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Immer noch 86% für die deutschen Kriegsparteien

Von Mein Parteibuch Blog am Sonntag, 5. Juli 2009, 18:35 Uhr

Von Redaktion | Mein Parteibuch Blog | Infratest hat heute für die Märchenerzähler der ARD mal wieder eine Erfolgskontrolle gemacht, mit der die Wirkung der Propaganda der gleichgeschalteten Medien in Deutschland gemessen wird. Der aktuellen Wahlprognose zufolg funktioniert die Propaganda in Deutschland weiterhin prächtig. Der transatlantische Opiumkrieg Deutschlands gegen Afghanistan ist der Umfrage zufolge zwar in Deutschland inzwischen beinahe genauso unbeliebt wie bei den Opfern in Afghanistan, aber die gute Erfolge beim Krieg an der Heimatfront stellen sicher, dass Krieg und Frieden bei der Wahl nur eine untergeordnete Bedeutung haben wird und die vier Flügel der kriegsgeilen meudalistischen Einheitspartei Deutschlands dadurch bei der nächsten Wahl wieder auf 86% der Stimmen kommen.

Die Gegner des Krieges gegen Afghanistan werden der Umfrage zufolge gerade einmal auf maximal 14% kommen, wovon 10% auf die Linkspartei und 4% auf andere entfallen, sofern diese 4% überhaupt gegen den Krieg sind.

Obwohl die große Koalition aus Mafia-Union und Verräterpartei das Stimmvieh in den letzten vier Jahren nach Strich und Faden belogen und betrogen hat, kommt sie der Prognose zufolge immer noch auf 58%. Für die Mafia-Union ergibt sich aufgrund der prognostizierten satten 15% für die deutsche Putschistenpartei FDP sogar die Chance nach der Bundestagswahl 2009 eine offen wirtschaftsfaschistische Regierung zu bilden. Auch das grüne Bataillon der NATO schneidet mit der Forderung nach der Einführung von Drei-Liter-Panzern in der Umfrage mit 13% prima ab.

Ein Kriegshaushalt nach dem anderen wird verabschiedet und riesige Abzock-Blasen finanzieren den Krieg, aber kaum einer kommt in Deutschland auf die Idee, die verlorenen Kriege des US-Imperialismus für die katastrophale Lage in den Kolonien verantwortlich zu machen. Quelle: Mein Parteibuch Blog

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» Von Mein Parteibuch Blog (93) am Sonntag, 5. Juli 2009, 18:35 Uhr
» read: 5198 · today: 36 · last: 19. März 2010
» Kategorien: Deutschland, Krieg und Frieden, Wahlen
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3 Kommentare zu “Immer noch 86% für die deutschen Kriegsparteien”
  1. 1
    Gravatar von Jörg v. Paleske
    Kommentar von Jörg v. Paleske
    am Montag, 6. Juli 2009 10:37

    Man würde ja gerne die LINKE wählen, gäbe es da ein konstruktive demokratische Haltung. Aber die kann man nicht feststellen:
    1.) Das Thema der in dem völlig richtigen Beitrag gerügten “gleichgeschalteten Medien” greift die LINKE überhaupt nicht auf. Schaltstelle der Gleichschaltung ist die Unterwanderung der Medien aber auch aller politischen Organisationen – wie z. B. die Studentenvereinigungen usw. – mit S p i t z e l n . Diese Spitzel sind längst nicht mehr zur Informationsbeschaffung da (das hat schon der Abhörstaat übernommen), sondern sie l e n k e n längst die jeweiligen Organisationen. Deshalb demonstrieren z. B. die Studenten auch nicht gegen Krieg und Überwachung, weil solche Beschlüsse nicht mehr durchkommen.

    Die Unterwanderung bürgerlicher oder wirtschaftlicher Organisationen mit Spitzeln der politischen Polizei ist nicht nur völlig grundrechtswidrig, sondern es k o s t e t Länder und Bund auch Jahr für Jahr ein V e r m ö g e n (natürlich lesen wir darüber nie etwas).
    Hat die LINKE hier wenigstens einmal Front gemacht gegen den Spitzelstaat? Nein, nie!
    Hat sie wenigstens einmal die Kosten des Spitzelstaates für Länder und Bund geschätzt (die gelenkten Medien schweigen diese ja tot)? Nein, nie!
    Lafontaine ist auch nicht f ü r das Grundgesetz, sondern dagegen (wie Schäuble und Co): In seiner Rede zur 60-Jahre-Feier der Verfassung äußerte er: “Dazu gehört auch das Hinterfragen der eigenen Verfassung” (http://www.jungewelt.de/2009/05-16/023.php ). Dies ist identisch mit der Haltung von Merkelsteinmeier, Schäuble und Co. Die geboten Rücknahme aller die Verfassung verstümmelnden Änderungen der letzten Jahrzehnte will die LINKE sowenig wie die “meudalistischen Einheitspartei Deutschlands”!

