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SaarBreaker - http://www.saarbreaker.com, 16.03.2010
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Ist Erdöl wirklich endlich? Teil I

Von SaarBreaker am Sonntag, 31. Januar 2010, 20:33 Uhr

Von aristo – Readers Edition

Diese Frage scheint einfach zu beantworten zu sein. Natürlich ist Erdöl endlich, werden Sie denken. Ist es doch ein fossiler Brennstoff. Was wäre aber, wenn Erdöl ganz anders entstanden ist, bzw. entsteht? Wenn es kein fossiler, also begrenzter Energieträger ist und damit unbegrenzt verfügbar wäre? Welche Auswirkungen hätte das?

Eines vorab. Ich bin sehr für den schonenden Umgang mit Ressourcen jeder Art, für Umweltschutz, für ökologische Landwirtschaft etc. Die Frage, ob Erdöl endlich ist, ist schwerer zu beantworten, als es auf den ersten Blick scheint.

Wikipedia schreibt:
“Erdöl ist ein in der Erdkruste eingelagertes, hauptsächlich aus Kohlenwasserstoffen bestehendes lipophiles Stoffgemisch. Es ist ein fossiler Energieträger und dient zur Erzeugung von Elektrizität und als Treibstoff fast aller Verkehrs- und Transportmittel.”

Und weiter: “Erdöl entsteht aus abgestorbenen Meeresorganismen wie Algen. Sie werden im Laufe von mehreren hunderttausend bis mehreren Millionen Jahren auf dem Meeresgrund abgelagert. Herrschen in der betreffenden Meeresregion sauerstoffarme Bedingungen nahe des Meeresgrundes, so bilden sich im Laufe der Zeit mächtige Sedimentfolgen mit hohem Anteil biogenen Materials. Die Abwesenheit von Sauerstoff in dieser Ablagerungsumgebung verhindert die vollständige Verwesung der Biomasse, ein Faulschlamm entsteht. Im Laufe von Jahrmillionen wird dieser durch Überdeckung mit weiteren Sedimenten hohen Drücken und Temperaturen ausgesetzt. Unter diesen Bedingungen werden die in der Biomasse enthaltenen wasserunlöslichen, langkettigen Kohlenwasserstoffe, die sogenannten Kerogene in kurzkettige gasförmige und flüssige Kohlenwasserstoffketten aufgespalten, ein Prozess der in der Industrie auch als Cracken bekannt ist.” wikipedia

Obige Theorie nennt sich kurz biotische Theorie. Daneben existiert noch die abiotische Theorie. Sie besagt, das die Entstehung von Erdöl völlig unabhängig von Lebewesen und tief im Erdmantel erfolgt. Was wäre, wenn die abiotische Theorie die Richtige ist? Wenn Erdöl möglicherweise zur Grundausstattung des Erdmantels gehört und ständig produziert wird? Falls Sie nun vor der Frage stehen, ob sie diesen Artikel weiter lesen sollten, möchte ich noch einige Hinweise geben.

Der einfachste Kohlenwasserstoff ist Methan.

“Methan kommt vielfältig vor und wird auf der Erde ständig neu gebildet, so z.B. bei biologischen und geologischen Prozessen. Auf der Erde werden schätzungsweise jährlich 500 Millionen Tonnen Methan emittiert. Auch auf vielen anderen Planeten gibt es Methanvorkommen.”

wikipedia

Ich habe das “und” in obigem Absatz bewusst fett geschrieben. Könnte es sein, dass es “bei biologischen und /oder geologischen Prozessen” heißen müsste? Oder ist hier zwingend ein biologischer Prozess nötig? Dazu später mehr. Tatsache ist, Methan kommt nicht nur auf Planeten vor.

Riesiger See auf Saturnmond Titan gefunden

18. Dezember 2009, 09:34 Uhr

Planetenforscher haben einen gigantischen See auf dem Saturnmond Titan erspäht. Das „Kraken Mare” ist größer als das Kaspische Meer, der größte See der Erde. Anders als in irdischen Gewässern schwappt in dem tiefgekühlten Titan-See allerdings kein Wasser, sondern flüssiges Methan oder andere Kohlenwasserstoffe”

Quelle: Welt Online

Auf Titan wurde nicht nur Methan gefunden, sondern auch Ethan, wie obige Quelle berichtet. Sollte die Entstehung von Methan an einen biologischen Prozess gebunden sein, dann müsste man zu dem Schluss kommen, dass es auf dem Saturnmond Titan Leben gibt oder gab. Wie wahrscheinlich ist das? Ich habe bewusst Titan ausgewählt, weil er nur ein Mond und kein Planet ist. Mit einem Durchmesser von etwas mehr als 5100 Km zählt er zu den größten Monden im Planetensystem. Doch damit nicht genug, auf Titan wurde auch Butan gefunden.

