Radioaktive Lauge in Celle
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Atomaufsicht und das niedersächsische Umweltministerium wussten über die illegale Entsorgung radioaktiver Laugen aus dem Atommülllager Asse in ein Bergwerk bei Celle Bescheid.
Wie nun bekannt wurde, wurden offenbar große Mengen radioaktiver Laugen aus dem Atommülllager Asse ohne Genehmigung nach Celle verfrachtet und dort in ein Bergwerk gepumpt. Die Betreiber und das niedersächsische Umweltministerium sowie die Atomaufsicht wussten über die illegale Verbringung der Laugen Bescheid und haben bisher stets behauptet, dass die Lauge nicht radioaktiv belastet sei. Inzwischen wissen wir, dass die Laugen sehr wohl radioaktiv verstrahlt sind.
Der Faktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel:
Die Informationspolitik des Umweltministers sei eine einzige Katastrophe, meinte Wenzel. Es müsse umgehend geklärt werden, welche Personen im Umweltministerium zu welchem Zeitpunkt Kenntnis von den Vorgängen gehabt hätten.
Alle bisher präsentierten Erklärungen seien unglaubwürdig. Wenzel, der auch Vorsitzender des Umweltausschusses des Niedersächsischen Landtages ist, will die umgehende Unterrichtung dieses Gremiums veranlassen. "Sander muss Rede und Antwort darüber stehen, welche Mengen nach Celle verbracht wurden, welche anderen Stellen möglicherweise beliefert wurden, welche radioaktiven Isotope in welcher Konzentration enthalten waren und über welche Pfade die Lauge kontaminiert wurde."
Ich bin mir sicher, dass die Beteiligten an der illegalen Verbringung der radioaktiven Laugen sehr gut verdient haben. Für diese kriminellen Staatsdiener spielen eine radioaktive Verseuchung des Grundwassers oder gar der Tod von Menschen keine Rolle. Es geht diesen Umweltverschmutzern nur um Geld.
Womit wir wieder einmal bei der Diskussion wären, ob man Atomkraftwerke ohne Endlager nicht besser gleich abschaltet, bevor sie uns ihren radioaktiven Müll nicht auch noch als Leckerbissen verkaufen.
Es ist eigentlich erschreckend, welche Formen die Korruption in Deutschland angenommen hat. Wenn es um Geld oder Macht geht wird gelogen was das Zeug hält und selbst Menschenleben werden billigend in Kauf genommen. Es scheint so, als sei es völlig egal, was danach kommt.
Süddeutsche - Verstrahlte Lauge nach Celle transportiert
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» Von SaarBreaker (1272) am Dienstag, 12. August 2008 - 21:27
» Gelesen: 1266 · heute: 2 · zuletzt: 4. December 2008
» Kategorien: Deutschland, Korruption, Wirtschaft
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am Freitag, 15. August 2008 10:54
In der UZ vom 4. Juli bereits findet sich ein Artikel in dem auf den Laugentransport aus der Grube heraus aufmerksam gemacht wird.
Missglückte Endlagerung in Asse II Superprofite mit strahlender Wirkung
Die Landtagsabgeordnete Christel Wegner stellt am 6.7. eine kleine Anfrage an den Niedersächsischen Landtag
Die Junge Welt berichtet am 26.7.08
Wellen schlägt es erst jetzt ohne Hinweis auf die bohrenden Fragen der fraktionslosen Politikerin.
am Samstag, 16. August 2008 12:12
Karin, vielen Dank für Deine Links.
Das zeigt leider auch wieder einmal, dass die Medien andere Themen wichtiger fanden, als über die Gefahr für tausende durch radioaktive Abfälle verstrahlt zu werden, direkt und ausführlich zu berichten.