China: Medien klagen über Behinderung
Obwohl schon ewig bekannt ist, dass es so etwas wie Pressefreiheit in China nicht gibt, beschwert sich der Internationale Journalistenverband über Einschränkungen und Überwachung ihrer Arbeit durch chinesische Behörden:
Die Vorwürfe der IFJ gründen sich auf Berichte betroffener Journalisten. Danach sollen Sicherheitskräfte in Zivil in den vergangenen Tagen mehreren Reportern gefolgt sein. Dabei seien die Journalisten und ihre Notizblöcke fotografiert worden. Sicherheitskräfte waren am Wochenende unter anderem eingeschritten, als Reporter aus dem Ausland und Hongkong vor dem olympischen Pressezentrum einen wütenden Pekinger befragten, der sich über eine zu geringe Entschädigung für den Abriss seines Hauses beklagte. Sie machten Aufnahmen von allen anwesenden Reportern, anschließend wurde der Demonstrant abgeführt.
Warum sich der Journalistenverband nun über die chinesischen Behörden beschwert, ist mir nicht ganz klar. Schließlich hat das Olympische Komitee (IOC) die Menschenrechtsverletzungen, Internet Zensur, kontrollierte Presse und das willkürliche Wegsperren von Menschenrechtlern und Regimekritikern, billigend in Kauf genommen. Wer wirklich erwartet hat, dass die olympischen Spiele etwas in China ändern würden, ist ein Träumer.
Im Übrigen existiert die Überwachung und Behinderung nicht nur in China, sondern auch in den USA und anderen Ländern. Nur darüber beschwert sich der Journalistenverband nicht. Auch in Deutschland gibt es inzwischen eine Diktatur der Freundlichkeit und es ist wohl auch nur eine Frage der Zeit, bis Deutschland mit den übrigen Überwachungsstaaten vergleichbar ist. Es kann nicht mehr lange dauern, denn auch hier werden Menschen unterdrückt und von den Behörden schikaniert.
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» Von SaarBreaker (1272) am Dienstag, 12. August 2008 - 0:28
» Gelesen: 951 · heute: 2 · zuletzt: 4. December 2008
» Kategorien: Ausland, Pressefreiheit, Überwachung
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