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Und ewig heulen die Sirenen … Anti-Rassismus-Konferenz, Genf

Von Hans-D. Ziran am Freitag, 13. März 2009, 23:43 Uhr

Von Hans-D. ZiranDer AmSeL-Gedanke Plus = Gemeinschaft

Es wird einem mit jedem Tag und „als antisemitisch verunglimpften Event“ schwerer gemacht, sich zurückzuhalten … Israel, USA, Kanada und Italien (die müssen ja irgendwie immer dabei sein, nicht nur unter dem Hosentaschen-Diktator Berlusconi) boykottieren die Konferenz bereits und nun fordern „jüdische Vertreter“, dass auch Deutschland sich dem Boykott anschließen müsse

Quelle: Israelnetz

Wortführer sind, laut dem Bericht, die „Jüdische Gemeinde Berlin“, der Koordinierungsrat deutscher „Nichtstaatlicher Organisationen gegen Antisemitismus“ und das „Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus“ … allerdings hatte der Zentralrat der Juden in Deutschland sich bereits im November mit einem Brief (einer Protestnote respektive Dienstanweisung, wie man wohl richtigerweise sagen sollte) an den Herrn Bundesaußenminister Steinmeier gewandt und den Boykott dieser Veranstaltung „Durban II“ verlangt (warum wohl … doch nicht etwa, weil da schon klar war, was in den darauffolgenden Monaten in Gaza passieren sollte?)

Natürlich kann man jetzt schon Wetten darauf annehmen, dass Merkel, Steinmeier & Co. vor dieser ziemlich eindeutigen Aufforderung kuschen – und wieder einmal „für Deutschland sprechend“ nach der Pfeife der jüdischen Organisationen tanzen werden. Das müssen wir, als das Volk, aber deshalb noch lange nicht hinnehmen.

Zum besseren Verständnis meines aufbrodelnden Zorns möchte ich hier nur einige Passagen des Artikels zitieren und kommentieren:

Die vorliegenden Entwürfe für eine Abschlussresolution enthalten >maßlose, hasserfüllte Anschuldigungen<, die (…) als >antisemitisch bezeichnet werden müssen<.

Was angesichts der „Völker- und Menschrechtsakte“ Israels von solchen Vorwürfen zu halten ist, sollte offensichtlich sein und sie auch umfassend widerlegen.

Nach Ansicht des ZDJ sei es …

… nicht akzeptabel, dass ein Land wie Deutschland an einer >schon jetzt [November 08] erkennbar antisemitischen Propagandaveranstaltung< im UN-Rahmen teilnimmt und dabei mit offenen antisemitischen Kräften wie der Iranischen Republik zusammenwirkt.

Mal abgesehen davon, dass eine solche Äußerung von einer krankhaften Arroganz und ansonsten von der Ansicht geprägt wird, die ich zuletzt hier zu thematisieren und als „Alleinstellungsmerkmal des jüdischen Opferstatus in Bezug auf den Holocaust“ zu umschreiben wagte, wird diese Einstellung auch im letzten Zitat offensichtlich. Angesprochen werden muss aber auch, dass die Israellobby die andauernden Drohungen Israels gegen den Iran geflissentlich unerwähnt lässt.

Mit Blick auf die erste Konferenz im Jahre 2001, die seinerzeit in Durban, Südafrika stattfand und bei der die USA und Israel „frühzeitig die Koffer gepackt hatten und abgereist waren“, wurde von einer „Relativierung des Holocaust durch UN-Mitgliedstaaten“ gesprochen. Im Klartext:

Was ein Zeichen gegen Rassismus werden sollte, sei ein Forum für >bösartige Anschuldigungen und Hetze gegen Israel<, Attacken gegen den als >Form des Rassismus verunglimpften Zionismus<, die Leugnung der >einzigartigen und besonderen Natur des Holocaust< und eine Verzerrung der Bedeutung des Begriffs Antisemitismus geworden …

Wie sich die Zeiten und Argumente doch gleichen – genau wie auch der Hintergrund der berechtigten Kritik gegen die militärisch-politische Führung Israels und ihre globalen Hintermänner damals wie heute vollkommen berechtigt und angemessen sind.

