Die Vereinigten Staaten wollen schneller eine bunkerbrechende Bombe haben, bestreiten aber, dass der Iran der Grund dafür ist
Die stärkste bisher gebaute konventionelle Bombe der US-Air Force, die unterirdische Stahlbetonbunker zerstören soll, wird bald einsatzbereit sein.
Von Anne Gearan, Radakteurin für Nationale Sicherheit – ASSOCIATED PRESS
Übersetzt von Wolfgang Jung
Das Pentagon beschleunigt die Fertigstellung einer riesigen Bombe, die dafür entworfen wurde, verborgene unterirdischen Waffenbunker zu zerstören, die durch eine dicke Stahlbetondecke geschützt sind.
Man könnte es den Plan B für den Umgang mit dem Iran nennen, der gerade zugegeben hat, dass sich, wie seit langem vermutet, in einem Berg in der Nähe der heiligen Stadt Qom eine Atomanlage befindet.
Die MOP ist ca. 6,25 m lang und hat einen Durchmesser von 80 cm.
(Grafik: Boeing Co., Foto: AP)
Der 15 Tonnen schwere Koloss, der als "Massive Ordnance Penetrator / MOP (als schwere in die Erde eindringende Sprengbombe) bezeichnet wird, ist die größte konventionelle Bombe im US-Waffenarsenal und wird 5.300 Pounds (ca. 2.404 kg) Sprengstoff enthalten. Die Bombe ist ungefähr zehnmal stärker als die Waffe, die sie ersetzen wird.
Das Pentagon hat zusätzlich fast 52 Millionen Dollar bewilligt, um den Stealth-Bomber B-2 (einen kaum zu ortenden Tarnkappen-Bomber) für den Transport dieser Bombe umrüsten zu lassen. Offizielle rechnen damit, dass die Bombe im Sommer nächsten Jahres einsatzbereit sein wird.
B-2 Tarnkappen-Bomber im Flug (Foto: Wikipedia)
Pentagon-Offizielle geben zu, dass mit der neuen Bombe gehärtete, unterirdische Anlagen zerstört werden sollen, wie sie der Iran und Nordkorea zum Schutz ihrer Atomprogramme verwenden, bestreiten aber, dass sie bereits spezifische Ziele im Auge haben.
"Ich denke nicht, dass irgendjemand schon jetzt etwas über potenzielle Ziele sagen kann," erklärte Geoff Morrell, der Pressesekretär des Pentagons. "Das ist nur eine Waffe, die wir in der Welt, in der wir heute leben, für notwendig halten."
Die Obama-Regierung hat sich bemüht, den noch aus der Präsidentschaft Bushs stammenden Verdacht zu zerstreuen, die Vereinigten Staaten planten entweder selbst, die iranischen Atomanlagen zu bombardieren, oder schauten weg, wenn Israel das tue.
Die Regierung hat sich aber auch davor gehütet, die militärische Option vom Tisch zu nehmen, obwohl sie in diesem Monat historisch (zu nennende) Gespräche mit dem Iran begonnen hat. Wenn die Diplomatie scheitern sollte, wird der Westen dem befürchteten Drang des Irans nach Atomwaffen sofort mit härteren Sanktionen begegnen.
Verteidigungsminister Robert Gates sagte kürzlich, mit einem Schlag gegen die Atomanlagen des Irans sei wahrscheinlich nur Zeit zu gewinnen. Admiral Mike Mullen, der Chef des US-Generalstabs, nannte einen Angriff (auf den Iran) eine Option, von der er nicht gern Gebrauch machen möchte.
Mit der neuen US-Bombe werden Planungen realisiert, die bereits unter Bush begannen. Die Bestrebungen der Obama-Regierung, die Bombe möglichst schnell verfügbar zu machen, zeigen, dass sie bei langfristigen Sicherheitsplanungen immer noch eine Rolle spielt.
"Auch ohne Nachforschungen der Geheimdienste ist bekannt, dass es Staaten gibt, die über die Technologie verfügen, gehärtete unterirdische Anlagen zu errichten," sagte Pentagon-Sprecher Bryan Whitman. "Das ist kein neues Phänomen, diese Bestrebungen nehmen eher zu."
Mit dem Testen der Bombe sei bereits 2007 begonnen worden, wegen Haushaltsproblemen habe sich die Entwicklung der Bombe aber um etwa zwei Jahre verzögert, bis die Regierung im Sommer dieses Jahres die Entwicklung fortsetzen ließ, äußerte Whitman.
Das von Kim Jong II geführte Nordkorea wird als Atomwaffen-Staat angesehen und hat bereits unterirdische (Atomwaffen)-Tests durchgeführt. Die Vereinigten Staaten und andere Länder haben sich bereit erklärt, bei Aufgabe des Atomwaffenprogramms Wirtschaftshilfe zu leisten. Die Obama-Regierung versucht Pjöngjang nach dessen Rückzug im letzten Jahr wieder an den Verhandlungstisch zurückzuholen.
