Kapitalismus – das Ende naht
Das was derzeit passiert wurde durch eine weltweite Interessenpolitik jahrelang vorbereitet, Gier und Macht haben uns am Rande des Ruins gebracht. Diese Krise kann nicht mehr gestoppt werden, sagen einige Experten und erwarten bereits Ende des Jahres eine Inflation von Zehn Prozent, etwa 4 Millionen Arbeitslose alleine für Deutschland – wobei ich diese Zahl noch für zu niedrig halte, Firmenpleiten am laufenden Band und eine Regierung, die mit kleinen Konjunktur-Klötzchen gegen die Krise wirft.
Es ist diese globale Interessenpolitik, die es der Wirtschaft ermöglichte, die Löhne ihrer Mitarbeiter nach unten zu drücken und die Preise für ihre Waren in den Industriestaaten stetig nach oben zu schrauben. Ein Durchschnittsverdiener hat heute trotz Lohnerhöhungen weniger im Portemonnaie als noch vor 10 Jahren. Immer mehr Betriebe decken ihren Mitarbeiterbedarf über Zeitarbeitsfirmen, verharmlosend auch als Personalleasing bezeichnet, ab. Diese Branche beschäftigt ihre Mitarbeiter zu Hungerlöhnen die so tief sind, dass sich einige Politiker gezwungen sehen, einen gesetzlichen Mindeststundenlohn von 7,50 Euro brutto pro Stunde fest zu legen, was sicherlich dazu beitragen kann, dass der Steuerzahler nicht mehr in dem Maße für diese Beschäftigten aufkommen muss, als er es bisher tut. Denn ohne Unterstützung würden die meisten Zeitarbeiter auf der Strecke bleiben. Diese Wirtschaftspolitik hat letztlich zu einer Umverteilung des Vermögens geführt. Die Reichen sind reicher geworden und die Armen ärmer. Doch die Reichen, die schon alles haben, geben ihr Geld nicht zur Unterstützung der Konjunktur aus, sie investieren ihr Geld in Aktien und anderen inzwischen wertlos gewordenen Papieren. Die Armen haben zwar einen riesigen Bedarf, können sich aber auf Grund ihrer niedrigen Löhne nichts leisten.
Die Gier nach noch mehr Umsatz hat die Kaufkraft zerstört!
Seit Jahren führt man einen erbitterten Krieg gegen Terroristen. Terroristen, die offenbar nur in den Köpfen der Geheimdienste und Rüstungsaktionäre existieren. Denn wenn man sich die ausländischen Berichte durchliest, gibt es weit mehr tote Zivillisten als Terroristen. Es gibt inzwischen sogar Top-Terroristen, die mehrmals durch Bombenangriffe ums Leben kamen. Diese auf einer Lüge aufgebauten Kriege (Afghanistan, Irak und bald auch der Iran) kosten dem Steuerzahler viele Milliarden Euro. Geld also, das weder zur Bildung noch zur Arbeitsplatzsicherung oder gegen die Krise eingesetzt werden kann.
Die Banker verstanden es schon immer, andere für ihren angerichteten Schaden aufkommen zu lassen. Derzeit ist man bestrebt, durch große Kapitalverschiebungen den eigentlichen Schaden und die spurlos verschwundenen Milliarden, die sich einzelne Banker in die Tasche geschoben haben, zu vertuschen. Der angerichtete Schaden wird auf etwa 18 Billionen geschätzt, den die Banker nun gerne vom Steuerzahler ersetzt haben möchten. Die Banken müssen sich nicht um ihre Schulden kümmern, dass übernimmt der Steuerzahler durch ein eiligst verabschiedetes Gesetz, welches festlegt, dass keine Bank Pleite gehen darf. Denn würden Banken Pleite gehen, stünde damit auch Deutschland wie auch andere Länder vor dem Staatsbankrott.
Die Krisenpolitik der Bundesregierung ist nicht nur unsozial, sie gefährdet auch Millionen Arbeitsplätze und ist obendrein mehr als ein Armutszeugnis. Während man die Banken mit 500 Milliarden Euro unterstützt, was bei weitem nicht reichen dürfte, denn wie kürzlich bekannt wurde, braucht alleine die HRE 1.000 Milliarden Euro, glaubt man tatsächlich die Konjunkturkrise mit gerade einmal 50 Milliarden Euro in den Griff zu bekommen. Und wenn man sich einmal anschaut, was von der viel gelobten Steuerentlastung tatsächlich übrig bleibt, fragt man sich, ob es überhaupt ein Bestreben in der Regierung gibt, um dieser Krise ernsthaft zu begegnen.
