Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken &handeln! Willst du auch an der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos 
 und Materialien:
SaarBreaker - http://www.saarbreaker.com, 20.03.2010
Sie sind hier: Beitrag ""Wer die Medien beherrscht, beherrscht die Zukunft!" – im Kapitalinteresse!"

"Wer die Medien beherrscht, beherrscht die Zukunft!" – im Kapitalinteresse!

Von SaarBreaker am Sonntag, 5. Juli 2009, 12:29 Uhr

Ein kurzer Abriss zu den Profit- und Wertschöpfungsinteressen hinter der bürgerlichen Parlamentsfassade von der "Freiheit" und "Demokratie" des Kapitals.

Von Reinhold Schramm | Scharf links | Der deutsche Kriegsminister Dr. Franz Josef Jung an seinen ‘Staatsgrenzen’: "Wir befinden uns in keinen Kriegseinsatz" – "Die Taliban sind Verbrecher" – "Wer uns angreift der wird bekämpft" – "Das ist die klare Botschaft" – so der  O-Ton von Dr. Franz Josef Jung am 02. Juli 2009 im "Info-Radio-rbb".

Zur imperialistischen Realität:
Das "Bundesministerium der Verteidigung (BMVg)" informiert: "Im Sommer 2008 verabschiedete Jung den 250.000. Soldaten in den Auslandseinsatz. Vor diesem Hintergrund hat Jung eine ganze Reihe von sozialen Maßnahmen umgesetzt, um den Dienst in der Bundeswehr attraktiv zu halten. Aber auch für die gesellschaftliche Anerkennung setzte er sich ein und veranlasste die Einführung des Ehrenkreuz der Bundeswehr und das Ehrenmal der Bundeswehr."

Anm.: Die "BMVg"-Meldung am 16.06.2009:
"Bundesverteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung hat am 16. Juni einen Scheck über 1.500 Euro für die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung erhalten." ("Stiftung Deutscher Offizier Bund")

Auf der Internetseite der "Bundeswehr" heißt es:
"Gefallene deutsche Soldaten in die Heimat überführt".
Leipzig, 29.06.2009: "Am 27. Juni sind die Leichname der drei in Afghanistan gefallenen Soldaten nach Deutschland überführt worden. Der Airbus der Luftwaffe landete gegen 19.15 Uhr auf dem Flughafen Leipzig."  – Und weiterhin heißt es zum Kriegsparlament in der Meldung am 01.07.2009: "Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee. Vor 15 Jahren stimmten die Abgeordneten des Bundestages erstmals für einen bewaffneten Auslandseinsatz."

Beim "Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)" heißt es unter "Sicherheit und Verteidigung": "Die deutsche wehrtechnische Industrie ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Deutschland, seine Zukunftsfähigkeit und Sicherheit." Unter "Positionen des BDI" heißt es, unter "Erhalt und Ausbau wehrtechnischer Kernfähigkeiten": "Wehrtechnische Kernfähigkeiten sind von herausragendem industrie- und sicherheitspolitischem Interesse für Deutschland. Sie sichern die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie und Arbeitsplätze am Standort Deutschland." – Merke: "Arbeitsplätze" – und ‘nicht’ Dividenden und Profite.

Der "Ausschuss Verteidigungswirtschaft (AVW)" im "BDI":
Der Vorsitzende Friedrich Lürßen (Fr. Lürssen Werft GmbH & Co. KG) und der Sprecher der Geschäftsführung Wolfgang Kalähne (Flottillenadmiral a.D.). Schwerpunkte der Tätigkeit des "AVW" sind die branchenübergreifende Bündelung und Formulierung der wehrtechnischen und rüstungspolitischen Interessen der deutschen Industrie (analog im Wortlaut des "AVW").

Der "AVW" im "BDI" appelliert an die Politik: "zur Sicherung dieses strategischen Industriesektors mit seinen etwa 80.000 Beschäftigten" in Deutschland, müssen "europaweit einheitliche Exportregularien gelten. Hier appelliert der BDI an die verantwortliche Politik, ideologische Blockaden mutig aufzubrechen und den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern der wehrtechnischen Industrie eine wirkliche Perspektive aufzuzeigen."
Und auf der ‘öffentlichen’ Internetseite heißt es auch:
"Tatsache ist: Wehrtechnisches Gerät ‘Made in Germany’ ist weltweit gefragt und die deutsche Industrie stellt sich dem Wettbewerb – wenn ihn die Politik nur zulässt!" –
Anmerkung: "Arbeitsplätze" – zugleich ideologische Makulatur für die Öffentlichkeit auf der Internetseite des "Ausschuss Verteidigungswirtschaft (AVW)" im "Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)".

