Online-Patientenakten: Alles ist möglich
Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar warnt in einer Heise-Meldung vor den Risiken bei Internet-Gesundheitsakten, die von ausländischen Unternehmen demnächst auch bei uns angeboten werden. Schaar betont dabei:
“Gesundheitsdaten werden bei uns besonders geschützt. Ihre Verwendung ist gesetzlich strikt geregelt”, erläutert Schaar. Jede Nutzung für andere Zwecke sei ausgeschlossen. Wer dagegen verstößt, mache sich strafbar. “Selbst Strafverfolgungsbehörden dürfen die Daten bei Ärzten nicht beschlagnahmen.
Tatsächlich aber gibt es diesen Schutz nur in Deutschland. Im Ausland hingegen, wo die Online-Patientenakten gespeichert werden, ist alles möglich. Selbst der Verkauf der Patientendaten an andere Unternehmen können deutsche Gesetze nicht verhindern. Wenn die Online-Patentendatenspeicherung eines Tages in Deutschland kommt und das wird sie, wird sich die Wirtschaft über den Gesundheitszustand ihrer Mitarbeiter informieren können. Denn nur dadurch können diese Kranken Datenhamster wirklich Kohle machen.
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» Von SaarBreaker (1269) am Montag, 21. Juli 2008 - 22:05
» Gelesen: 1583 · heute: 4 · zuletzt: 1. December 2008
» Kategorien: Datenschutz, Deutschland, Gesundheit
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am Montag, 21. Juli 2008 23:47
Dazu passt:
Elektronische Gesundheitskarte: Gematik veröffentlicht Datenschutzkonzept
>>So heißt es bei der Beschreibung der zentralen Fachdienste (Versichertenstammdatendienst und Verordnungsdatendienst) gegen den Vorwurf, dass Daten auf zentralen Servern gespeichert werden: “Nach erfolgreicher Autorisierung speichert der Fachdienst die verschlüsselten und ohne eGK auch vom Fachdienst nicht mehr lesbaren Daten. Die medizinischen Daten von Versicherten werden damit nicht zentral an einer Stelle, sondern auf verschiedenen Fachdiensten gespeichert.”<<
Mir ist es egal, ob es ein oder fünf Server sind. Die Daten dürfen nur bei meinen Ärzten und ggf. bei mir liegen und nicht bei irgend welchen Fachdiensten.
Ist doch klar, dass sich korrupte Leute Zugriff verschaffen können. Wo sollen denn sonst die sensiblen Daten herkommen, die Schäuble in die USA schicken will?
am Dienstag, 22. Juli 2008 19:12
superguppi, genau darum geht es meiner Ansicht nach auch. Sie wollen alle Daten von jeden einzelnen Bürger haben. Dabei haben sie keinen blasen Schimmer, wie schnell diese Daten auch von anderen “Diensten” abgegriffen werden können. Dagegen hilft auch ein lächerliches Gesetz nicht. Welches übrigens zeigt, wie blöd diese Datenhamster eigentlich sind.