Der Kampf um Kirgisien
Von Jochen Hoff | Netzwerkpartner
Kirgisien ist ein wirklich wunderschönes Land, das sich an der Schnittstelle zwischen Nomadentum und moderner Wirtschaft, zwischen Stammesfürsten und Demokratie befindet. Es ist ein zerbrechliches Gebilde, das eigentlich den Schutz der Weltgemeinschaft brauchte.
Leider liegt Kirgisen an der Grenze zu China und verfügt über Öl- und Gasreserven was es zum Spielball des US-Imperialismus macht und gleichzeitig seine nationale Existenz gefährdet. Kirgisien hat daraufhin die Notbremse gezogen und versucht die US-Amerikaner aus dem Land zu werfen, was diese aber geflissentlich ignorieren.
Ähnlich wie in Deutschland, wo die USA zwar immer mal wieder mit ihrem Abzug drohen, bleiben sie hartnäckig und sind schlimmer als Läuse und Bettwanzen nicht zu entfernen. Ginge es nach Recht und Gesetz müssten die USA ihre Sachen zusammenpacken und das Land bis zum 18. August verlassen. Bis heute haben sie noch nicht einmal ihre kirgisischen Zivilangestellten entlassen. Sie gehen einfach nicht weg.
Statt dessen müssen Leute wie Frank Walter Steinmeier ihren nicht vorhandenen Einfluss geltend machen und den Kirgisen drohen, damit die, sich weiterhin ihr Land und den Aufbau ihres Landes von den USA zerstören lassen. Sogar der Bürgermeister von Bagdad, Hamid Karsei, der fälscherlicherweise immer als afghanischer Präsident bezeichnet wird, muss für die USA betteln gehen. Der gleiche Karsai, dessen Wiederwahl die USA ständig hintertreibt. Aber er hat wohl keine Wahl, wenn er am Leben bleiben will.
Dabei gibt es für die Airbase in Kirgisien keinen wirklichen Grund. Mit dem Diktator von Georgien, dem Herrn Michail Saakaschwili, haben die USA eine willige Marionette, in dessen Land sie alles tun können, sogar zusammen mit Israel Kriege gegen Völker wie die Osseten und Abachasen durchprobieren. Es wäre ein leichtes, die Airbase nach Georgien zu verlegen.
Eigentlich brauchten die USA, die Basis in Kirgisien überhaupt nicht, da ihre Langstreckentransporter von den USA aus, jeden Punkt der Erde erreichen können. Es geht also nicht um die Basis, sondern es geht darum, eine militärischen Stützpunkt zu haben, von dem aus sie das Gebiet um das kaspische Meer zusammen mit Kräften aus Georgien in die Zange nehmen können, um die Öl- und Gasreserven zu erobern. Dazu können sie von dort aus China destabilisieren.
Wäre der Krieg in Afghanistan nicht schon längst verloren, könnten die US-Flugzeuge auch in Kabul landen, aber das ist wohl nicht mehr sicher genug und die USA möchten ungern, eine komplette Basis mit Waffen verlieren, wenn sie sich zurückziehen müssen. Selbst dem Kommandeur der US-Truppen im Nahen und Mittleren Osten, General David Petraeus, geht langsam aber sicher der Optimismus aus, wenn er zugeben muss, dass sich die Zahl der Angriffe in Afghanistan mit über 400 alleine im letzten Monat fast verdoppelt hat.
Auch die Pakistani melden einen Sieg nach dem anderen. Das ganze klingt so verzweifelt, wie das Geschrei aus Hitlers Bunker, während die Russen immer näher kamen. Denn all die tollen pakistanischen Siege, und die vielen getöteten Feinde sind eher lächerlich. Die “Taliban” oder besser diejenigen die sich nicht unterdrücken und von den USA töten lassen wollen, weichen einfach aus. Man kann mit einer regulären Armee keine Partisanen besiegen und die pakistanische Armee ist ebenfalls mit Widerständlern durchsetzt, was die Geheimhaltung unmöglich macht.
Auch im Irak sieht es nicht besser aus. Seit zwei Monaten nehmen Angriffe der Widerstandskämpfer an Intensität und Kraft ständig zu. Ein Höhepunkt ist nicht abzusehen.
Obwohl alle Welt weiß, dass der Krieg in Afghanistan bereits verloren ist und das Pakistan ebenfalls unterliegen wird, lässt Obama nicht nach. Er will den verlorenen Krieg gewinnen und er braucht das Öl und das Gas vom kaspischen Meer um seine Schulden bezahlen zu können. Zur Zeit wird alles unternommen um den Druck auf die kirgisische Regierung zu erhöhen. Da gelten die Beschlüsse des kirgisischen Parlamentes nichts und da wird auch auf Demokratie und Selbstbestimmung der Völker mit einem Lachen geschissen. Obama ist Bush und Bush war Obama. Es bleibt die gleiche verdorbene USA, die ihre Interessen mit aller Macht und ohne Rücksicht auf Verluste durchsetzt.
So hat die USA Lateinamerika immer wieder ins Mittelalter zurückgeworfen, so haben sie Asien niedergebombt und so werden sie Kirgisien und die Staaten am kaspischen Meer verwüsten. Sie werden Millionen von Toten in Kauf nehmen, wenn die Welt ihnen nicht in den Arm fällt. Unsere Systemmedien berichten bewusst nicht von den Hintergründen, weil eine amerikakritische Berichterstattung in einem Land, das praktisch noch immer von den USA besetzt ist, einfach der eigenen Karriere zu sehr schadet.
Nachdem die Grünen aus den Reihen der Friedensbewegung ausgetreten sind und die Linke bei diesem Thema nur sehr vorsichtig agiert, bleibt eigentlich nur das Volk, das etwas ändern könnte. Werfen wir die amerikanischen Besatzungstruppen aus dem Land. Ohne die Sttützpunkte der USA in Deutschland ist ein Teil der US-Militärkraft schon gebrochen. Natürlich können sie nach Polen und Tschechien ausweichen, die ja gerne bereit sind am amerikanischen Hintern zu lutschen.
Allerdings haben sie dort nicht die Sicherheit, die sie in Deutschland hatten. Russland würde eine US-Basis in Polen oder Tschechien viel schneller vernichten, wenn es sich ernsthaft bedroht fühlt, als eine in Deutschland. Deshalb hilft es das US-Militär aus Deutschland zu werfen. Sollen sie ihren Imperialismus doch bitte schön woanders ausüben.
Für Kirgisien wäre es gut, wenn deutsche Urlauber die Gelegenheit nützten und dort einen Urlaub machen würden, der sich sicher lohnt und ein Erlebnis ist. Je mehr Deutsche Kirgisien und die Kirgisen kennen, desto weniger können unsere Medien lügen. Natürlich wäre es auch nützlich, wenn die deutsche Wirtschaft einen engeren Schulterschluss mit den Kirgisen suchen würde. Stellen wir uns dem Kriegstreiber Obama und den USA in den Weg.
Quelle: Duckhome
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» Von Jochen Hoff (67) am Montag, 15. Juni 2009, 23:39 Uhr
» read: 4590 · today: 13 · last: 20. März 2010
» Kategorien: Deutschland, Krieg und Frieden
» Tags: Afghanistan, Deutschland, Imperialismus, Kirgisien, Pakistan, Russland, Sowjetunion, USA
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