Aus den "Erwartungen der Industrie an eine strategische Rohstoffpolitik", aus dem "Ergebnisbericht der BDI-Präsidialgruppe ‘Internationale Rohstofffragen’", auf dem "2. BDI-Rohstoffkongress" am 20. März 2007 in Berlin: "Deutschland als Exportweltmeister, aber importabhängiges Land, braucht freien Handel und funktionierende Spielregeln. Eine erfolgreiche Rohstoffstrategie erfordert daher eine effiziente politische Flankierung für den Fall eines Regelverstoßes. Nur die Politik kann dafür sorgen, dass die Spielregeln eingehalten werden und dass ein Spieler, der foult, die gelbe bzw. rote Karte bekommt. Wenn die Politik als Schiedsrichter den Regelverstoß aber duldet, spielt der heutige Exportweltmeister morgen in der Kreisliga." –
"Politische und wirtschaftliche Stabilität der Rohstoffförderländer sind Grundvoraussetzungen für eine sichere Rohstoffversorgung der Abnehmerländer. Hier hat unsere Außenpolitik die überaus wichtige und schwierige Rolle, zur Stabilität von rohstoffreichen Ländern beizutragen und dies ist auch eine Kernaufgabe der Entwicklungszusammenarbeit."

Merke: Eine "Kernaufgabe der Entwicklungszusammenarbeit" für den "BDI" ist die "Stabilität von rohstoffreichen Ländern" für den Zugriff des (deutschen) Kapitals.

Auch die deutsche Industrie und deren Weltkonzerne haben große Teile der Wertschöpfung in China und damit auch der dortigen Lohnarbeit (Arbeiterklasse), einschließlich ‘ihrer’ Partei- und Staatsführung, noch fest im Griff, zugleich warnt Ulrich Grillo, Vorsitzender der "BDI"-Präsidialgruppe "Internationale Rohstofffragen", eindringlich vor den Aktivitäten (nicht nur) Chinas auf dem rohstoffreichen afrikanischen Kontinent.

"BDI"-Ulrich Grillo führte in seinem Vortrag zu Afrika-China aus: "Im November 2006 fand in Peking das afrikanisch-chinesische Gipfeltreffen statt, auf dem China bis 2009 eine Verdoppelung der Entwicklungshilfe für Afrika zusagte. Ende Januar 2007 reiste der chinesische Staatspräsident zum zweiten Mal binnen eines Jahres nach Afrika. Es wird erwartet, dass spätestens 2010 das Handelsvolumen zwischen China und Afrika die 100 Mrd. Dollar-Grenze überschreiten wird. Inzwischen warnt beispielsweise der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki davor, dass Chinas Aktivitäten in Afrika den Kontinent zur Unterentwicklung verdammen, da die Gefahr bestehe, zur Kolonie Chinas zu werden. Ob dies in unserem Sinne ist und wie man darauf reagieren sollte, wird sicherlich gleich noch in der Runde diskutiert werden." (Aus den Ausführungen von Ulrich Grillo auf dem "BDI-Rohstoffkongress" am 20. März 2007 in Berlin)

Anm.: Natürlich behauptete der "BDI" nicht ‘öffentlich’: Es wäre eine kontinentale afrikanische Kolonie "in unserem Sinne" – auch im Rohstoff-, Verwertungs-, Wertschöpfungs- und Profitinteresse der ‘Deutschland AG’.

Der "BND" zu den deutschen Kapitalinteressen:
"Wer Zukunft gestalten will, muss agieren, nicht bloss re-agieren. Es ist besser, einen Trend zu setzen und zu lenken, als sich von einem Trend treiben zu lassen. Wer die Zukunft gestalten will, muss Erwartungen und Hoffnungen der Menschen hinsichtlich dieser Zukunft beeinflussen.

Auch für die Zukunft gilt die Heisenbergsche Unschärferelation: Wir können nicht über die Zukunft reden, ohne sie zu verändern. Information und geschickte Kommunikation gewinnen dadurch eine beherrschende Schlüsselrolle: Weniger in dem Sinn rein faktischer Unterrichtung, sondern in dem Sinn, dass Erwartungen, Einschätzungen, Vertrauen und Zuversicht aufgebaut oder eben auch untergraben werden können. Wer die Medien beherrscht, beherrscht die Zukunft! Wir müssen deshalb gerade auch in der Sicherheitspolitik lernen, die Zukunft zu antizipieren und unsere Anliegen der breiten Öffentlichkeit verständlich und begreifbar zu machen." (Aus: "BND"-Vortrag vor der VSW Hannover am 30. Mai 2007. Hier: "Grundlagen und Rahmenbedingungen deutscher Sicherheitspolitik – wirtschaftliche und unternehmerische Aspekte.") -

Der "BND" als ‘Lohnruheverband’ der deutschen Bourgeoisie ("BDA"): "’Gleicher Lohn für gleiche Arbeit’ – das ist auf den ersten Blick ein Satz von bestechender Logik. Aber nirgends ist festgeschrieben, dass Löhne sich zwangsweise stetig nach oben angleichen muss. Sie können -und ich bin überzeugt – sie werden sich unter wachsendem Druck nach unten bewegen (…)" Der "BND"-Mitarbeiter zitiert hier in Textfolge seinen Bundespräsidenten Köhler: "Wir können nur um so viel teurer sein, wie wir besser sind." (Köhler) -

