Handelsverbot für Kundendaten?
Nach dem Datenschutzskandal fordert die Vorsitzende des Bundestags-Verbraucherausschusses, Ulrike Höfken, ein Handelsverbot für persönliche Daten, schreibt Heise. Oder auch nur eine Informationspflicht der Firmen, wenn Kundendaten „abgegriffen“ worden sind.
Dagegen stehen allerdings die Interessen der Industrie, die sich sicherlich nicht vorschreiben lässt, wie sie wann welche Daten weitergeben darf. Datenhandel wird hier genauso wie auch anderswo verschwiegen und trotzdem findet er täglich statt. Die Diskussion um den Schutz persönlicher Daten flammt immer wieder dann auf, wenn mal wieder gerade ein paar Tausend Datensätze irgendwo auftauchen und die betroffenen Opfer laut genug schreien.
Ich möchte wirklich nicht wissen, wie groß der Datenmissbrauch in Deutschland derzeit tatsächlich ist. Vor allem viele ältere Menschen dürften davon betroffen sein. Die aus Unkenntnis und Unwissenheit auf dubiose Firmen reingefallen sind und die so etwas wie Verbraucherschutz gar nicht kennen.
Seit es die modernen Kommunikationstechniken gibt und das sind ja nun schon etliche Jahre, wird über Datenschutz diskutiert, geschrieben und geregelt. Und? Sind unsere Daten dadurch sicherer geworden? Nein! Und was hat sich in den Köpfen der Menschen dadurch geändert? Nichts! Selbst die Behörden, die ja eigentlich über Datenschutz bestens informiert sein müssten, geben bereitwillig Daten weiter.
Solange die Menschen nicht begreifen, wie wichtig und wertvoll ihre Daten sind, werden auch gesetzliche Regelungen Datenmissbrauch nicht verhindern können. Die Datensammelwut wird also auch weiterhin zunehmen wie auch der Datenmissbrauch zunehmen wird.
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» Von SaarBreaker (1272) am Donnerstag, 14. August 2008 - 15:01
» Gelesen: 4947 · heute: 7 · zuletzt: 4. December 2008
» Kategorien: Datenschutz, Deutschland, Kriminalität, Politik
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