Der Iran ist ein komplizierterer Fall, sowohl aus diplomatischen als auch aus technischen Gründen. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad behauptet, das iranische Atomprogramm diene friedlichen Zwecken, und man wolle damit nur Energie gewinnen. Der Westen vermutet dahinter aber ein verdecktes Programm zum Bau von Atomwaffen, das nur noch etwa ein Jahr von der Verwirklichung (dieses Zieles) entfernt sein soll.
"Ich kann keine für die nahe Zukunft bestehenden Pläne (zum Bau einer Atombombe) erkennen. Für die Zukunft könnte man das aber als abschreckenden Faktor in Erwägung ziehen," erklärte Kenneth Katzman, ein Experte des Congressional Research Service (des wissenschaftlichen Dienstes des Kongresses) für den Iran und den Mittleren Osten. "Ahmadinedschad und Kim Jong II haben das sicher einkalkuliert."
Details über das geheime (Atom-)Programm des Irans wurden oft nur mit Verzögerung und unter Zwang bekannt gegeben, wie das überraschende Eingeständnis über die verborgene unterirdische Entwicklungsanlage in der Nähe der Stadt Qom im letzten Monat.
Diese Enthüllung kam einen Monat, nachdem das Pentagon den Kongress gebeten hatte, das Geld zur Beschleunigung des MOP-Programms zu bewilligen, obwohl die Geheimdienste der Vereinigten Staaten und anderer Länder seit Jahren vermuten, dass der Iran noch mindestens eine Atomanlage im Verborgenen betrieben hat.
Die MOP-Bombe, könnte theoretisch auch gegen Bunker eingesetzt werden, wie sie für Saddam Husseins Waffenprogramm im Irak bereits im Bau waren, oder gegen Tunnelsysteme wie das in Tora Bora, aus dem der Al-Qaida-Chef Osama bin Laden kurz nach dem US-Angriff auf Afghanistan im Jahr 2001 entkommen konnte.
Die präzisionsgesteuerte Bombe wurde dafür entworfen, dass sie sich durch die Erde bohrt und unterirdische Bunker zerstört, die als Waffendepots, Labors oder Verstecke dienen.
(Wir haben die Meldung der US-Presseagentur komplett übersetzt und mit Anmerkungen im Klammern und Hervorhebungen versehen. Wenn Obama das unter Bush auf Eis gelegte MOP-Projekt jetzt beschleunigt realisieren lässt, zeigt das erneut, dass seine Friedensbeteuerungen nicht ernst gemeint sind, sondern allenfalls der Vernebelung seiner wahren Absichten dienen. Die erst für den Sommer 2010 in Aussicht gestellte Einsatzfähigkeit der MOP könnte auch dazu dienen, den Iran für die kommenden Monate in Sicherheit zu wiegen. Falls verbunkerte Anlagen mit der konventionellen Superbombe nicht zu knacken sein sollten, werden Obama und das Pentagon auch nicht vor dem Einsatz taktischer Atomwaffen zurückschrecken.)
Quellennachweis: Luftpost, Friedenspolitische Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein. http://www.luftpost-kl.de. Kommentar in kursiv und Anmerkungen in klammern wurden vom Verfasser eingefügt.
Ramsteiner Appell: Angriffskriege sind verfassungswidrig – von deutschem Boden darf kein Krieg ausgehen!
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» Von SaarBreaker (1845) am Sonntag, 18. Oktober 2009, 18:21 Uhr
» read: 17484 · today: 8 · last: 9. Februar 2010
» Kategorien: Politik, USA
» Tags: Bomben auf Zivilisten, Iran, Israel, Kriegsvorbereitung, Luftpost, Obama, Politik, USA
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am Mittwoch, 21. Oktober 2009 23:26
Mehr und mehr erinnern mich die Aktivitaeten der gesamten Amerikaner an trotzige, ungezogene und verwoehnte Hosenscheisser.
Deren Benehmen und deren Spielchen “Ich sehe was, was du nicht siehst”, oder “Ich habe was, was du nicht hast” koennen sich an der Infantilitaet mit neu eingeschulten Erstklaesslern messen. Mit dem einen Unterschied, dass Erstklaessler lernwillig sind. Das dass den Amerikanern fehlt, ist an diesen neckischen Spielchen erkennbar. So trivial gibt sich die herrschende “Herrenrasse” aus Uebersee. Das sind also die Menschen, die sich selbst als die wahren Menschen sehen und jede andere Kultur und Nation als triebgesteuertes Tierrudel bezeichnen. Und dass ist nicht uebertrieben. Genau so sehen die US-Amerikaner den Rest der Welt. Das wurde mir aus erster Hand von einigen AWACS-Piloten bestaetigt.
Ich kann jedem, der etwas gegen die Amerikanische Uebermacht unternimmt, nur beipflichten und ich ziehe meinen Hut vor den Leuten, die schon etwas gegen den lachhaften und zwanghaften Heroismus dieses geistig unterentwickelten Volkes unternommen haben.
Es tut mir leid, wenn ich mich hier im Ton vergriffen habe, aber diesen Amerikanern muss langsam das Handwerk gelegt werden. Dieses zusammengewuerfelte, kulturlose und dekadente Volk ist eine Gefahr fuer unseren gesamten Planeten. Damit wir uns nicht falsch verstehen – das Gleiche gilt fuer die Israelis!
Freundliche Gruesse
Ralle