Amoklauf von Winnenden: Neue zweifelhafte Tatversion
Der Focus berichtet von neuen Ermittlungsergebnissen, wonach sich der Amoklauf des 17 jährigen Tim K. in Winnenden ganz anders abgespielt haben soll. Doch auch diese Darstellung kann nicht der Wahrheit entsprechen, denn da heißt es:
Beim anschließenden Schusswechsel mit einem Beamten wurde K. in beide Beine getroffen – in das Sprunggelenk des linken Fußes und in die rechte Wade – und setzte sich daraufhin auf den Boden.
Man beachte die Schussverletzung: in beide Beine!
„Nach Aufforderung legte er seine Waffe neben sich auf der Straße ab und hob die Hände über den Kopf“, zitiert FOCUS aus den Ermittlungsakten. „Daraufhin verließ der Polizeibeamte seine Deckung und ging mit der Waffe im Anschlag einige Meter in Richtung des Täters.“
In diesem Moment sei der scheinbar überwältigte Amokläufer aufgestanden, habe seine Pistole ergriffen und erneut das Feuer auf den Polizisten eröffnet. „Der Beamte versuchte, durch weitere Schussabgaben ein Flüchten des Täters zu verhindern. Trotzdem konnte dieser in das direkt angrenzende Autohaus gelangen“, heißt es in den Polizeiprotokollen.
Der Beamte hatte offensichtlich keine Mühe Tim K. aus größerer Entfernung an beide Beine zu treffen, ist dann aber bei kleinerer Distanz zum Amokläufer nicht in der Lage, bei weiteren Schussabgaben zu treffen? Tim K. muss demnach mit schweren Schussverletzungen, darunter ein Steckschuss im Sprunggelenk, sehr schnell gewesen sein.
Laut dieser Version wurde Tim K. noch vor dem Massaker in Wendlingen schwer verletzt und trotzdem soll er mit einem Steckschuss im Sprunggelenk, zwei Menschen im Autohaus erschossen und zwei Polizisten in zivil aus nächster Nähe in den Kopf geschossen haben? Und anschließend begibt er sich wieder auf einem Parkplatz um sich selbst zu erschießen?
Niemand steht mit zwei Schussverletzungen in beide Beine auf und läuft irgendwo hin, auch Tim K. nicht!
Diese Darstellung, die von der Staatsanwaltschaft im SWR bestätigt wurde, ist mehr als zweifelhaft, wenn nicht gar frei erfunden.
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» Von SaarBreaker (1894) am Samstag, 4. April 2009, 13:43 Uhr
» read: 2350 · today: 3 · last: 18. März 2010
» Kategorien: Information, Justiz, Manipulation
» Tags: Amok, Justiz, Manipulation, Winnenden, Zweifelhaft
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am Samstag, 4. April 2009 14:16
Ist schon interessant mit anzuschauen, wie man versucht ist den angeblichen Selbstmord zu erklären und diesbzgl. von bewiesenen Einsatzfehlern abzuweichen. In erfurt gab es ähnliche Ungereimtheiten die bis heute nicht aufgeklärt wurden und scheinbar nicht aufgeklärt werden sollen. Was ist mit den fehlenden Sekunden aus dem Handy-Video im Fall Tim K.? Das erscheint mir aktuell als die wichtigste Frage zur Aufklärung des Todes von Tim und den Einsatzfehlern der Polizei.
am Samstag, 4. April 2009 15:21
“Niemand steht mit zwei Schussverletzungen in beide Beine auf und läuft irgendwo hin, auch Tim K. nicht!”
wenn der typ massiv auf psychopharmaka war, ist schon möglich, dass er überhaupt keine schmerzen empfunden hat und dann läuft der solange wie er bei bewusstsein ist, bzw. wie die beine das rein physikalisch mitmachen.
wurde eigentlich sein leichnam auf irgendwelche substanzen hin untersucht?
was ist mit der restlichen beweissicherung, irgendwo las ich es wären nicht mal die kugeln aus den opfern entfernt und einer bestimmten waffe zugeordnet worden, gibt es eine seite die sich mit dem ganzen fall explizit auseinandersetzt und aktualisiert wird? ich kenne nur vereinzelte artikel..
am Samstag, 4. April 2009 20:33
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