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Demo gegen Gaza-Massaker: Rede von Paula Abrams-Hourani in Wien

Von SaarBreaker am Samstag, 3. Januar 2009, 16:24 Uhr

Das Leid in Gaza muss gestoppt werden!
Stoppt das Leiden in Gaza! (Bildquelle: Freunde Palästinas)

Paula Abrams-Hourani hat anlässlich der Demonstration in Wien, an der sich etwa 5.000 Menschen beteiligten, eine großartige Rede vor der israelischen Botschaft gehalten:

Bundeskanzlerin Merkel verteidigt Israels Massaker in Gaza

Von Paula Abrams-Hourani

Rede von Paula Abrams-Hourani, Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost (Österreich) bei der Demo vor Israelischen Botschaft in Wien

Wir stehen hier in Solidarität mit dem palästinensischen Volk, speziell mit den in Gaza lebenden Menschen, welche unter einem unvorstellbaren Staatsterror leiden, der von Israel ausgeht. Israel, der viertgrößten Militärmacht, einer Nuklearmacht, das behauptet in Selbstverteidigung handeln zu müssen. Selbstverteidigung gegenüber den Palästinensern, die schutzlos in einem Gefängnis unter freiem Himmel eingeschlossen sind, einem Ghetto umschlossen von Hochsicherheit Crossing Points und Mauern, wo es kein Entrinnen gibt, Palästinenser, die von dieser hochgerüsteten Militärmacht Israel abhängig sind, ob Wasser, Elektrizität, Lebensmittel, Medikamente in dieses Ghetto “Gaza” hineingelassen werden. Das nennt Israel Selbstverteidigung. Mit diesem Wort verhöhnt es nicht nur die Weltgemeinschaft sondern auch die eigene Bevölkerung, um die andauernden Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu rechtfertigen bzw. zu vertuschen.

Wir protestieren gegen die brutale Belagerung und die inhumane Blockade des Gazastreifens, gegen die Tötungen, Verhaftungen, Massaker, Zerstörungen und barbarischen Aktionen der regionalen Supermacht Israel.

Wir protestieren gegen die täglich stattfindenden Kriegsverbrechen an Palästinensern in allen besetzten palästinensischen Territorien – ganz speziell im Gazastreifen.

Wir sind entsetzt, dass unschuldige Kinder, unbewaffnete Menschen, Schulen, Krankenhäuser, Moscheen, Universitäten und Ambulanzen angegriffen werden.

Das sind niederträchtige Gemeinheiten und Verbrechen, die kaum zu fassen sind und die uns alle, die hier stehen und auch anderswo schockiert. Und diese Unmenschlichkeit und Staatsterror findet im 21. Jahrhundert statt, ausgeführt von einem Staat, der sich demokratisch nennt. Ein Staat, der die Universale Deklaration der Menschenrechte ignoriert.

Israel wurde von den Vereinten Nationen gegründet und hat seither alle Resolutionen dieser Organisation ignoriert. Es ist ein Staat, der internationale Gesetze verletzt und jede Art von Anstand und Humanität verloren hat. Dieser Staat handelt in solch arroganter Art und Weise, nur weil er die uneingeschränkte Unterstützung der Supermacht USA hat. Mit dieser Politik agiert die israelische Führung aber nicht nur gegen die Palästinenser sondern auch gegen die Interessen und die Zukunft ihres eigenen Volkes. Deshalb erklärt die Jüdische Stimme für einen Gerechten Frieden:

NICHT IN UNSEREM NAMEN !

Wir wehren uns gegen den Rassismus, der in der Gesellschaft Israels seit Anbeginn herrscht. Die Gründung des Staates Israel erfolgte durch ethnische Säuberung und Terror. Seither wurden diese gewalttätigen Aktionen gegen seine Nachbarn und jene, die unter seiner militärischen Okkupation leben, fortgesetzt.

Daran sollte Israel endlich mit wirkungsvollen Taten und nicht mit leeren Worten gestoppt werden. Mehr und mehr Menschen in der Welt – auch Juden in Israel und die, die in anderen Ländern leben – sind der Meinung, dass Israel Sanktionen und Boykotte verdient anstatt der jahrelangen privilegierten Behandlung durch die Weltgemeinschaft. Die kriminellen Angriffe auf Gaza haben dieses Problem erneut auf die Agenda aller Friedliebenden und Menschenrechts-Aktivisten gebracht.

Die “Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden” lehnt auf das Schärfste die missbräuchliche Verwendung des Vorwurfes “Antisemitismus” ab, wodurch jedwede legitime Kritik an der Politik und an den Kriegsverbrechen des Staates Israel unterbunden werden soll. Eine solche Diffamierung missbraucht den Begriff und vermag eher Angst vor Antisemitismus zu schüren als ihn einzudämmen.
Immer weitere Kreise in der Welt verlangen eine sofortige Beendigung der israelischen Aggressions-Politik. Es muss ein Umfeld für einen gerechten Frieden im Mittleren Osten geschaffen werden. Es soll endlich Verhandlungen geben, wo Israelis und Palästinenser vollkommen gleichberechtigt sind. Es soll ein Ende der doppelten Massstäbe für Israelis und Palästinenser geben.

Wenn das nicht bald geschieht, wird der Frieden in der Welt sehr gefährdet sein. Israel bedeutet eine echte Gefahr für den Weltfrieden and das betrifft uns alle.

Wir rufen die internationale Gemeinschaft, die Europäische Union und die Vereinten Nationen daher auf, dieses Problem sehr ernst zu nehmen.

Israel muss erkennen, dass seine aggressive Politik zunehmend Gegner findet. Das wird diese Woche durch die große Anzahl von Kundgebungen weltweit demonstriert, der auch wir, Frauen in Schwarz (Wien), Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost und viele Menschen, die hier mit uns heute stehen, angeschlossen sind.

Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost (Österreich)
30.12.2008

Quelle: Freunde Palästinas

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» Von SaarBreaker (1845) am Samstag, 3. Januar 2009, 16:24 Uhr
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» Kategorien: Aktionen-Demos-Proteste, Krieg, Menschenrechte, Terrorismus
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1 Kommentar zu “Demo gegen Gaza-Massaker: Rede von Paula Abrams-Hourani in Wien”
  1. 1 Pingback von Ist der galoppierende Wahnsinn der „westlichen Zivilisation“ unheilbar? « Der AmSeL-Gedanke Plus = Gemeinschaft
    am Sonntag, 4. Januar 2009 17:23

    [...] Rede vom Paula Abrms-Hourani in Wien – vom 03.01.09 … Rede (30.12.08) von Paula Abrams-Hourani, Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost (Österreich) bei der Demo vor der Israelischen Botschaft in Wien [...]

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