Junge Freiheit mahnt Blogger statt Autor ab
Von Rebecca Evan – Duckhome
Das Blatt ‘Junge Freiheit’ zieht es vor Blogger abzumahnen, anstatt sich direkt an jeweilige Autoren zu wenden. Es ist nicht so, daß man den Originalartikel des besagten Autoren nicht im Internet finden könnte, schließlich ist der Beitrag zur Quelle verlinkt. Auch hat der Blogger nichts illegales mit dem veröffentlichen des Beitrages getan, denn selbiger wurde vom Autor unter eine CC-Lizenz gestellt.
Worum geht es?
Die ‘Junge Freiheit’ bemängelt, daß dem Blatt in dem besagten Artikel unterstellt würde mit der NPD in Verbindung zu stehen. Entsprechend vermutet die ‘Junge Freiheit’ eine falsche Tatsachenbehauptung.
Wissenswertes
Anton Maegerle, deutscher Journalist und Autor von Sachbüchern zum Rechtsextremismus, Rechtsradikalismus und zur Neuen Rechten, schrieb in seinem “Perspektive 21″-Heft (2003):
In zahlreichen Beiträgen wird nach Erkenntnissen des baden-württembergischen Verfassungsschutzes versucht, „dem freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat die Legitimation abzusprechen.“ Eine tragende Rolle spielt der Rekurs auf die antidemokratische „Konservative Revolution“ zur Zeit der Weimarer Republik und auf den Staatsrechtler Carl Schmitt. Angestrebt wird die Vernetzung der „patriotischen“ Kräfte in der Bundesrepublik, um eine publizistische, rechtsintellektuelle Subkultur zu schaffen.
Über Jahre stand die Junge Freiheit unter Beobachtung mehrerer Verfassungsschutzämter. Experten weisen der JF eine Scharnierfunktion zwischen dem rechtskonservativen und dem rechtsextremen Spektrum zu.
, schreibt Gabriele Nandlinger. Und weiter:
Der extrem rechte Belgier Filip Dewinter durfte in der JF jüngst über "die wahre Hetze" gegen diejenigen, "die nicht mit der politisch korrekten multikulturellen Heilslehre" einverstanden seien, lamentieren.
Abmahnung gegen Blogger gerechtfertigt?
Ganz abgesehen von der Positionierung der ‘Jungen Freiheit’ stellt sich die Frage, ob es rechtens ist Menschen für Dinge die sie nicht geschrieben haben abzumahnen. Der korrekte Weg wäre gewesen sich an Mark Seibert, als Autor des von der ‘Jungen Freiheit’ bemängelten Artikels, zu wenden. Dieser Weg könnte aber durchaus nicht das gewünschte Ergebnis erzielen, da dahinter eine nicht zu verachtende Rechtsabteilung steht. Das kann unter Umständen für die ‘Junge Freiheit’ teuer werden. Da hat man es bei Otto-Normal-Bloggern schon einfacher:
Abmahnen, drohen und am Besten gleich eine Kostennote beifügen. Bevor man also den rechtsstaatlichen Weg sucht, macht man den Menschen erst einmal Angst. Die meisten Betroffenen zahlen dann lieber..
Mark Seibert hat den Betroffenen versprochen sie gegen die ‘Junge Freiheit’ zu unterstützen und fordert die ‘Junge Freiheit’ auf sich bei ihm zu melden.
Quelle: Duckhome
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» Von Rebecca E. (57) am Donnerstag, 1. Oktober 2009, 19:44 Uhr
» read: 14883 · today: 3 · last: 17. Mai 2012
» Kategorien: Information, Internet
» Tags: Abmahnung | Blogger | Die Linke | Junge Freiheit | Mark Seibert | NPD
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