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Asse II, Tschernobyl und die verantwortungslose Atommafia

Von Jochen Hoff am Montag, 27. April 2009, 21:28 Uhr

Von Jochen Hoff, Duckhome

Am 26. April 1986, also vor 23 Jahren und einem Tag ereignete sich im Kernreaktor Tschornobyl Block 4, der Supergau. Genau der Supergau, den die Atommafia immer weit von sich gewiesen hatte. Er galt als rein theoretische Größe. Reinhard Lütkemeyer hat sich mit den 23 Jahren voller Lügen um Tschernobyl ausführlich beschäftigt. Geradezu typisch kommt jetzt auch die Aussage, der russischen Regierung, dass sich ein solcher Unfall niemals wieder holen könne. Eine weitere dummdreiste Lüge. Jedes Kernkraftwerk ist maximal 30 Minuten vom Gau entfernt. Das liegt in der Natur der Dinge.

Aber Tschernobyl zeigt nur einen Teil der Misere. Vattenfall mit Krümel und die anderen auseinanderfallenden AKWs im Westen der Bundesrepublik sind beredete Zeugen, dass wir ständig in einer immensen Gefahr leben. Die Wildschweine in Bayern müssen heute noch auf radioktive Belastung geprüft werden und viele können auch heute noch nicht zum Verzehr freigegeben werden. Aber wenigstens sind sie leichter zu jagen, weil sie ja im Dunkeln leuchten.

Egal wie man zur Frage des nächsten Supergau steht und für wie unsicher man Atomkraftwerke hält, bleibt die Frage des Atommülls. In Deutschland ist diese Frage besonders wichtig, weil wir hier eine seltsame Art von Wissenschaftler haben, die es gewohnt ist auf vorgegebene Antworten, angeblich wissenschaftliche Beweise zu knüpfen, die wenigstens den Flügelschlag eines Schmetterlings aushalten sollen.

Ein besonders schönes Beispiel ist der Schacht Asse II. Schon das Wort Asse II sagt uns ja, dass es vermutlich schon einmal einen Schacht Asse I gegeben hat. Dem ist auch so. Er liegt nur 1400 von seinem Bruderschacht entfernt. Dieser Schacht existierte von 1899 bis 1905. Dann wurde versehentlich eine Salz/Tonschicht durchbohrt und das Ding lief innerhalb eines Jahres voll Lauge und musste aufgegeben werden.

Flugs wurde Asse II abgeteuft und das Spiel ging weiter. Es ist übrigens wirklich nicht schlimm wenn ein Salzbergwerk absäuft. Das kommt bei Salzstöcken und Kalkgebirgen immer wieder vor. Es ist reine Natur. Selbst wenn die Höhlen im Berg von Menschen gemacht sind, schadet das nicht viel, weil nur ein wenig Material wegrostet und Rost ist kein Problem. Im schlimmsten Fall versalzen einige naheliegende Quellen, aber das war es dann auch.

Wenn man wie die ehemalige Gesellschaft für Strahlenforschung mbH (GSF), die heute Helmholtz Zentrum München (HMGU) heißt, in einem solchen Salzberg hochgiftigen Atommüll einlagern will und dann nicht einmal berücksichtig, das in 1400 Metern Entfernung der Bruderschacht bereits abgesoffen ist, dann hat das schon etwas eigenartiges.

Man muss dazu sagen, dass diese Helmholtzbande natürlich nicht aus echten Wissenschaftlern besteht, sondern aus Auftragswissenschaftlern. Das sind Leute die sich einem Ziel unterordnen. Meist besteht das Ziel darin für ihre Auftraggeber einen billigen Mißbrauch von Umwelt, Natur und Menschen zu ermöglichen und dabei so zu tun, als sei all dies wissenschaftlich und somit richtig. Es sind hochbezahlte Lügner und Betrüger.

Wichtig ist auch zu wissen, das sich solche Leute immer hinter anständiger Forschung verstecken. In der Helmholtz-Gesellschaft muss das Polarforschungsinstitut Alfred Wegner die Decke machen. In der Leibnitz-Gesellschaft gibt es andere, die Deckung für die kriminellen Volkswirtschaftsinstitute liefern. Dabei sind Helmholtz wie Leibnitzgesellschaft nur Dachorganisationen, die Geld vom Staat anfordern, um mit ihren Wissenschaftslügen dem Großkapital zu dienen.

