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SaarBreaker - http://www.saarbreaker.com, 15.03.2010
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Deutscher Wahn … weltweit

Von SaarBreaker am Dienstag, 16. Juni 2009, 23:31 Uhr

Vom Eifelphilosoph

Wer nun glaube, der deutsche Wahn hätte nur Auswirkungen im Inland, der täuscht sich leider. Bedauerlicherweise häufen sich die Meldungen, das der deutsche Wahn in Zukunft wieder einmal weltweit zum Einsatz kommen soll.

Das hatten wir ja schon mal. Eines Tages Spiegel.de

So galt Schäfer, der bereits 1933 in die SS eintrat und zum persönlichen Stab Himmlers gehörte, als der richtige Mann, um in Tibet nach Spuren einer vorbuddhistischen indoarischen "Urreligion" zu suchen. Unter der Schirmherrschaft der SS und finanziert von der deutschen Industrie organisierte Schäfer deshalb eine eigene deutsche Tibet-Expedition unter explizit nationalsozialistischem Vorzeichen.

Die Suche nach der "indoarischen Urreligion" scheint ja für die deutsche Industrie von sehr großem Wert gewesen zu sein, das sie diesen Mumpitz auch noch finanziert hat. Na ja, für manche Dinge muß einfach Geld da sein. Offensichtlich haben die nichts sonderlich Interessantes gefunden. Aber irgendetwas scheinen sie immer noch zu suchen, denn heimlich still und leise breitet sich deutsches Militär wieder weltweit aus.

Die Frage ist nur: was macht es eigentlich wirklich da draußen?

Zum Beispiel … schicken wir ja jetzt diese Awacs-Radarflugzeuge aus Geilenkirchen (der Ort heißt wirklich so) nach Afghanistan.

http://www.tagesschau.de/inland/afghanistan960.html

Kostet uns locker 24 Millionen Euro, aber wir haben es ja ganz dicke. Aber wahrscheinlich lohnt sich der Einsatz.

Was macht so ein AWAC eigentlich?

http://www.wdr.de/themen/politik/news2/nato_awacs/index.jhtml?rubrikenstyle=politik

Hauptkennzeichen der Awacs-Maschinen ist das pilzförmige Radarauge. Das "Auge" kann eine Umdrehung in zehn Sekunden machen und gestattet damit in kürzester Zeit eine Luftraumüberwachung von 360 Grad. Bis zu 400 Flugzeuge – auch extrem tief fliegende Maschinen – können im Umkreis von 500 Kilometern erfasst werden.
Technik an Bord
Die Awacs sind mit modernster Technik ausgestattet: Hochempfindliche Sensoren, modernste Funkanlagen und leistungsstarke Computer sind an Bord. 17 Besatzungsmitglieder arbeiten in jedem Awacs-Flugzeug: Vier sind im Cockpit, während die übrigen den Maschinenpark bedienen. Darunter sind ausgebildete Radarflugmelder, Funkerspezialisten, Computertechniker und Radartechniker. In 10.000 Meter Höhe überwachen sie ein Gebiet von rund 320.000 Quadratkilometern. Bei jedem Wetter kann die Awacs-Besatzung Flugzeuge identifizieren und genau zwischen "Freund oder Feind" unterscheiden. "Wir sind das absolute Auge in der Luft", meint einer der Radarbeobachter.
Trotz aller Technik: Die Awacs-Flugzeuge sind verwundbar, an Bord gibt es keine Abwehrvorrichtungen.

Aha … wir können damit also auch tieffliegende Taliban orten. Jedenfalls diejenigen, die einen fliegenden Teppich besitzen. Als Teil des Natofrühwarnsystems sind die Awacs eigentlich unverzichtbar in Europa….wenn der Russe mit seinen Tieffliegern kommt, die wir mit anderen Radargeräten nicht erfassen können, alldieweil die durch Berge, Wälder, Städte nicht durchdringen können. Deshalb brachte man ja das Radar in die Luft – um gegen Tiefflieger sicher zu sein. Und natürlich gegen fliegende Teppiche.

