Armes krankes sterbendes Deutschland
Vom Eifelphilosoph
Armes Deutschland.
Nein, also, nicht das es mir leid tut. Keine Sorge … ich habe eigentlich nichts patriotisches an mir.
Damit habe ich abgeschlossen seit meinem Besuch in Dachau und etlichen Tagen Filmmaterial über die Konzentrationslager.
Armes Deutschland, weil es jetzt arm ist. Und krank.
Hat ein Mensch eine Vergiftung, so würde man mit aller Macht das Gift bekämpfen.
Gibt es in eine Ursache der Vergiftung in den Extremitäten, die beständige weitere Vergiftungen
als sicher erscheinen läßt … sagt man die Extremität ab.
Ein Freund von mir, Arzt von Beruf, hat aus diesen Gründen seinen Fuß abschneiden lassen – ganz konsequent.
Gab eine andere Möglichkeit, meinte er. Ich bin geneigt, ihm zu glauben. Das Gift darf halt nicht in den Körper dringen….sonst stirbt der Rest auch.
Nun, unsere "Leistungsträger" haben anders entschieden als mein Freund. Sie holen das Gift jetzt einfach mal selbst in den Körper. "Giftige Papiere" werden in "Bad Banks" entsorgt, sprachlicher Sondermüll der nichts anderes besagt, als das letztlich der Staat den Mist, den private Banken angerichtet haben,
selber schluckt, um die Tempel der neuen Wirtschaftsreligion nicht abreißen zu müssen.
Die Gesellschaft mutiert zum bedingungslosen Privatbankenförderverein.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,621412,00.html
Und … wie auch in der Biologie … beginnt der Rest des Körpers zu sterben:
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/erste-rentenkuerzung-seit-1957-droht;2254004
Die Überversorgung überflüssiger, erkrankter Bereiche, die dringend einer Amputation bedürften, alldieweil sie weiteres Gift produzieren, führt automatisch zur Unterversorgung der gesunden Bereiche:
z.B. auch die Arbeiter bei Mercedes Benz dürfen deshalb jetzt die Rechnung der Banken mitbezahlen, 73000 von ihnen bekommen jetzt erstmal weniger:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,621415,00.html
Ungeniert produziert jedoch der amputationspflichtige Körperteil weitere Gifte, von denen zum augenblicklichen Zeitpunkt noch niemand etwas wahr haben will, obwohl schon seit Monaten darüber gesprochen wird: der Kreditkartenchrash in den USA, noch mal knapp 1000 Milliarden Dollar, genauso
elementar wie die Hypothekenkrise, genauso unaufhaltsam … und genauso "überraschend" wie der morgendliche Sonnenaufgang (jedenfalls für manche "Experten"):
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,621263,00.html
In der Medizin würde man nun, zur Rettung des menschlichen Körpers, einfach alle Bereiche absägen, die den Leib zu vergiften suchen.
In der Politik jedoch arbeitet man scheinbar sinnfrei ganz anders: man läßt den Körper ausbluten, um die verseuchten Extremitäten möglichst lang am Leben zu erhalten.
Nun … in Zeiten der Transplantation werden unsere kranken Extremitäten wohl in der Hoffnung leben, das der Körper der Nation lange genug durchhält, das man sich irgendwo anders anpflanzen kann.
Wenn sie sich von Experten haben beraten lassen … und damit ist bedauerlicherweise wohl zu rechnen …
dann scheinen sie jedoch schlecht beraten zu sein, denn deren mangelnde Qualitäten zeigen sich heute wie vor siebzig Jahren, doch scheinbar hat man nichts dazugelernt:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,621313,00.html
Nun, Hauptsache ist ja auch, diese "Experten" weiterhin gut zu bezahlen, damit man treue Leistungsträger hat, die tun, was man ihnen sagt: politisch nützlichen Unsinn zu verbreiten, damit die kranken Teile der Gesellschaft Zeit gewinnen, ihre Überversorgung auf ein Maximum zu fahren, während der Rest … dahinsiecht.
Aber da ist es doch schön, in diesen unerträglichen Zeiten noch Gesichter zu sehen, die sich freuen können:
(Leider ist der Artikel mit dem triumphal grinsenden Ackermann … gerade eben wieder verschwunden. Aber … mir ging es ja nur um das Photo … und dieses besondere Lächeln. Nun – bemüht eure Phantasie, dann kriegt ihr´s hin).
Armes Deutschland.
Es ist krank. Vergiftet worden.
Es ist Pleite. Und wird weiter ausgesaugt.
Es wird sterben.
Trotz allem … schade irgendwie.
Quelle: Eifelphilosoph Blog
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» Von SaarBreaker (1894) am Sonntag, 3. Mai 2009, 16:37 Uhr
» read: 2867 · today: 5 · last: 11. März 2010
» Kategorien: Deutschland, Nachdenkliches
» Tags: Ackermann, Armut, Banken, Bankrott, Eifelphilosoph, Hartz IV, Nachdenkliches, Pleiten, Politik
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