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Bayer – So richtig schmutziger Turbokapitalismus

Von Jochen Hoff am Donnerstag, 14. Mai 2009, 19:59 Uhr

Von Jochen Hoff

Es gibt Firmen die machen einen so richtig wütend. Sie sind verdorben und verkommen bis ins Mark. Nehmen auf nichts Rücksicht und versuchen sich auf alle erlaubten und vermutlich auch unerlaubten Arten zu bereichern. Sie kennen keine Verantwortung und sind insgesamt nicht kompatibel mit einer sozialen, solidarischen Gesellschaft. Eine solche Firma ist die Bayer AG, eine Nachfolgerin der I.G. Farben deren menschenverachtender Ungeist auch heute noch immer wieder durchzuschlagen scheint.

Der Vorstandsvorsitzende der Bayer AG ist Werner Wenning und der ist ein echtes Herzchen. Auf seiner Hauptversammlung freut er sich darüber, dass das Jahr 2008, das operativ erfolgreichsten Jahre in der Unternehmensgeschichte war und spendiert seinen Aktionären eine Erhöhung der Dividende um 3,7 Prozent. Ist Herr Wenning nicht ein guter und verlässlicher Freund, des Großkapitals.

Aber er ist ein genau so verlässlicher Feind der Bayer Arbeitnehmer. Denen erhöht er nämlich nichts. Er senkt bei denen die Arbeitszeit und den Arbeitslohn und er fordert noch mehr Flexibilität und bereitet ja auch schon Kündigen vor. Das Geld das er dem Großkapital in den Rachen wirft, sollen die Bayer Arbeitnehmer für Wenning einsparen. Er ist ein echtes Herzchen. Ein typischer Manager halt.

Aber Wenning ist auch ein fanatischer Feind der Umwelt. Die Bienen zum Beispiel mag der feine Herr gar nicht. Die ließ er im Vorjahr in Baden-Württemberg und jetzt in Österreich ausrotten und er weiß, das 4 Jahre nach der letzten Biene auch der Mensch stirbt.

Aber ob Menschen sterben interessiert ihn auch nicht. Er will hochgiftiges Kohlenmonoxid per unterirdischer Pipeline von seinem Dormagener Werk zum Standort Krefeld leiten. Ein Teil der 67 Kilometer langen Strecke geht durch Wohnanlagen, an Schulen und Kindergärten vorbei und das Kinder magisch von solchen Plätzen angezogen werden, ist auch bekannt. Dazu liegt das Ganze in einem Erdbebengebiet.

Bei einem Loch von 5-6 Millimeter Größe in dieser Leitung werden die Menschen noch in 100 Meter Abstand innerhalb von ein bis zwei Minuten sterben, bei 4 Millimetern beträgt die Todeszone 57 Meter. Außerhalb dieser Hochrisikozonen sind die Menschen jedoch nicht außer Gefahr, sondern sterben etwas langsamer, in 10 Minuten, 20 Minuten und später oder sie tragen im Überlebensfall schwere gesundheitliche Spätschäden davon.

Aber diese Toten interessieren Herrn Wenning nicht. Warum auch. Sie dienen doch dem Profit und machen letztendlich auch ihnen zu einem der Superreichen. Deshalb will er den Menschen auf der Welt mit der Kartoffel auch noch eine der wichtigsten Nahrungsquellen nehmen. Seine Gendreckskartoffel mit dem lieblichen Namen Amflora wurde zu einer reinen Stärkekartoffel verhunzt die für den menschlichen Verzehr und als Viehfutter kaum mehr geeignet ist.

Diese Kartoffel wird nun überall wo es eben geht angepflanzt und soll sich, wie es Monsanto mit seinem Gen-Raps bei Percy Schmeiser gemacht hat, in alle anderen Kartoffelsorten auskreuzen. Diese Art von Auskreutzung ist ein stiller Krieg gegen die Menschheit und wird langfristig die gesamten Ackerflächen vernichten.

Natürlich wird Bayer abstreiten, das immer mehr und gefährliche Pestizide gebraucht werden, damit ihre Gendreckskartoffel gedeihen kann, aber das Monsanto auch gelogen. Heute bleiben in Afrika die Maiskolben leer und über all tobt das Denguefieber.

Werner Wenning weiß das alles, aber es interessiert ihn nicht. Es interessierte ihn auch nicht, dass seine Leute in die Amflora ein Gen eingebaut haben, das die Gendreckskartoffel gegen zwei Antibiotika resistent macht. Dieses Gen war nur nötig, damit Wenning seine Kartoffel über diesen Gen nachweisen kann, wenn sie erst einmal ausgekreutzt ist. Ansonsten hat dieser Marker keine Bedeutung. Er ist nur da, um Wenning Gewinn zu verschaffen.

Dummerweise haben wir schon heute Problem mit vielen Krankheiten, wie z.B. die Tuberkolose, die schon gegen viele Antibiotika resistent ist. Wenning hat entschieden, dass dies Gen aus Kostengründen in der Gendreckskartoffel bleibt und damit entschieden, dass zwei wichtige Antibiotikastämme, für die zukünftige Nutzung am Menschen ausfallen, da sie im Massenanbau der Kartoffel sicher auf Bakterien übergehen und damit schnell Resistenzen entstehen. Damit hat er Milionenen zum Tode verurteilt und kann trotzdem grinsend über die Straße gehen.

Ein Land in dem solche Menschen noch in ihren Positionen bleiben und sehr gutes Geld verdienen können ist ein armes Land. Aber es gibt eben keine Ehre oder Verantwortungsgefühl unter Managern mehr. Allerdings muss man sie nicht grüßen und man darf sich ihre Namen für bessere Zeiten merken, wenn es wieder einmal eine Justiz gibt, die diesen Namen verdient.

Quelle: Duckhome

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» Von (68) am Donnerstag, 14. Mai 2009, 19:59 Uhr
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» Kategorien: Wirtschaft
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1 Kommentar zu “Bayer – So richtig schmutziger Turbokapitalismus”
  1. 1
    Gravatar von klaus  baum
    Kommentar von klaus baum
    am Donnerstag, 14. Mai 2009 22:03

    bayer stellt, so weit ich weiß, auch permethrin her, ein mottengift, dass auch menschen krankmacht, wenn sie wollteppiche in ihren wohnungen auslegen.

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