    2.) Gegen den Krieg wendet sich die LINKE nur v e r b a l . In meiner Heimatstadt hat es z. B. am Anti-Kriegstag im letzten Jahr k e i n e Demo gegen die Kriege gegeben, an der die LINKE teilgenommen hätte. Die Haltung der LINKE zu den Kriegen ist wie die Haltung der GRÜNEN zu Tierversuchen und zur Vernichtung der tropischen Wälder: Man ist verbal dagegen – aber man t u t n i c h t s !!
    Um gegen die Kriege erfolgreich vorgehen zu können, muß die Gleichschaltung der Medien bekämpft werden. Um diese zu bekämpfen, muß die Unterspitzelung angegriffen werden, deren Wege und deren Kosten benannt werden. Das tut die LINKE aber nicht – noch nicht einmal gegen die Unterspitzelung in den eigenen Reihen (Israel ist offenbar sehr aktiv) wird etwas unternommen.
    Um die Gleichschaltung der Medien zu bekämpfen müssen die Kommissionen “der Wirtschaft” bekämpft werden, die der Industrie ‘Werbegeldverteilungs-Empfehlungen’ vorgeben und unliebsamen Medienorganen von einem Tag auf den anderen den Todesstoß durch den Entzug von Werbeeinnahmen versetzen können. Macht die LINKE hier was, fordert sie die Auflösung solcher Kommissionen – n e i n !!

    3.) Nachdem sowohl Liberalismus wie sozialistische Planwirtschaft gescheitert sein, wäre hier ein grundlegendes Konzept zukünftiger Staatswirtschaft zu erarbeiten.
    Lafontaine kommt ausweislich seiner oben genannten Rede aber nur mit Sprüchen aus seiner Studentenzeit vor 40 Jahren: Er will ‘enteignen’, damit die Arbeiter, die die wahren Wertschöpfer sind, in den Genuß Ihrer Arbeitsleistung kommen. Nur: Enteignung ist heute keine Lösung für die erforderliche Umverteilung:
    a) Wenn die Arbeiter, die noch eine Arbeitsstelle habe, mehr kriegen sollen – sollen die Arbeitslosen gar nicht bekommen? Für Lafo gibt’s da dei Arbeitslosen irgendwie noch gar nicht (in den 60gern gab’s ja auch praktisch keine)
    b) Wenn man z. B. die Axel Springer AG enteignet, bekommt man nichts von Wert – noch nicht mal Druckmaschinen, da Springer nicht selber druckt, sondern Aufträge erteilt. Auch wenn man den Maschinenpark von BMW oder VW enteignet, ist der Wert der Anlagen ‘peanuts’ im Verhältnis z. B. zu dem, was gerade unsere Banken aus der Staatskasse einsacken.
    c) Unser Bundeskasse – wie die Länderkassen – w e r d e n doch schon vom Kapitalismus seit Jahrzehnten enteignet. Hier muß man doch g e g e n die Enteignung Stimmung machen – und nicht für diese. Der Liberalismus/Kapitalismus ist doch d i e Enteignungsdoktrin schlechthin!

    ERGEBNIS:
    Die LINKE t u t weder etwas noch hat sie Konzepte. Gegen den Spitzelstaat und den Überwachungsstaat äußerst sie sich praktisch gar nicht. Gegen die Kriege äußert sie sich, aber sie t u t nichts. Gegen das Enteignung- und Wirtschaftsdesaster des Liberalismus/ Kapitalismus, den man nur als verfassungs- und staatsfeindlich bezeichnen kann, geht die LINKE nicht wirklich aufklärerisch vor. Sie hat auch kein Gegenkonzept. Sie will eigentlich nur einen ‘Kapitalismus mit Verhüterli’. Das reicht aber nicht – da es den ‘Giftzahn’ des Systems nicht zieht.

    (Anmerkung: Mein staatswirtschaftliches Vorbild ist das Schweden der 60ger und 70ger Jahre: Verteilung durch hohe Abgaben, die zur binnenmarktlichen Kaufkraftstärkung verteilt werden.)

  2. 2
    Gravatar von glockenstadtbote
    Kommentar von glockenstadtbote
    am Donnerstag, 9. Juli 2009 21:07

    guten abend,

    als unabhänguger linker katholik sage ich, dass ich vieles auch sehe, wie du,
    aber wir sollten zunächst die schwierige position und arbeit der DIE LINKE mit allen kräften unterstützen, vieles was du sagst ist eigentlich eine selbstverständliche haltung. weil von diesem selbstverständnis ausgegangen wird, wird auch agiert.
    ich kann es nur immer wiederholen, nicht ablenken lassen, der zentrale stoss muss die neoliberalen treffen, schwarz-gelb muss verhindert werden..
    wie das kind im märchen von den königs neuen kleidern. müssen wir die nacktheid von angela und dem von und zu aufzeigen.

    der glockenstadtbote

    alfred lanfer

  3. 3
    Gravatar von Klaus E.
    Kommentar von Klaus E.
    am Donnerstag, 18. März 2010 16:37

    Auch in der Linkspartei gibt es ein sehr einflussreiches Netzwerk von Leuten, die die Partei auf Kriegskurs bringen wollen:

    http://hintergrund.de/index.ph.....ngelt.html

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