Mehr möchte ich heute nicht mehr dazu schreiben – das habe ich im oben verlinkten Artikel schon getan und werde alle Gegenargumente in einem voraussichtlich am Wochenende erscheinenden Artikel (Hintergrund „Finkelstein-Studien“ und andere israelkritische Quellen jüdischer Herkunft) aus meiner Sicht zum Abschluss bringen.

Fest steht jedoch, dass diese unerträgliche Doppelmoral und Tatsachenver-fälschung, welche der „israelischen Verteidigungs- und Schuldzuweisungsargu-mentation“ innewohnt, die von den „Schutzmächten“ und ihren Regierungen nicht so sehr aus „Geschichts- und Verantwortungsbewusstsein“ übernommen werden, sondern reinem Machtkalkül entspringen, das Maß der absoluten Unerträglichkeit nicht nur erreicht hat, sondern mit jedem Akt dieser Art mehr überschreitet … womit wir dann, wenn wir ehrlich mit den Fakten umgehen würden, auch beim eigentlichen Grund für den tatsächlich weltweit zunehmenden „Antisemitismus“ angelangt wären und uns mit Nachdruck fragen müssten, wer diesen aus welchen abstrusen und abartigen Gründen in die Welt setzt …

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2 Kommentare zu “Und ewig heulen die Sirenen … Anti-Rassismus-Konferenz, Genf”
  1. 1
    Gravatar von tim
    Kommentar von tim
    am Dienstag, 21. April 2009 22:14

    Nur nationalistische Erwachsene aus dem 19. Jh. (wie Hitler und seine “Juden” sowie einige “amerikanische darwinistische” Wissenschaftler) kennen noch solch Vorurteile und hirnrissigen Begriffe wie “wir Juden”, “Rassen”, “Arten”, etc.

    Heutige moderne (globalisierte) Top-Biologen und Mediziner kennen schon längst keine “Rassen” mehr (die man nicht einmal sauber definieren kann), sondern kennen stattdessen nur noch individuelle Körper und Genome (die mehr oder weniger miteinander verwandt sind), die denn auch alle aufrechterhalten werden wollen.

    Poppen und Geld kennt eben keine nationalistischen oder gar “rassistischen” Grenzen…

    Und: Warum haben eigentlich Kinder in der Politik überhaupt nichts zu sagen? Immerhin haben ja Kinder am wenigsten Vorurteile – denn diese (wie auch veraltete Begriffe wie “Juden”, “Afroamerikaner”, “Rassen”, etc.) kriegen sie ja erst durch die versauten bzw. “aufgeklärten” Erwachsenen. Kleinkinder haben untereinander beim Spielen absolut keine Probleme mit anderen Hautfarben etc.

  2. 2
    Gravatar von der mongole
    Kommentar von der mongole
    am Mittwoch, 22. April 2009 12:12

    Lieber Tim,

    dein Kommentar ist so dumm und dämlich, dass es schon peinlich ist ihn überhaupt zu kommentieren. Aber ich will es mal versuchen. Deine so genannten Top – Biologen und Mediziner gibt es nicht, die eine einheitliche Meinung zum Thema Rasse vertreten, da zumal auch nicht alle auf diesem Gebiet spezialisiert sind. Es gibt jedoch Rassen und das ist todsicher. Leute, die behaupten, Rassen gäbe es nicht, arbeiten auf eine multikulturelle Gesellschaft hinaus, in der jeder entwurzelt ist und kein Nationalgefühl hat. Das bedeutet nicht, dass multikulturelle Gesellschaften grundsätzlich schlecht sind. Übrigens könntest du auch gleichzeitig fragen warum außer Kindern nicht auch Hunde in der Politik was zu sagen haben. Kommt auf das selbe hinaus. Kinder sind nämlich genauso beeinflussbar wie Erwachsene. Auch in der Politik. Arbeite am besten an deiner Argumentationsweise. Du musst noch viel lernen.

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