Den Einsatz gegen fliegende Teppiche gibt der Verteidigungsminister natürlich nicht zu. Wäre ja auch zu peinlich, denn die gibt es ja gar nicht. Laut ARD behauptet er folgendes:

Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) sagte, die Bundeswehr überwache bereits 51 Prozent der Material- und Personentransporte über Afghanistan. Der zivile Luftverkehr soll erheblich ausgeweitet werden, eine Direktverbindung von Frankfurt am Main nach Kabul ist geplant. Nach Angaben des Verteidigungsministerium soll der Linienbetrieb kommende Woche gestartet werden. "Deshalb ist es sinnvoll, dass wir uns zusätzlich engagieren, auch mit NATO-AWACS-Maschinen", sagte Jung.

Nun … diese eine Maschine von Frankfurt nach Kabul … die hätte man ja auch bequem mit einem preiswerten handelsüblichen Bodenradar respektive Bodentower leiten können. Dazu braucht man doch nicht dieses sauteure fliegende Ding.

Aber … das kann nebenbei was ganz feines … nämlich über die Grenze gucken. Über die Berge hinweg, von denen Afghanistan ja voll ist. Und wer wohnt daneben? Der böse Iran. Dem kann man jetzt in den Topf schauen. Zufällig, ganz nebenbei. War sicher nicht gewollt.

Wahrscheinlich wollen die mit ihrem Radarflieger einfach auch nur mal Ausschau halten nach der indogermanischen Urreligion. Vielleicht kann die ja wenigstens fliegen. Die Taliban können es nicht.

Gewollt und kaum bemerkt ist aber die Ausweitung des Kampfauftrages der Marine gegen die "Piraten".

http://www.radio-utopie.de/2009/06/13/Puenktlich-zu-Ahmadinejad-Wahl-im-Iran-NATO-Komiker-tasten-sich-bis-Oman-vor,-Bundestag-erteilt-Kriegsvollmacht-am-Freitag

Ein Seegebiet bis zu 500 Meilen vor Somalia und den Nachbarländern? Welchen Nachbarländern alle? Da gibt es viele. Und dann auch noch der Luftraum? Gegen kleine Motorboote? Welche mächtigen Piratenflotten werden da unten eigentlich erwartet? Viele scheint´s da nicht zu geben, denn die indische Marine versenkt gerne auch mal einfach so ein paar Fischer – um überhaupt etwas zu tun zu haben:

http://www.radio-utopie.de/2008/11/26/Indiens-Marine-ermordet-Fischer-und-beluegt-anschliessend-die-Weltoeffentlichkeit-ueber-versenktes-Piraten-Mutterschiff

Und an einem solchen Dreck beteiligen wir uns? Aber wenn unsere glorreiche Marine mal Piraten fängt, dann verschwinden die gleich?

http://www.radio-utopie.de/2008/12/26/BBC-laesst-Piraten-Farce-von-deutschem-Militaer-und-Regierung-auffliegen

In Zukunft auch noch in Djibouti und Jemen?

http://www.radio-utopie.de/2008/12/18/Somalia-Beschluss-Bundeswehr-soll-in-Djibouti-und-Jemen-kaempfen-koennen

Aber sonst ist alles dicht, ja? Sonst gibt es keine Beschwerden … ausser der gelegentlichen Sichtung von fliegenden Talibanteppichen. Und wir sollen das alles einfach so schlucken, ja?

So wie wir die Massenvernichtungswaffen des Irak geschluckt haben. Die gab´s zwar nicht, war alles gelogen, aber egal: es wird einmarschiert. Weil der Mann ist ein böser Diktator.

