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Datenschützer attackieren Banken

Von SaarBreaker am Dienstag, 12. August 2008 - 23:57

In dem Datenschutzskandal, indem eine als Lottogesellschaft getarnte Firma 17.000 ergaunerte Kontodaten verkaufte, gehen die Datenschützer nun auf die Banken los. Die Banken aber sind für die Kontoabbuchungen weder verantwortlich noch kann eine Bank prüfen ob ihr Kunde der abbuchenden Firma eine Einzugsermächtigung erteilt hat.

"Uns sind Fälle bekannt, in denen von Konten der betroffenen Verbraucher Geld abgebucht wurde, obwohl diese unmissverständlich jegliche Teilnahme an einem Glücksspiel abgelehnt hatten", sagt Thomas Hagen von der Verbraucherzentrale Schleswig Holstein.

Spiegel Online

Da stellt sich mir die Frage, wie denn diese dubiose Firma überhaupt an die Kontodaten der angerufenen gekommen ist, wenn diese sie nicht freiwillig preisgegeben haben?

Die Affäre zeigt: Bankkunden müssen um ihr Geld fürchten, denn einen wirksamen Schutz vor unzulässigen Abbuchungen gibt es nicht. Die zahlreichen Betrugsfälle werden durch die Banken begünstigt, bemängelt Peter Schaar, der Bundesbeauftragte für den Datenschutz: "Es ist ein Problem, dass die Institute Einzugsermächtigungen nicht prüfen - das lädt zum Missbrauch ein."

Spiegel Online

Wie soll denn eine Bank die Einzugsermächtigung ihres Kunden prüfen, wenn diese beim Kunden liegt?

Wieder einmal wird der Datenschutz an der falsche Stelle propagiert. Nicht die Banken sind für die „nichts zu verbergen“ Mentalität der Deutschen verantwortlich, sondern die Bürger sind für ihre Dummheit, bzw. ihren Datenschutz selbst verantwortlich. Dieser Skandal zeigt doch eindeutig, wie wichtig Datenschutz ist. Selbst bei Staatsschnüfflern, die bald online auf Terroristenjagt gehen wollen, ist Datenschutz wichtig. Denn eingesammelte Bankdaten werden auch an die USA weitergeben, wo sie gewinnbringend verkauft werden könnten.

Über Datenschutz, Datenmissbrauch und die Sammelwut der Deutschen Behörden wurde schon sehr viel geschrieben. Aber an der „Ich habe nichts zu verbergen“-Enstellung der Deutschen hat sich dadurch nichts geändert. Warum also sollen diese Bürger nicht die schmerzhafte Erfahrung machen? „Aus Schaden wird man klug“ heißt es, vielleicht stimmt das sogar.

Wir können nur hoffen, dass es dann nicht schon zu spät ist.

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» Von SaarBreaker (1272) am Dienstag, 12. August 2008 - 23:57
» Gelesen: 1294 · heute: 7 · zuletzt: 3. December 2008
» Kategorien: Datenschutz, Deutschland, Kriminalität
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