Ich habe hier schon einmal dargelegt, welche aus meiner Sicht wirksamen Mittel man gegen die Konjunkturkrise einsetzen kann. Nichts von dem wurde überhaupt in Erwägung gezogen, wohl aber von ein paar Abgeordneten der FTP und der „Die Linke“ gefordert.
Offenbar unterschätzt die Bundesregierung völlig den Ernst der Lage, denn das Konjunkturpaket enthält nichts um Arbeitsplätze zu sichern, noch um Geringverdiener spürbar zu entlasten. Diese Unterschätzung der Krise wird sich in der zweiten Jahreshälfte auswirken, in der Experten die ersten Entlassungswellen nach der noch in Kurzarbeit befindlichen Beschäftigten erwarten. Neben bereits insolventen Firmen wie SAAB, die auch Opel schwer zu schaffen macht, haben viele andere Firmen und vor allem Betriebe, die nicht direkt im öffentlichen Focus stehen, Entlassungen angekündigt und zum teil bereits viele Beschäftigte Entlassen. Dieser Trend wird sich fortsetzen und noch verstärken, wenn die Energiewirtschaft wie von einigen Experten erwartet, ihre Preise drastisch erhöht. In diesem Bereich gibt es kaum Einsparmöglichkeiten, was dazu führen wird, dass auf die Wirtschaft erhöhte Herstellungskosten und den Privathaushalten höhere Ausgaben zukommen, die wiederum die kleine steuerliche Entlastung aus dem Konjunkturpaket zunichte machen.
Der Zusammenbruch dieses kapitalistischen Systems wird von vielen Experten erwartet.
Wie ich eingangs schon erwähnte, hat die globale Wirtschaftspolitik dieser Krise Tür und Tor geöffnet und mit ihrem gierigen Gewinnstreben dafür gesorgt, dass inzwischen weltweit viele Menschen trotz Arbeit in Armut leben und ohne Stütze sich nicht einmal das Dach über den Kopf leisten könnten.
Diese Krise ist unsere Chance zur Veränderung! Wir können sie jetzt nutzen und das „Raubrittertum“ für eine gerechtere Verteilung der Löhne und des Vermögens für ein besseres Leben abschaffen, oder wir warten bis die Wirtschaft in die Billiglohnländer abwandert, was nach dem erwarteten Zusammenbruch passieren wird.
Zeig am 28. März 2009 in Berlin oder Frankfurt, wie Du dich entschieden hast!
Links
- Deutschland droht Inflation bis zu zehn Prozent – Berliner Morgenpost
- Arbeitsmarkt: Experten befürchten massive Entlassungen ab Sommer – Focus
- Drohende Insolvenz: Union streitet über Lebensfähigkeit von Opel – Focus
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» Von SaarBreaker (1894) am Samstag, 21. Februar 2009, 17:37 Uhr
» read: 3349 · today: 7 · last: 13. März 2010
» Kategorien: Arbeitsmarkt, Kapitalismus, Politik, Wirtschaft
» Tags: Arbeitslos, Arbeitsmarkt, Armut, Deutschland, Finanzkrise, Gier, Kapitalismus, Konjunktur, Pleiten, Politik, Wirtschaftskrise, Zusammenbruch
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am Sonntag, 22. Februar 2009 01:26
[...] Kapitalismus: Das Ende naht … Eine sicher nicht überflüssige Zusammenfassung von oft und ausgiebig verbreiteten Erkenntnissen (die man ruhig Wahrheiten nennen darf), die trotzdem immer wieder in den Mittelpunkt gerückt werden sollten. Verbunden wird dies mit dem Doppelaufruf an die lesenden oder auf jede denkbare Weise erreichbaren Menschen, a) eine den dargestellten Fakten und Zukunftsprognosen entsprechende richtige Entscheidung zu fällen und dies b) durch überzeugte Teilnahme an den unter dem Titel „Wir zahlen nicht für eure Krise“ für den 28. März in Berlin und Frankfurt am Main angesetzten Demonstrationen auch für die Verantwortlichen unübersehbar zu bekunden! [...]