ihm seine Grenzen aufzuzeigen.
Er will nach eigener Aussage "Deutschlands Pflegediscounter werden" und dazu scheint ihm jedes Mittel, vor allem aber auch die unsauberen recht zu sein. Man kann Menschen wie ihn nicht ändern. Pflege gibt es nicht im Discount. Sie bedeutet Arbeit, Investitionen in spezielle Betten und Techniken und verträgt sich nicht mit dem Gewinnstreben der Privatwirtschaft, bei der, der zu Pflegende nur noch Objekt und Kostenfaktor ist.
Pflege ist eine viel zu wichtige Sache um sie Menschen wie Ulrich Marseille zu überlassen und das die FAZ dumm genug ist, sich bedenkenlos auf seine Seite zu schlagen, zeigt, dass dieses Blättchen nun wirklich nicht mehr ernst zu nehmen ist. Wenn man schon keine Ahnung hat und zu faul zur Recherche ist, sollte man wenigstens die Schnauze halten.
Quelle: Duckhome
Thx Jochen!
Ähnliche Beiträge
- ›Wir sind nicht eure Geldautomaten‹
- Dummschwätzer des Tages
- Hartz-IV: ARGE Stralsund schickt junge Mutter in die Obdachlosigkeit
- Nachlese zum „Tag der Deutschen Einheit“
- Nach der Wahl: Ausweitung der Zwangsarbeit
Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, dann sage es bitte weiter...
» Von Jochen Hoff (68) am Montag, 5. April 2010, 14:15 Uhr
» read: 14356 · today: 4 · last: 17. Mai 2012
» Kategorien: Gesellschaft & Kultur
» Tags: Ausbeutung | Dekubitus | Faz | Gesundheit | Hartz IV | Pflege
» Kommentare: 1 Kommentar | Kommentar schreiben | Top
» Trackback: Trackback-URL für diesen Beitrag
»
Kommentar-Feed abonnieren |
Beitrag drucken














am Montag, 5. April 2010 14:35
[...] This post was mentioned on Twitter by Engelbert, CONTRACOMA. CONTRACOMA said: Saarbreaker: Ulrich Marseille und die FAZ gemeinsam auf Hartz IV Hatz: Von Jochen Hoff, Duckhome Ja, da haben sich… http://bit.ly/b8VEhK [...]