Rentenerhöhung ist Rentenkürzung
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| Quelle: Pixelio |
Die ab 1. Juli beschlossene Rentenerhöhung von 1,1 Prozent ist unzureichend und in Wahrheit eine Rentenkürzung, die bis zum Jahresende noch wesentlich negativer für die Rentner ausfallen wird.
Wenn man den Meldungen über die steigenden Energiekosten um bis zu 40 Prozent glauben schenken darf, wird einem klar, wie hoch die Rentenkürzung tatsächlich ausfallen wird. Nicht nur das die Lebenshaltungskosten durch die steigenden Energiekosten nach oben schnellen, derzeit liegt die Inflationsrate bei 3 Prozent, so sind laut dem statistischen Bundesamt im Mai allein die Erzeugerpreise um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Und ein Ende ist nicht in sicht.
Wenn man sich die Rentenentwicklung der letzten Jahre anschaut und mit dem Preisindex vergleicht, kann man gut erkennen, wo die Rentner und Rentnerinnen heute stehen:

Die zugrundeliegenden Daten stammen vom statistischen Bundesamt
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Rentenzahlungen für Versicherte, die im vergangenen Jahr in den Ruhestand gingen, aufgrund der Rentenreformen im Vergleich zum Jahr 2000 um satte 14,5 Prozent gesunken sind. Nach neueren Berechnungen erhält ein Mann eine durchschnittliche Nettorente von 790 Euro in West- und 836 Euro in Ostdeutschland. Wie soll ein Rentner mit dem Einkommen angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten noch überleben können?
Um die Armut im Ruhestand zu begegnen, fordern CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne, die Beschäftigten sollen sich durch private Vorsorge vor der drohenden Altersarmut schützen. Diese Forderung ist an Zynismus nicht zu überbieten. Es ist den vorgenannten Parteien nicht entgangen, dass inzwischen sehr viele Beschäftigte im Niedriglohnbereich tätig sind und kaum noch Geld haben, um die Ausgaben für ihr tägliches Leben zu bestreiten. Den vorgenannten Parteien ist es auch zu verdanken, das sich Zeitarbeit in Deutschland immer mehr durchsetzt.
Diese für die Wirtschaft so positive Politik wird sich allerdings spätestens dann, wenn viele dieser Zeitarbeiter in den Ruhestand gehen, gegen ihre Wirtschaftspolitik wenden. Denn dann wird die Armut im Land erst so richtig zunehmen. Und ich frage mich, mit welchen Lügen sie uns dann überraschen werden.
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» Von SaarBreaker (1271) am Samstag, 21. Juni 2008 - 16:51
» Gelesen: 1659 · heute: 4 · zuletzt: 1. December 2008
» Kategorien: Armut, Deutschland, Politik, Rentenchaos
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