Staat spart massiv bei der Kinder- und Jugendhilfe
Wer vermutet hatte, dass der Staat nach den unzähligen Meldungen über Kinder- und Jugendarmut, endlich etwas dagegen unternimmt, wird erneut enttäuscht.
München (dpa) - Der Staat spart nach Berechnungen von Experten massiv in weiten Teilen der Kinder- und Jugendhilfe. So drohe die kommunale Jugendarbeit zu verschwinden, während derzeit zugleich Krippen und Kindergärten in Deutschland ausgebaut werden. Das sagte der Chef des Deutschen Jugendinstitutes, Thomas Rauschenbach, der «Süddeutschen Zeitung». Nach einer DJI-Studie wurde zwischen 2002 und 2006 in der klassischen Jugendarbeit fast ein Drittel des Personals eingespart.
Nachdem sie es soweit kommen ließen, dass sich die Armut verdoppeln konnte, war auch davon auszugehen, dass sie kein Geld in deren Bekämpfung investieren würden. Stattdessen wird für den Kindergarten-Ausbau, was natürlich auch notwendig ist, in andere soziale Bereiche Personal abgebaut. Darunter so wichtige Einrichtungen wie Kinder- und Jugendheime oder auch für die Betreuung schwieriger Familien.
In ein paar Jahren wird sich der Personalabbau in den genannten Bereichen spürbar bemerkbar machen, indem die Kinder- und Jugendkriminalität stark zunehmen wird. Was dann? Oder gehört das möglicherweise zur geplanten Überwachungsstrategie? Durch steigende Kriminalität ließen sich Entrechtungsmaßnahmen gegenüber der Bürger leichter erklären und auch durchsetzen.
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» Von SaarBreaker (1271) am Dienstag, 17. Juni 2008 - 20:22
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» Kategorien: Armut, Deutschland, Politik
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