“Nun fand ein Forscherteam um Robert Brown an der University of Arizona in Tucson durch spektroskopische Analysen heraus, dass insbesondere der rund 20 000 Quadratkilometer große See Ontario Lacus auch beträchtliche Mengen an weiteren Kohlenwasserstoffen enthält, unter anderem Ethan, Propan und Butan.”

Wissenschaft Online vom 30.07.2008

Butan ist also auch dabei. Hier muss ich anmerken, dass die chemischen Prozesse der Kohlenwasserstoffe noch nicht vollständig verstanden werden. Fälschlicherweise wird heute Chemie als exakte Wissenschaft bezeichnet. Was hat es nun mit dem Butan auf sich?

“Butan und Methylpropan sind Flüssiggase, die bei der Erdöldestillation anfallen. Sie kommen im Erdöl und Erdgas vor.”

wikipedia

Bei der Erdöldestillation? Das merken wir uns mal. Genug der Hinweise. Im Teil II werfe ich einen Blick in die Vergangenheit. Belege mittels Quellen, das Peak Oil ein Märchen ist und führe Nachweise, um die Frage, ob Erdöl wirklich endlich ist, einwandfrei zu beantworten.

Quellennachweis: Readers Edition
Dieser Artikel ist unter einer
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» Von SaarBreaker (1894) am Sonntag, 31. Januar 2010, 20:33 Uhr
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4 Kommentare zu “Ist Erdöl wirklich endlich? Teil I”
  1. 1 Pingback von Ist Erdöl wirklich endlich? Teil II - SaarBreaker
    am Sonntag, 31. Januar 2010 21:21

    [...] Teil I finden Sie auf Readers Edition oder auch hier. [...]

  2. 2
    Gravatar von ktokogo
    Kommentar von ktokogo
    am Montag, 1. Februar 2010 06:48

    “Nun fand ein Forscherteam… durch spektroskopische Analysen heraus, dass insbesondere der rund 20 000 Quadratkilometer große See Ontario Lacus auch beträchtliche Mengen an weiteren Kohlenwasserstoffen enthält…”

    In der Zeitung liest sich das wie ein Beweis. Strenggenommen ist es das aber nicht. Derlei Analysen bedürfen weiterer unabhängiger Untersuchungen, können letztendlich aber nur eine bestenfalls hohe Plausibilität für sich beanspruchen, solange niemand den Lacus besucht und die Behauptung überprüft hat.

    Beim abiotischen Öl ist ebenfalls “the proof of the pudding the eating”, denn nicht alles, was theoretisch denkbar oder auf anderen Planeten möglich ist, wird uns hienieden auf von der Natur in der erwünschten Menge zur Aufrechterhaltung einer wenig “natürlichen” Zivilisation angeboten. Es kann also durchaus Abiotik vorkommen (und entsprechende Experimente in Schweden könnten womöglich darauf hindeuten), aber hier gilt das gleiche wie beim Lottospielen: selbstredend kannst du 6 plus Zusatzzahl theoretisch richtig tippen (dass das möglich ist, wird bei fast allen Ziehungen bewiesen), aber ob es gerade dir am nächsten Sonnabend gelingen wird, das ist die eigentliche Frage.

  3. 3
    Gravatar von Jochen Hoff
    Kommentar von Jochen Hoff
    am Montag, 1. Februar 2010 08:10

    Ich mache es mal ganz einfach. Öl heisst wie Kohle oder Gas fossiler Brennstoff, weil es sich aus Fossilien entwickelte. Also aus biologischen Stoffen. Erdöl ist eine der am besten erforschten Stoffe überhaupt. Es gibt keinen, ich wiederhole keinen einzigen Hinweis darauf, dass irgendwo auf dieser Welt schon einmal ein nicht fossiles Erdöl gefunden worden wäre.

    Das sogenannte abiotische Erdöl ist eine Erfindung von den Leuten, die einen vernünftigen Gebrauch von Erdöl verhindern wollen, weil solch ein Gebrauch natürlich die Gewinne einschränkt, ja sogar staatlichen Einfluss herausfordert und damit zu einer Verstaatlichung der Energiequellen führen könnte.

    Abiotisches Erdöl ist eine idiotische Idee.

  4. 4 Pingback von Tweets that mention Ist Erdöl wirklich endlich? Teil I - SaarBreaker -- Topsy.com
    am Mittwoch, 3. Februar 2010 00:14

    [...] This post was mentioned on Twitter by Engelbert and Engelbert, CONTRACOMA. CONTRACOMA said: Saarbreaker: Ist Erdöl wirklich endlich? Teil I: Von aristo – Readers Edition Diese Frage scheint einfach zu beant… http://bit.ly/aFiu0h [...]

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