Berlin kündigt die unverzügliche Versenkung von Piratenschiffen an
BERLIN/EYL (Eigener Bericht) – Berlin kündigt den Beschuss und das Versenken von Piratenschiffen vor dem Horn von Afrika an. Wie der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag erklärt, müssen die Schiffe im Falle von Angriffen "auf hoher See unverzüglich versenkt werden". Auch stehe der Einsatz von Sonderkommandos der Bundespolizei und der Bundeswehr bevor. Einen entsprechenden Beschluss, der auf eine "härtere Gangart im Kampf gegen die Piraterie" hinauslaufe, habe die Bundesregierung inzwischen gefällt. Bisher galt das Versenken von Schiffen wegen der Gefahr der Verwechslung mit Fischerbooten in Berlin als wenig opportun. Parallel zur Brutalisierung des Marineeinsatzes soll in dieser Woche eine Ausdehnung der Militärintervention auf somalisches Festland erörtert werden. Während die Bundeswehr ihren Aktionsradius erweitert, erklären Wirtschaftsvertreter, die Bedrohung des Welthandels durch Piraterie werde in der Öffentlichkeit stark übertrieben. Weithin unbeachtet bleibt die Ursache für die Freibeuterei vor der Küste Somalias: der vom Westen beförderte Verfall in Ländern, die sich der westlichen Hegemonie entziehen.
Wie der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl (CSU), erklärt, werden Piraten "künftig mit allen militärischen und polizeilichen Mitteln (…) hart bekämpft".[1] Dies habe die Bundesregierung beschlossen. "Bei Piratenangriffen kann es nur eine richtige Antwort geben", sagt Uhl: "Die Schiffe der Seeräuber müssen auf hoher See unverzüglich versenkt werden".
Quelle: German-Foreign-Policy
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» Von SaarBreaker (1894) am Montag, 20. April 2009, 21:48 Uhr
» read: 1937 · today: 3 · last: 20. März 2010
» Kategorien: Politik
» Tags: Ausbeutung, Deutschland, Piraten, Politik, Raub, Rohstoffe, Somalia, Unterdrueckung
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am Montag, 20. April 2009 22:28
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am Dienstag, 21. April 2009 15:41
Das Versenken der Piratenschiffe stellt eine nicht zu verantwortende Umweltverschmutzung des Ökosystems “Wasser” vor der somalischen Küste dar. Weder an der deutschen Nord- oder Ostseeküste wären solche Maßnahmen zulässig, hier würden die strengen deutschen sowie europäischen Umweltstandards greifen, die Verantwortlichen würden mit empfindlichen Strafen zu rechnen haben. Die Schiffe der Piraten sollten stattdessen aufgebracht und zum Abwracken in einen sicheren Hafen bugsiert werden. Hier könnte dieses von den Piraten unter fachkundiger Aufsicht eines Abwrackers in Eigenleistung geschehen, dafür sollte die UNO Abwrackprämien nach deutschem Vorbild oder eine Verschrottungshilfe bezahlen. Sicherlich haben die somalischen Piraten auch keine fundierte Schulausbildung, so dass sie ihr unrechtmäßiges Handeln gar nicht voller Tragweite überblicken können, entsprechend ist ein Verletzen oder gar Töten dieser bedauernswerten Geschöpfe ein barbarischer Akt asymetrischer Kriegsführung. Sollten deutsche Soldaten zu Tätern werden, ist ihnen in Deutschland gnadenlos der Prozess zu machen.