U-Bahn-Schläger entschuldigen sich
Die Münchner U-Bahn-Schläger haben sich für ihre verbrecherische Tat an dem Rentner entschuldigt. Man kann davon ausgehen, dass das nur aus rein urteilstaktischen Gründen von der Verteidigung empfohlen wurde. Denn Reue scheint für die beiden Verbrecher ein Fremdwort zu sein, wie auch das folgende SPON-Zitat anschaulich belegt:
Nur keine Blöße geben: Serkan A. und Spyridon L. hätten ihr Gesicht verbergen können. Einer ihrer Verteidiger hatte extra ein Stück Pappe mitgebracht, hinter dem sie sich hätten verstecken können. Doch die beiden jungen Männer, die in der Öffentlichkeit den traurigen Ruhm der “U-Bahn-Schläger von München” erlangt haben, präsentierten sich den Fotografen erhobenen Hauptes - und in Handschellen.
Keine Spur von Reue. Und die Entschuldigung ist wohl auch nur Hohn.
Das Geständnis entwickelte sich zögerlich. „Wir haben ihn geschlagen“, sagte der 18-jährige Angeklagte Spyridon L. am Montag vor dem Landgericht München. Erst als der Richter ihm die Videobilder vom Überfall auf einen Rentner in der U-Bahn vorhielt und die Tritte gegen den Kopf, erinnerte sich Spyridon genauer: Er habe dem 76-Jährigen „so ein, zwei Fäuste gegeben und am Ende noch einen Kick“ – sein Fuß habe noch am nächsten Tag wehgetan. „Es tut mir leid, ich schäme mich“, sagte er. „Wir waren so besoffen.“ (Focus)
Na klar, die Besoffenheit entschuldigt natürlich alles. Und es würde mich nicht wundern, wenn sie gerade weil sie besoffen waren, eine milde Strafe bekommen würden. Eine Straftat im Suff zu begehen, bedeutet heute ja schon beinahe Straffreiheit.
Hier wieder einmal ein Beispiel, wie gut eigentlich der Täterschutz in Deutschland funktioniert:
Der Auftakt des unter großen Sicherheitsvorkehrungen stattfindenden Prozesses verzögerte sich, da die Verteidiger der Angeklagten Anträge zum Ausschluss der Öffentlichkeit stellten. Die Anwälte begründeten dies unter anderem mit dem besonderen Schutz der Persönlichkeitsrechte Heranwachsender durch den Gesetzgeber. Das Gericht lehnte die Anträge ab, da die beiden Angeklagten in dem Prozess keine Fragen zu ihrer engsten Privatsphäre wie etwa zum Sexualleben zu erwarten hätten. (NTV)
Der Schutz dieser Verbrecher ist natürlich wesentlich wichtiger, als der Opferschutz! Persönlichkeitsrechte der Verbrecher? Was ist denn eigentlich mit dem Persönlichkeitsrecht des Opfers? Hatte das Opfder ein Persönlichkeitsrecht beim brutalen Überfall? Wenn ehrenwerte Richter durch den Ausschluss der Öffentlichkeit die Persönlichkeitsrechte der Verbrecher schützen wollen, sorry, aber das ist für mich dann alles andere, als ein ehrenwerter Richter.
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» Von SaarBreaker (1271) am Montag, 23. Juni 2008 - 21:47
» Gelesen: 2041 · heute: 10 · zuletzt: 1. December 2008
» Kategorien: Deutschland, Justiz, Kriminalität, Verbrechen
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am Freitag, 27. Juni 2008 19:28
[...] Staatsanwalt hat für die Münchner U-Bahn-Schläger langjährige Haftstrafen wegen versuchten Mordes gefordert: Serkan A. solle nach [...]
am Samstag, 12. Juli 2008 14:22
Ich bin von meiner Politischen Überzeugung eher links eingestellt und habe viele anständige, gebildete ausländische Freunde. Was mich bei der Diskussion mit diesen eher erstaunt hat, war, dass sie noch mehr als die meisten Deutschen für eine harte Strafe waren. Sie sehen aufgrund eines solchen Verhaltens, natürlich stärker als die meisten Deutschen, ihr Image gefährdet und möchten, dass zwischen anständigen und assozialen Ausländern, auch im Bewusstsein der Öffentlichkeit, unterschieden werde.
Ich glaube nicht, dass Ausländer von der deutschen Justiz im Allgemeinen benachteiligt behandelt werden. Fünf Deutsche, die einen Ausländer zusammenschlagen, haben in der Vergangenheit mehr Aufmerksamkeit erregt, als fünf Ausländer, die einen Deutschen zusammenschlagen, da hier meist von einer politisch motivierten Tat ausgegangen wurde. Dass dies auch in umgekehrter Weise der Fall sein kann, dringt so langsam in das Bewusstsein der Öffentlichkeit, nicht nur der Deutschen.
Früher gab es in Discos und anderen Plätzen meines Erachtens mehr dumme Anmache und Gewalttaten von Jugendlichen mit nicht deutscher Herkunft. Diese scheinen sich, nachdem schon mehrere Jahre das Thema in den Medien immer wieder aufgegriffen wird, besser zu benehmen. Das ist mein subjektiver eindruck und auch die Statistiken geben mir recht. Die Ausländerkriminalität sinkt in den letzten Jahren wieder, nachdem sie früher innerhalb weniger Jahre enorm angestiegen war.
am Montag, 14. Juli 2008 19:13
Malfoy, ich möchte da noch etwas hinzufügen: Früher waren die Schlägereien und Überfälle ja auch nicht so brutal, wie sie es heute sind. Früher wurde mit den Fäusten gekämpft, heute sind es Waffen und Messer, die Verletzungen meistens Lebensgefährlich. Während man früher blaue Flecken hatte, liegt man heute im Krankenhaus - wenn man Glück hatte.
Wenn die Brutalität zunimmt, muss es auch härtere Strafen geben.