Türkische Hacker erklären EU den "Cyberkrieg"
Eine Hacker-Gruppe mit dem Namen „Ayyildiz Team“ hat der EU den „Cyperkrieg“ erklärt und droht mit Milliardenschäden durch Angriffe auf europäische Banken- und Firmenrechner.
Besonders peinlich dürfte diese Kriegserklärung für den Generalsekretär des Europäischen Rates und Hoher Repräsentant für Außen- und Sicherheitspolitik der EU, Javier Solana, sein. Denn der Online-Auftritt des hohen Rates wurde im Juni von eben dieser Hacker-Gruppe attackiert und für mehrere Stunden verunstaltet.
Das Ziel dieser Hacker-Gruppe ist allerdings nicht die Verunstaltung von Websites, sondern gezielte Attacken gegen die europäischen Banken-, Firmen-, und Presse-Rechner:
Hinter der Hacker-Gruppe „Ayyildiz Team“ verbirgt sich nach den Ermittlungen der EU ein Netzwerk türkischer Nationalisten, die der EU den „Cyber-Krieg“ erklärt haben. Im März kaperte dieselbe Gruppe in Österreich Webseiten und drohte Milliardenschäden anzurichten. Im Monat zuvor fiel ihr der Auftritt des islamkritischen Online-Mediums EuropeNews zum Opfer. In Internet-Foren und Video-Clips werben die Hacker mit ihren Erfolgen und verbreiten anti-kurdische und anti-europäische Parolen. Nach Erkenntnissen der EU wollen die selbsternannten „Soldaten des Cyber World“ zukünftig auch europäische Banken-, Firmen- und Presse-Rechner angreifen. (Focus)
„Cyberkrieg“ braucht keine Bomben
Wie einfach „Cyberkrieger“ ein Land ohne Bomben angreifen können, zeigt der Angriff auf Estland im Sommer 2007: Hacker blockierten mit Millionen sinnloser Anfragen mehr als 20 Tage lang Computer von Regierung und Banken.
Was in Estland gelang, ist auch in Europa sehr einfach möglich. Denn auch in Europa gibt es sehr viele User, die einen „Cyberkrieg“ unterstützen würden. Diese User tun das zwar nicht freiwillig und meistens bemerken sie es nicht einmal, aber Fakt ist, das jeder ungeschützte Rechner im Netz praktisch für solche Angriffe zur Verfügung steht. Dagegen kann uns auch kein BKA, BND oder gar unser Bundesinnenminister Wolf*an* (gg) Schäuble, der ja immer noch davon träumt, durch die Online-Volksüberwachung Anschläge gegen die Welt (USA) verhindern zu können, schützen. Unwissenheit ist zwar „heilbar“, Dummheit leider noch nicht.
Zwar hat auch unser Bundesinnenminister Schäuble inzwischen herausgefunden (oder man hat es ihm aufgeschrieben
), dass es auch eine andere Bedrohung außer Bomben durch Terroristen gibt. Denn als Gastredner der 30. Halleschen Wirtschaftsgespräche warnte Schäuble vor einen möglichen Computer-Angriff auf Deutschland.
Quellen und Links zum Thema
- Focus – Hacker: Türkische Nationalisten erklären EU den „Cyber-Krieg“
- Heise – “Cyber-Krieg” in vollem Gange
- MZ – Schäuble: Internet-Angriffe größte Gefahr
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» Von SaarBreaker (1894) am Sonntag, 13. Juli 2008, 14:34 Uhr
» read: 6014 · today: 5 · last: 11. März 2010
» Kategorien: Computer, Internet, Krieg und Frieden, Ueberwachung
» Tags: Computer, Cyberkrieg, Internet, Krieg und Frieden, Ueberwachung
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am Montag, 24. November 2008 22:23
Wie schrecklich! Ein Angriff auf das Internet, das vor einigen Jahren noch niemand brauchte und heute so sehr viel wichtiger ist, als das reale Leben. Offenbar haben diese Hacke ja einen Ehrencodex, nur leitende Organe und Wirtschaftsmächte angreifen zu wollen und “Zivilisten” so weit wie möglich rauszuhalten, anders als es Staaten tun, die in ihren Kriegen bewußt zivile Opfer einplanen, nicht zuletzt aus taktischen Gründen der psychologischen Kriegsführung. “Wir müssen euch Bomben auf den Kopf werfen, um euch zu schützen”, damit nach andauerndem Terror irgendwann auch der letzte seiner Regierung nicht mehr loyal gegenübersteht und sich nur noch ein Ende herbeisehnt.
Wie hart ist es doch gegen solche Lapalien, die in Kollateralschäden gemessen werden, wenn der Staat nun selber Opfer von virtuellen Angriffen wird? Schnell werden Beispiele herangezogen, wie Atomkraftwerke, Krankenhäuser, sonstige Sicherheitseinrichtungen, die doch auf das Internet so angewiesen seien. Wenn auch nur einer dieser Einrichtungen ohne ein funktionierendes Internet ernsthafte Probleme hätte, tun mir die zivilisierten, so hoch entwickelten Staaten echt leid! Jedes Kind kennt die Gefahren eines öffentlichen Netzes. Sicherheitsexperten solcher Einrichtungen sollten dann sofort die fristlose Kündigung erhalten.
Wolfgang Schäuble dazu:
http://www.mz-web.de/servlet/C.....3961238903
Klar daß natürlich die Angelegenheit sofort wieder genutzt wird, Propaganda für die Onlinedurchsuchung (Bundestrojaner) zu betreiben. Letztendlich sind wir es, die armen Bürger, die geschützt werden müssen, indem wir ausspioniert werden, damit uns keine bösen Angriffe aus dem Ausland widerfahren. Was will uns Schäuble denn da eigentlich verkaufen? Oder hat er tatsächlich so wenig Plan und hält seine Worte womöglich auch noch für klug?
am Montag, 1. Dezember 2008 19:16
Also Schäuble hat für mich und das belegen ja auch seine öffentlichen Ansprachen zu dem Thema, keinerlei Ahnung vom Internet und den Gefahren, die im Netzwerk lauern. Schäuble ist einfach nur eine Marionette, die vom BKA & Co dazu benutzt wird, um die Demokratie im Land abzubauen.
Der ganze Quatsch mit der Onlinedurchsuchung, die Anschläge verhindern soll, ist lächerlich. Warum sollten Terroristen, sofern sie denn schon in Deutschland sind und Anschläge planen – laut Schäuble sollen sie ja übers große Wasser kommen
– dass ausgerechnet mit einem Computer tun, der am Netz hängt? Für wie blöd hält man solche Leute eigentlich? Vermutlich unterstellt man den
TerroristenBürgern die eigene Dummheit und Unfähigkeit, einen Computer zu bedienen und vor den Gefahren aus dem Netz zu schützen.Außerdem werden sich die Bürger, die etwas zu verbergen haben, zu schützen wissen. Und bei den übrigen, die nichts zu verbergen haben und zu der Kategorie “DAU” gehören, werden sich sicherlich schon einige ungebetene Gäste auf der Platte eingenistet haben. Da spielt dann ein “Bundestrojaner” auch keine Rolle mehr, bzw. einen größeren Schaden kann er da nicht mehr anrichten.
Wenn sich die Onlinedurchsuchung einmal durchsetzen wird und dass wird sie, sehe ich die größere Gefahr darin, dass sich irgendwelche Cracker einen Spaß daraus machen, indem sie belastende Daten mit der Staatsschnüffeltechnik auf andere Computer übertragen.