Vorbereitung des Zensursystems

Von JulieMein Politik-Blog

Die Durchsuchung bei “wikileaks” ist kein Ausrutscher

Von Karl Weiss

So war es schon in der Sklavenhaltergesellschaft, war es im Feudalismus und so ist es heut e im Kapitalismus. Die Herrschenden und ihre Lakaien haben es gar nicht gern, wenn ihre kleinen und grossen Irrtümer, Betrügereien, unter den Teppich gekehrte Vergehen und „Leichen im Keller” aufgedeckt und an die Öffentlichkeit gebracht werden.

Der Gegner ist nicht der kleine Mann, der übers Ohr gehauen wird und ergebnislos protestiert, der Gegner ist der Aufklärer.

Aufklärung ist das, was alle Herrschenden seit den ersten Klassengesellschaften der Menschheit immer fürchten. Dafür setzen sie dann schon einmal unlautere Mittel ein. Im alten Rom wurde jemand, der unangenehmes über einen der Konsul wusste, schon einmal ans äusserste Ende des Reiches auf Kriegsführung geschickt, wie das Julius Cäsar widerfuhr, im Feudalismus wurden Personen, die Dinge wussten und hätten ausplaudern können, einfach zu Hexen oder Hexern erklärt und auf öffentlichem Platz verbrannt.

Aber auch hier, im Kapitalismus, ist der Hauptfeind der Herrschenden immer die Wahrheit. Da hat man denn schon einmal eine ganze Reihe von Journalisten über Jahre abhören lassen, darunter einen des Spiegel, um eine „undichte Stelle” herauszufinden.

Da wurden denn schon einmal eine ganze Reihe von Journalisten mit Anzeigen überzogen, weil sie das Fax an die Öffentlichkeit gebracht hatten, das belegte, Steinmeier hat im Fall des Guantanamo-Häftlings Kurnaz gelogen. Er hatte behauptet, die US-Regierung hätte nie die Überstellung von Kurnaz nach Deutschland angeboten, weil er als unschuldig angesehen werde. Doch genau das stand in jenem Fax. Wie peinlich!

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3 Antworten auf Vorbereitung des Zensursystems

  1. Der Mongole sagt:

    Stimmt schon, dass es vielleicht in Deutschland ein paar Journalisten gibt, die versuchen über die Wahrheit zu schreiben, aber das darf nicht darüber hinwegtäuschen das fast die gesamte Presse und Medien in Deutschland zensiert werden, z.B. über die Landesmedienanstalten, die Lizenzen vergeben. Auch viele Zeitungen in Deutschland sind ja aufgekauft worden von Personen, die bestimmten politischen Parteien in Deutschland nahe stehen oder von den großen Parteien selbst.

  2. SaarBreaker sagt:

    Das Internet ist/war der letzte freie Raum, indem Journalisten frei berichten konnten. Doch die meisten nutzten dieses Medium kaum und wenn doch, die Berichte zu “aufklärerisch” waren, gab es eine Abmahnung oder sonstige Einschüchterungstaktiken wie z.B. eine Hausdurchsuchung. Die Wikileaks-Betreiber in D waren nicht die Ersten, bei denen ein Hausdurchsuchung durchgeführt wurde. Ich möchte hier nur an die Tor-Betreiber in Deutschland erinnern oder an den Journalisten bei Teleplois…

  3. Battlecat sagt:

    Es ist doch bekannt im ganzen Land, das immer der kleine Mann der Böse ist.
    Wer Geld hat, hat nichts zu befürchten. Das ist hier genauso wie überall auf der Welt!
    Und wenn doch mal was Verrutscht, dann Kauft man sich eben wieder Frei.

    Wer hier noch an das Recht der Meinungsfreiheit glaubt, wird sehr schnell merken, das es sowas wie “recht auf…” nicht gibt.

    Das einzige “Recht” was man hier noch hat, ist das recht Auszuwandern….aber wohin?
    Ansonsten gilt “Schnauze halten, sonst knallts!”

    Mit Geld sieht die Sache anders aus, wer genug “Kleingeld” hat, kann sich das
    “Recht auf…” kaufen.
    Auch in Deutschland gibt es mehr wie genug Fälle davon.:!:

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