Datendieb hat sich gestellt
In dem Skandal um die verkauften Bankdaten von tausenden Bürgern hat sich der Dieb offenbar selbst gestellt.
NDR Online berichtet folgendes:
Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung erklärte der Mann, er habe vor zwei Jahren als Leiter eines Call Centers 2,5 Millionen Datensätze von der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) gesammelt und für fünfstellige Summen weiterverkauft. Diese Details wollte die Staatsanwaltschaft allerdings zunächst nicht bestätigen: "Wir kennen seine Aussage noch nicht. Wir wissen nicht, was da drinsteht", sagte ein Sprecher. Laut SKL war der Verdächtige weder Mitarbeiter der Lotteriegesellschaft noch handelte er in deren Auftrag. (Quelle: NDR Online)
Vor ein paar Tagen hatte die SKL noch erklärt, man habe nie Kundendaten an Dritte weitergegeben. Wie kam also der ehemalige Leiter eines Call Centers an 2,5 Millionen Datensätze der SKL?
Nachtrag
Wie das Manager-Magazin schreibt, ist in dem Skandal offenbar auch eine Bertelsmann Tochterfirma verwickelt:
Unterdessen hat das Gütersloher Medienunternehmen Bertelsmann eingeräumt, dass ein Subunternehmer einer Tochterfirma möglicherweise unzulässigen Datenhandel betrieben habe.
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» Von SaarBreaker (1894) am Freitag, 15. August 2008, 15:32 Uhr
» read: 8904 · today: 10 · last: 20. März 2010
» Kategorien: Datenschutz, Deutschland, Kriminalität
» Tags: Datenschutz, Deutschland, Kriminalität, Wirtschaft
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