Meist passiert das auch noch unter dem Exzellenz-Gedanken, weil sich ja die größten Betrüger schon immer für etwas besseres hielten. Schlimm daran ist vor allem, dass die Bevölkerung getäuscht und wirkliche Forschung oft unmöglich gemacht wird. Assse II könnte allerdings ein herber Schlag für diese Banden werden.

Es steht fest, das der Gedanke des Forschungsbergwerks nie wirklich vorgesehen war. Die Fässer mit dem radioaktiven Müll wurden einfach über hunderte von Metern gestürzt, anstatt sie dort hinzubefördern und ordentlich zu lagern, um eine schnelle Bergung zu ermöglichen. Die Verbrecher haben in einem Forschungsbergwerg vollendete Tatsachen geschaffen, indem sie die Fässer einfach zerbrechen ließen und damit den Atommüll ungeschützt der aggressiven Umgegbung aussetzten.

Natürlich kam auch in Asse II das Wasser. Eigentlich war es schon lange da. Aber heute hat man stärke Pumpen und pumpte es fröhlich im Kreise. Man verbrachte es ohne Genehmigung auch in andere Salzstöcke. Vermutlich hätte man es auch in Gorleben abgekippt, aber dort will man ja noch eine größere Schweinerei veranstalten. Die Helmholtz Banditen nahmen wie heute feststeht eigentlich alles was es so an Sondermüll gibt. Pflanzenschutzmittel, Bundeswehrschrott, Arsen, selbst Tierkadaver.

Nichts davon wurde fachgerecht untergebracht, für vieles gab es keine Genehmigung und anständige, verantwortungsvolle Menschen hätten das Experiment schon vor Jahren abgebrochen. Aber die Auftragswissenschaftler sind nicht anständig, nicht verantwortlich. Es geht ihnen um den persönlichen Profit, das persönliche Weiterkommen und auch um das Lob der Atommafia, die glänzend an den billigen Lagermöglichkeiten verdiente.

Es wird sich nie ein Staatsanwalt in Deutschland finden, der die Verantwortlichen und die Auftraggeber anklagt. Denn folgende Ministerpräsidenten haben in Asse weggesehen. 1961–1970 Georg Diederichs SPD, 1970–1976 Alfred Kubel SPD, 1976–1990 Ernst Albrecht CDU, 1990–1998 Gerhard Schröder SPD, 1998–1999 Gerhard Glogowski SPD, 1999–2003 Sigmar Gabriel SPD und seit 2003 Christian Wulff CDU.

Unsere Zensurursula wird schon nicht zulassen, dass etwas auf ihren Vater fällt, sie deckt ja auch das illegale Glücksspiel ihres Bruders. Das die SPD den Genossen der Bosse, den Schröder angreifen lässt, ist unverstellbar und Sigmar Gabriel segnet jetzt als Umweltminister seine eigenen Versäumnisse ab. Das gibt es keine Hoffnung. Sie werden alle davonkommen.

Über Tschernobyl wird jetzt ein neuer Sarkophag gebaut. Gleichzeitig wird überlegt, wie man den geschmolzenen Kern erreichen und bergen könnte. Man kann unter einem Endlager in einem Salzstock oder sonstigen Gebirge keine Schutzschicht errichten. Die einzig möglich Lagerung ist oberirdisch in Hallen in denen jeder Behälter ständig kontrolliert werden kann. Wir müssen eben ein paar Millionen Jahre lang, alle paar Jahre umpacken um sichere Behälter zu haben.

Die Menge an atomar verseuchtem Schrott wird riesig werden. Es wird mehr Geld kosten als Tausend Weltwirtschaftskrisen. Aber es bleibt uns keine Wahl. Wichtig ist nur diese eng mit der Atommafia verbündete oder vielleicht auch gekaufte Regierung zu verjagen und dann aus allen Lagern alles herausholen. Natürlich müssen die Energieerzeuger und Trassen ohne Schadensersatz enteignet werden. Da viele Mitglieder der Atommafia auch in Wasser investiert haben, sind auch diese und andere Beteiligungen zu enteigen.

Trassen und Energieerzeugung sowie Wasser kann man nicht der freien Wirtschaft überlassen. Sie wird damit immer nur kriminell umgehen.

Quelle: Duckhome

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» Von (68) am Montag, 27. April 2009, 21:28 Uhr
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