Der "BND"-Experte zu seinen Wünschen im Kapitalinteresse und in seiner Ausführung zur imperialistischen Konkurrenz:
"Deutschland steht nicht nur unter dem Konkurrenzdruck der Schwellenländer. Dem können wir noch relativ gut standhalten. Wir stehen in unmittelbarem Wettbewerb auch gerade mit unseren engsten Verbündeten: den USA und Frankreich zum Beispiel. – Frankreich unterhält eine Schule für Wirtschaftskrieg (Ecole de guerre économique). Dort wird ein nicht unwichtiger Teil seiner Wirtschaftselite ausgebildet – zum Teil von Militärexperten und Nachrichtendienstlern. Frankreichs Wirtschaftselite lernt, strategisch zu denken." (Aus: "BND"-Vortrag am 30. Mai 2007) -

Und: "Wir müssen versuchen, eine Karte von der Landschaft der Zukunft zu zeichnen und (um) die strategisch wichtigen Punkte rechtzeitig zu identifizieren: die Anhöhen, die Flussübergänge, die Gebirgspässe, die fruchtbaren Ebenen, die schiffbaren Flüsse. Wer diese Positionen rechtzeitig für sich sichert, sichert sich auf lange Frist einen unschätzbaren Wettbewerbsvorteil." -

Anmerkung: Dies gilt nicht nur für die interne (industrielle) Betriebs- und Konzernführung sondern auch für die geoökonomischen und geopolitischen Kapitalinteressen, so auch für den militärischen Einsatz der "Bundeswehr" und des "BND" in und um Afghanistan, weltweit.

Eine abschließende Bemerkung: Für den jeweiligen und beliebigen ‘freiheitlichen’ und ‘demokratischen’ parlamentarischen ‘Verteidigungs’- und Kriegsminister geht es selbstverständlich nur um ‘Nächstenliebe’ in der erwünschten und veröffentlichten stromlinienförmigen Medienlandschaft der Bundesrepublik Deutschland.

Dieser Artikel steht unter einer CC-Lizenz.

Quelle: Scharf links
Via Womblog

Ähnliche Beiträge

Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, dann sage es bitte weiter...

del.icio.us Wikio Alltagz Icio Mister Wong Newskick Oneview Stern - Tausend Reporter Webnews Yigg Blinklist Technorati Infopirat Linkarena Google Bookmarks Digg Yahoo My Web Furl

» Von SaarBreaker (1894) am Sonntag, 5. Juli 2009, 12:29 Uhr
» read: 4253 · today: 11 · last: 20. März 2010
» Kategorien: Deutschland, Kapitalismus
» Tags: , , , , , , , ,
» Kommentare: 1 Kommentar | Kommentar schreiben | Top
» Trackback: Trackback-URL für diesen Beitrag
» Kommentar-Feed abonnieren | Beitrag drucken

1 Kommentar zu “"Wer die Medien beherrscht, beherrscht die Zukunft!" – im Kapitalinteresse!”
  1. 1
    Gravatar von glockenstadtbote
    Kommentar von glockenstadtbote
    am Mittwoch, 15. Juli 2009 14:12

    es ist verblüffend, wie alles übereinstimmt mit den einschätzungen meines vaters,

    von dem ich das immer wieder hören konnte. es ist gut, dass wir durch das

    internet eine immer grössere öffentlichkeit erreichen.

    die mehrheit der deutschen lehnt jeden krieg ab. das haben wir

    massgeblich durch unsere aktionen und unsere unbeugsame haltung erreicht.

    sicher ist die aufgezeigte strategie und taktik der herrschenden klasse

    gefährlich , deshalb müssen wir konsequent unsere aufklärungarbeit fort-

    setzen. durch das internet können wir immer grössere kreise erreichen.

    der glockenstadtbote -

    alfred lanfer
    -

Kommentar schreiben

Schreibe einen Kommentar und sag uns einfach, was Dir dazu einfällt...




Smiles:  :-)
:-)
 :-D
:-D
 :-(
:-(
 8-O
8-O
 :-o
:-o
 :-?
:-?
   8-)
8-)
 ?-x
?-x
 :-P
:-P
 :-|
:-|
 ;-)
;-)
 :lol:
:lol:
   :oops:
:oops:
 :evil:
:evil:
 :roll:
:roll:
 :!:
:!:
 :?:
:?:
 :idea:
:idea:

XHTML: Du kannst folgende Tags anwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Kommentarvorschau

Hinweis: Kommentare werden moderiert. Es kann also unter umständen etwas dauern, bis Dein Kommentar erscheint.

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de TopBlogs.de Blogverzeichnis Blog Button Bloggeramt.de WordPress Blogmap frisch gebloggt blogoscoop RSS Verzeichnis RSS
(c) SaarBreaker 2007-2010, alle Rechte vorbehalten.