Die Bomben und die Medien
Bombenattentate haben derzeit mal wieder Hochkonjunktur. Je grausamer, umso wirkungsvoller, scheinen sich die Planer zu denken. Was bleibt, ist Abscheu - Abscheu gegenüber den Tätern und Abscheu gegenüber den Medien, die sich von bombenden Mördern instrumentalisieren lassen und diesen Morden so erst einen strategischen Sinn geben.
Wie das funktioniert, zeigt sich zum Beispiel im Irak. Im Irak sind heute vier Bomben inmitten von Menschenmassen explodiert. Die Medien berichten weltweit über Selbstmordattentate von Frauen, obwohl bisher überhaupt nicht klar ist, ob die Frauen - falls es denn überhaupt Frauen waren -, die die Bomben bei sich getragen haben, überhaupt wussten, dass sie Bomben bei sich trugen. Und auch zu den Tätern liegen bisher keine Erkenntnisse vor. Nichts zu wissen, veranlasst die Tagesschau offenbar dazu, die Anschläge in die Nähe von Al Kaida zu rücken. Da Al Kaida bekanntermaßen nicht existiert, sondern das Label Al Kaida seit geraumer Zeit von US-Staatsterroristen wie der amerikanischen P2OG für die psychologische Kriegsführung genutzt wird, gibt es auch kein Dementi, dass den medialen Schwachsinn widerlegen könnte. Die Strategie des sinnlosen Mordens hat Vincenzo Vinciguerra, 1990 wegen Mordes an drei Carabinieri verurteilter Rechtsextremist und Mitglied der Geheimorganisation Gladio, wie folgt beschrieben:
„Man musste Zivilisten angreifen, Männer, Frauen, Kinder, unschuldige Menschen, unbekannte Menschen, die weit weg vom politischen Spiel waren. (…) Der Grund dafür war einfach. Die Anschläge sollten das italienische Volk dazu bringen, den Staat um grössere Sicherheit zu bitten. Diese politische Logik liegt all den Massakern und Terroranschlägen zu Grunde, welche ohne richterliches Urteil bleiben, weil der Staat sich ja nicht selber verurteilen kann.“
Dadurch, dass die Medien das schwachsinnige Märchen mit Al Kaida in der Hauptrolle weltweit und sicherlich auch im Irak weiterverbreiten, ohne die Möglichkeit eines False-Flag-Attentates auch nur zu erwähnen, sorgen sie dafür, dass die Strategie der Bombenleger aufgeht und legen damit den Grundstein für den nächsten Bombenanschlag. Nun gibt es bezeichnenderweise im Irak “eine weibliche Bürgerwehr-Brigade” und auch die US-Truppen haben einen Grund, länger zu bleiben, als gerade sehr zum Missfallen von John McCain zwischen Obama und Maliki vereinbart. Der irakische Widerstand gegen die Besatzung wird die Bombenanschläge gegen die eigene Bevölkerung sicher nicht billigen.
Was die Medien besser machen können, zeigt das Beispiel der jüngsten Bombenanschläge in der Türkei. In Istanbul sind gestern zwei Bomben explodiert. Zwar versuchten einige türkische Medien und “Sicherheitskräfte” heute, die PKK für die Bomben verantwortlich zu machen, doch die PKK ließ sich die Bomben von Istanbul nicht in die Schuhe schieben und selbst Medien wie der Focus berichteten heute darüber folgendes:
“Ein hochrangiger PKK-Kämpfer wies die Vorwürfe zurück. Der Anschlag sei das Werk „dunkler Kräfte“, die die Tat mit Blick auf den AKP-Prozess und das Verfahren um den mutmaßlichen Putschversuch des nationalistischen Netzwerks Ergenekon verübt hätten, sagte Zübeyir Aydar der PKK-nahen Nachrichtenagentur Firat.”
Hier war für die mit unbegründeten Schuldzuweisungen nicht ganz so freizügig um sich werfende Berichterstattung in den internationalen Medien zwar der glückliche Umstand ausschlaggebend, dass die PKK inzwischen über ausreichend Kommunikationskanäle verfügt, damit ihre Stimme nicht ungehört bleibt, aber trotzdem zeigt das Beispiel, wie Medien die Ziele von Bombenlegern durchkreuzen können. Wer auch immer Bombenanschläge plant, um sie der PKK in die Schuhe zu schieben, weiß nun, dass das nicht mehr funktioniert.
Würden die Medien eine ähnlich zweifelnde Berichterstattung auch bei Terroranschlägen an den Tag legen, die unter dem Label von Organisationen begangen werden, die sich gegen die Anschuldigungen nicht durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit wehren können, wäre Bombenterror und False-Flag-Attentaten weitgehend der Boden entzogen.
Wenn die Massenmedien den Bombenlegern nicht den medialen Saft abdrehen, müssen sie es sich gefallen lassen, als Komplizen der Bombenleger betrachtet und bezeichnet zu werden. (Quelle: Mein Parteibuch)
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» Von Mein Parteibuch (41) am Dienstag, 29. Juli 2008 - 14:52
» Gelesen: 2649 · heute: 12 · zuletzt: 1. December 2008
» Kategorien: Manipulation, Medien, Terrorismus, Volksverdummung
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