iPhone und iPod haben ein Hintertürchen
In einschlägigen Foren wurde ja schon seit einiger Zeit vor einem Backdoor, den Apple im iPhone und iPod eingebaut haben soll, gewarnt. Doch jetzt ist es offiziell, es gibt dieses Hintertürchen zum schnüffeln tatsächlich. Bei ZDNet kann man über die Apple-Spionage folgendes lesen:
Apple-Chef Steve Jobs hat gegenüber dem Wall Street Journal bestätigt, dass sein Unternehmen eine Hintertür in die Firmware des iPhone und iPod Touch eingebaut hat, um nach unerwünschten Anwendungen zu suchen und diese gegebenenfalls zu deinstallieren. Dazu stellt das iPhone in regelmäßigen Abständen eine Verbindung zu einer Website her, auf der eine Art Blacklist mit schädlichen Programmen hinterlegt ist.
Jeder, der eines dieser kleinen Schnüffelgeister besitzt, muss sich sehr genau überlegen, was er den Apple-Technikern mitteilen darauf speichern möchte.
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» Von SaarBreaker (1272) am Mittwoch, 13. August 2008 - 21:43
» Gelesen: 5023 · heute: 3 · zuletzt: 4. December 2008
» Kategorien: Datenschutz, Wirtschaft, Überwachung
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am Mittwoch, 13. August 2008 23:24
Na, das folgt ja nur der Linie in Cupertino. Seit ich vergeblich den Aus-Knopf von Spotlight gesucht habe bin ich vorsichtig geworden. Als dann neulich ein Systemdienst seitens Apple aktualisiert wurde OHNE das ich mein Passwort angegeben hatte habe ich echt Probleme mit der Sicherheit auf meinem tollteuren Mac.
am Donnerstag, 14. August 2008 12:31
Damit stehst Du nicht alleine da… Ungewollte Systemaktualisierungen kommen bei Microsoft recht häufig vor und manchmal auch mit negativen Folgen für den Anwender. Ich halte es inzwischen so, dass ich alle systemseitigen Zugriffe auf Microsoftserver unterbinde und Updates/Batches nur manuell lade. Aber auch damit lässt sich nicht verhindern, dass man etwas untergejubelt bekommt.
Computer von Apple waren einst sehr sichere Systeme und deshalb auch ihr Geld wert. Heute ist es aber leider so, dass auch Apple seinen Kunden misstraut und ihre Systeme mit einem Hintertürchen ausgestattet hat.
Vielleicht liegt es an meiner Paranoia, aber ich finde, dass das Misstrauen der Firmen gegenüber der Konsumenten stark zugenommen hat. Wir haben inzwischen wohl nur noch so viel Sicherheit und Datenschutz, wie uns von misstrauische Firmen zubilligen wird.
am Donnerstag, 14. August 2008 13:29
Da hast Du vollkommen Recht. Apple hat eine neue Form des Misstrauens entwickelt. Jede Apple-Software, ob iWork für ein paar Euro oder die ganz Dicken wie FinalCut lassen sich ohne Probleme kopieren. Keine Sicherung - nichts.
Da ist jemand nicht einfach schlunzig im Bereich Kopierschutz, sondern sammelt meines Erachtens Daten über das Userverhalten.
Übrigens ist die Firmware-Aktualisierung bei den iPod-Geräten nur über iTunes möglich. Und jedes Gerät ist darüber registriert. Wie schön war doch die Zeit, als Microsoft nur böse war und Apple seinen Macintosh einführte. War das nicht 1984?
am Donnerstag, 14. August 2008 18:39
Ich habe keine Ahnung, wann der Macintosh auf den Markt kam. Meinen ersten PC bekam ich 1985/86. Es war ein Schneider/Amstrad-Verschnitt mit 4,7 MHz und 512 KB RAM!!! Damals gab noch keine Festplatten sondern nur 5.25″ Disketten mit einer Speicherkapazität von 360 KB! Selbst Windows war noch gänzlich unbekannt und der Markt wurde noch von IBM beherrscht…
Der Macintosh jedenfalls war damals (1993?) sehr begehrt aber wohl auch für die meisten nicht erschwinglich.
Apple-Anwendungen ohne Kopierschutz? Kann ich mir gar nicht vorstellen. Vermutlich läuft das bei Apple über die Registrierung. Was dann bedeuten könnte, dass die Anwendung irgendwann nicht mehr läuft… Was das Kopieren betrifft, da wäre ich gerade bei Apple sehr vorsichtig.
am Freitag, 15. August 2008 00:19
Es war 1984 und das haben die auch dementsprechend vermarktet: http://www.youtube.com/watch?v=OYecfV3ubP8
Das mit dem Kopierschutz und der Registrierung ist wohl ähnlich wie bei Adobe: Zwei Wege führen nach Hause. Der eine über die offizielle Firewall. Der ist sichtbar und zu blockieren. Der zweite über Flex (bei Adobe) und der schafft es durch eine Backdoor unbemerkt.
Nun halte ich nichts von Raubkopien (ein Hoch auf OpenSource), aber die Vorgehensweise ist bemerkenswert: Denn durch kommt die Registrierung auf dem zweiten Weg sowieso. Interessant ist nur, wer sie auf dem ersten Weg blockt…
am Samstag, 16. August 2008 12:01
Es dauert bestimmt nicht lange, bis auch für dieses Hintertürchen eine Lösung gefunden wird… Hoffentlich!