Ein Tag im Leben eines Terror-Verdächtigen-Die Geschichte von Mahmoud Abu Rideh
Der Guardian erzählt die Geschichte von Mahmoud Abu Rideh, der seit 2005 mit einer Control Order lebt. Control Orders "beschützen die britische Öffentlichkeit vor dem Risiko des Terrorismus". Aktuell leben 20 Menschen in Großbritannien mit Control Orders.
Mahmoud Abu Rideh wurde 2001 festgenommen, war 23 Stunden täglich in Einzelhaft und wurde nach vier Jahren mit Control Order entlassen. Er hat bis heute nicht erfahren, was ihm vorgeworfen wird. Es gab keine Anklage, kein Verfahren und keine Akteneinsicht. Seit der Control Order vor vier Jahren darf er sich mit niemandem verabreden, darf weder Bankkonto noch Handy haben und darf nicht ins Internet. All dies betraf auch seine Frau und seine sechs Kinder, die ihn schließlich verlassen haben. Ein Ende ist sowenig absehbar wie er weiß, warum das alles passiert.
Mehrmals am Tag muss er zur Kontrolle die Polizei anrufen, das erste Mal um drei Uhr morgens. Es ist in dieser Situation unmöglich, einen Job zu finden.
Er hat mehrmals versucht, sich umzubringen.
Ich bin allein. Ich habe keine Freunde. Alle haben Angst davor, mich zu treffen. Ich bin schon vorher der Folter entkommen, und jetzt werde ich von der britischen Regierung gefoltert. Ich bin wie eine Maschine. Ich fühle nichts mehr. Ich bin schon tot.
Originalquelle: annalist, übernommen vom Womblog
Dieser Beitrag steht unter einen CC-Lizenz. Bitte die Hinweise beachten: Anne Roth / CC BY-NC-SA 3.0
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» Von SaarBreaker (1894) am Montag, 29. Juni 2009, 21:16 Uhr
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» Kategorien: Grundgesetz, Rechtsstaat, Menschenrechte
» Tags: Annalist, Folter, Menschenrechte, Politik, Schaeuble, Sicherheitswahn, Staatsterror, Terrorismusluege
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