In Nordkorea sitzt ein böser Diktator, der fuchtelt wie wild herum mit seinen Massenvernichtungswaffen, demonstriert aller Welt, das er sie hat und zur Not auch ganz weit schießen kann – keinen interessierts.
Manchmal denke ich: der Irre könnte Seoul atomisieren … keinen würd´s groß stören, aber in Folge würden wir den Kampf gegen somalische Fischer intensivieren.

Indogermanische Urreligion in Tibet, fliegende Teppiche in Afghanistan, eine unsichtbare Piratenarmada im indischen Ozean … irgendwie glaube ich, der deutsche Wahn hat eine unheimliche Tradition.

Oder aber … die Ziele sind andere:

http://www.radio-utopie.de/2008/12/01/Flottenaufmaersche-vor-Ostafrika-und-im-Persischen-Golf-Hintergruende-und-Abgruende

Und dort nimmt der deutsche Wahn wieder einmal ganz bedenkliche Folgen an:

DIE ROLLE DEUTSCHLANDS

ist wie immer die der folgsamen Militärs, der folgsamen NATO-hörigen Politmafia, die der korrupten Medien, der korrupten Parteien und der wohl wissenden, aber unendlich feigen Bevölkerung.

Es gibt wieder einmal kein geschichtliches Beispiel für ein so unendlich feiges Volk wie die Deutschen.
Bevor ein Deutscher sich traut die Wahrheit zu sagen, geht er lieber erstmal einkaufen um auf andere Gedanken zu kommen.
Bevor ein Deutscher sich traut die Wahrheit zu sagen, denkt er erstmal 24 Stunden drüber nach, das sah schon die Beschwerde-Ordnung des preussischen Militärs vor.
Bevor ein Deutscher mal die Wahrheit sagt, ist schon wieder so viel Zeit vergangen dass es sowieso jeder weiss und es bereits ein alter Hut ist; und dann steht der Deutsche da und sagt, "Ha, hab ich doch gleich gewusst. Aber gut, dass ich nochmal drüber nachgedacht habe".
Bevor ein Deutscher mal die Wahrheit sagt, muss er wissen dass er damit gutes Geld verdienen kann, denn mit guten Taten kann man bekanntlich nicht bei den Nachbarn angeben.
Bevor ein guter Deutscher ein einziges Mal in seinem Leben ein guter Mensch ist, muss er erst einmal wissen, dass er nie mit einem solchen verwechselt wird.

Harte Worte von Radio Utopie über den Deutschen. Aber bei allem deutschen Wahn … die können doch jetzt wirklich nicht wahr sein, oder?

Aber … irgendwie unheimlich ist es schon, wenn man sieht, das gerade jetzt – sicherlich zufällig – der Jemen auf unangenehme Art und Weise auf sich aufmerksam macht:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,630504,00.html

Dramatische Meldungen aus dem Jemen: Sicherheitsbehörden berichten, mehrere der am Freitag entführten Geiseln seien tot aufgefunden worden, darunter möglicherweise auch drei deutsche Frauen

Was machen die eigentlich im Jemen? Nun, helfen.

Und wenn unsere Jungs dann mal da unten sind, dann könnten sie doch dort auch gleich mal mit aufräumen helfen. Damit deutsche Frauen im Ausland wieder sicher sind.

So … wurde früher übrigens Kolonialpolitik gemacht. Erst kamen die Missionare, dann die Soldaten.
Deshalb haben die Japaner die Missionare einfach mal ´rausgeschmissen. Heute kommen Helfer, Touristen, Frachter … und dann?

Wie wäre es eigentlich mal mit dem Slogan: Deutsche ´raus aus dem Ausland … anstatt immer nur Ausländer ´raus aus Deutschland. Müßte doch auch andersrum gelten ….

Quelle: Netzwerkpartner Eifelphilosoph

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» Von SaarBreaker (1894) am Dienstag, 16. Juni 2009, 23:31 Uhr
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» Kategorien: Deutschland, Gesellschaft, Politik
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