Zahl der Leiharbeiter verdoppelt
In Berlin hat sich die Zahl der Leiharbeiter in den letzten fünf Jahren verdoppelt, schreibt die Berliner Morgenpost.
Nicht nur in Berlin hat sich die Zahl der Leiharbeiter verdoppelt, das gilt praktisch für ganz Deutschland. In einigen Bereichen hat sich die Zahl sogar verdreifacht. Fast jede Firma beschäftigt heute Leiharbeiter zum Hungerlohn und fördert dadurch mit dem Segen unserer Volksvertreter die Armut im Land.
Laut Morgenpost haben die Leiharbeiter einen Stundenlohn zwischen 5,77 Euro für Hilfsarbeiter und 17,19 Euro für Akademiker. Wobei wir davon ausgehen können, dass es nur wenige Akademiker gibt, die sich vom Arbeitsamt tatsächlich zu dieser Abzocke zwingen lassen.
Aber solange es solche Politiker gibt, die die Armut schönreden und steigende Beschäftigungszahlen als Erfolg ihrer Politik verkaufen, während die meisten Leiharbeiter nicht einmal wissen, wie sie mit ihrem Hungerlohn über die Runden kommen sollen, wird die Wirtschaft ihre Gewinne auf Kosten der Leiharbeiter steigern können.
Firmen, die Leiharbeiter mit einem Stundenlohn unter 7,50 Euro beschäftigen sind kriminelle Blutsauger und sollten ihren Laden sofort dicht machen!
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» Von SaarBreaker (1272) am Sonntag, 27. Juli 2008 - 9:37
» Gelesen: 1407 · heute: 2 · zuletzt: 4. December 2008
» Kategorien: Armut, Deutschland, Wirtschaft
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am Sonntag, 7. September 2008 14:54
Wenn ich nur schon Leiharbeiter höre stellen sich mir die Haare zu Berge. Diese Gaunerfirmen… diese Verleihfirmen kassieren an dem Lohn des Leiharbeiter den größten Anteil und der Arbeiter selbst erhält nur einen Bruchteil dessen was sie für ihn tatsächlich bezahlt bekommen. Und unser Staat schaut zu!
am Freitag, 21. November 2008 13:37
Leiharbeit, schlechte Bezahlung, Ausbeutung durch Firmen, die nur Mini-Jobber einstellen und keinen fest und sich nichtmal an die Gesetze halten, sollte unter Strafe verboten werden und damit meine ich keine kleine Geldstrafe, sondern wirklich etwas, das die Menschen, die meinen, die Arbeitslosigkeit dafür zu nutzen, Menschen zu ihren hauseigenen Sklaven zu degradieren, auch so trifft, dass es wirklich weh tut.
Und die ARGE sowie der Staat sollten endlich kapieren, dass diese Sachen der Wirtschaft eher schaden als dienen.
Gebt den Menschen genug Geld und es wird auch wieder Umsatz gemacht werden in Deutschland.
Das zu verstehen, dazu sollte sogar der dümmste Politiker in der Lage sein.
am Montag, 24. November 2008 20:37
Ich bin mir sicher, dass unsere Politiker ganz genau verstehen, was sie da tun. Es geht einzig und allein darum, Geld zu sparen. Denn ein Facharbeiter kostet dem Staat wesentlich mehr, wenn er arbeitslos würde, als ein Leiharbeiter. Der für Staat und Wirtschaft positive Effekt ist, dass es genügend Arbeitslose gibt, die auf Grund von Hartz-IV und nicht zuletzt auch durch die Vermittlung der ARGE an die so genannten Personalleasing Firmen, die ein Arbeitssuchender nur unter finanziellen Einbußen ablehnen kann, leicht zu Wirtschaftssklaven gemacht werden können. Selbst wenn der billige Arbeitssklave wieder arbeitslos würde, spielt es keine so große Rolle, denn dann kann er immerhin noch zum Ein-Euro-Job gezwungen werden, was die meisten Arbeitssklaven mangels Staatsleistung in Anspruch nehmen müssen.
Natürlich würde ein gerechterer Lohn mehr Umsatz bringen. Aber darum geht es der Wirtschaft nicht - nicht in Deutschland! Hier soll billig produziert werden um im Export - nur darum geht es - gute Umsätze zu machen.
Die Finanzkrise, die nun auch in der Wirtschaft ihre Auswirkungen zeigt, zeigt uns auch warum: Die Exportmärkte in den USA und anderen Ländern sind zusammengebrochen. Damit hat weder die Wirtschaft noch die Politik gerechnet. Jetzt zeigt sich auch die katastrophale Wirtschaftspolitik - Inländische Umsätze gehen mangels gerechter Löhne zurück. Oder anders ausgedrückt: Hätte die Wirtschaft gute Löhne gezahlt, stünde sie jetzt sicherlich besser da. Allerdings wäre dann auch das Exportvolumen kleiner und die Preise für Produkte höher.