"Man sollte sie aus ihren Chefetagen zerren und mit einem Genickschuss erledigen"
Es gibt kaum ein Land, in dem sich der Volkszorn so diszipliniert ausdrückt wie die USA. Die meisten Demonstrationen bestehen aus einem Häuflein Protestierender, die ihre Transparente zwischen Polizeisperren im Kreis herumtragen.
Als vergangene Woche herauskam, dass 418 Vorstände und leitende Angestellte des maroden Finanz- und Versicherungskonzerns AIG 165 Millionen Dollar in Bonuszahlungen bekamen, nachdem die Firma über 182 Milliarden Steuerdollar erbettelt hatte, kochte die Volksseele endgültig über. Im ganzen Land forderten Demonstranten Gefängnis für Hochfinanz und Banker. Ein Bus mit zornigen Protestlern fuhr am vergangenen Samstag in den noblen Vororten von Connecticut vor, in denen die AIG-Vorstände in prächtigen Kolonialvillen leben. Und als AIG-Chef Edward Liddy ein paar Tage zuvor dem parlamentarischen Finanzausschuss Rede und Antwort stehen musste, brachte er den Ausdruck einer E-Mail mit. In der hieß es: "Die gesamte Geschäftsführung und ihre Familien sollten mit Klaviersaiten um ihre Hälse hingerichtet werden. Wenn die Regierung das nicht hinbekommt, werden wir, das Volk, das selbst in die Hand nehmen und für Gerechtigkeit sorgen."
Ja, es wäre für sie sicherer die Öffentlichkeit nicht wissen zu lassen welchem Job man treu verbunden ist. Rückgängig machen lässt sich der Bekanntheitsgrad aber, Gott-seis-gedankt, nicht.
God bless free people!
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» Von He-Ka-Te (56) am Donnerstag, 26. März 2009, 19:34 Uhr
» read: 5396 · today: 4 · last: 16. Mai 2012
» Kategorien: Aktionen & Demos, Recht und Unrecht, USA
» Tags: AIG | Aufbruch | Aufstand | Polizeistaat | USA | Volkszorn | Widerstand
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