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Noch ein Opfer der Knechtschaft

Von WUT am Mittwoch, 4. Juni 2008 - 22:27

Die permanente Gehirnwäsche der agenturzentralen Journaille, des BRD-Staatsrundfunks und des wirtschaftsfinanzierten Rundfunks, die allen Menschen unentwegt eintrichtert, dass ein Hartz-IV-Empfänger ein nichtsiger Versager und selbst schuld an seinem Elend sei, hat in Kombination mit den betrüblichen Lebensumständen der neuen Armut ein weiteres Todesopfer in der BRD gefordert:

Gleich zu Beginn des Mordprozesses gestand die 43-jährige Mutter, ihre auf der Couch schlafende 15 Jahre alte Tochter im August vergangenen Jahres mit einem Fleischermesser getötet zu haben. [...] Die nach eigenen Angaben unter Depressionen leidende Angeklagte versuchte ihre Tat damit zu erklären, dass ihr die finanziellen und persönlichen Probleme über den Kopf gewachsen seien. Nach der Tötung ihrer Tochter habe sie sich selbst töten wollen. “Die Lisa war das Beste, was ich im Leben zustande gebracht habe”, sagte sie unter Tränen. “Ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen und wollte einfach nur, dass es vorbei ist”, sagte die aus Rottendorf bei Würzburg stammende Frau, die geschieden ist und zuletzt von “Hartz IV” lebte. [...] Der Versuch der Frau, sich nach der Tat mit einem Messer die Pulsader aufzuschneiden, misslang.

Es wird nicht der letzte derartige Fall in der BRD bleiben. Wer noch nicht völlig vom medieninduzierten Selbsthass zerfressen ist und seine Wut nicht in depressiver Weise gegen sich selbst richten will, der schaue sich in aller Ruhe die Zahlen für die offenen Stellen, für die Anzahl der Arbeitslosen und für die Anzahl der Menschen in staatlich subventionierter Elends- und Zwangsarbeit an. Das schärft den Blick, um die Äußerungen aus Politik, Wirtschaft und Medien besser zu beurteilen. Und. Richtet die Augen auf bessere Ziele für den Hass. (Quelle: WUT)

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» Kategorien: Armut, Manipulation, Medien, Opfer, Politik
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» Kommentare: 6 Kommentare | Kommentar schreiben | Top

6 Kommentare zu “Noch ein Opfer der Knechtschaft”
  1. 1
    Gravatar von Traurig
    Von Traurig
    am Mittwoch, 4. Juni 2008 23:57

    Ich frage mich, wie viele Kinder, Frauen und Männer mittelbar (oder präventiv aus tiefster Angst und Verzweiflung) durch Hartz IV noch STERBEN MÜSSEN, bis durch die Menschen ein Ruck geht und endlich ein grundlegendes Umdenken statt finden wird!

    Lasst euch fragen Ihr Politiker und ausnahmslos ALLE dafür (Agenda 2010) Verantwortlichen: WIE VIELE TOTE FORDERT IHR NOCH?! Wann habt ihr endlich genug??

  2. 2
    Gravatar von SaarBreaker
    Von SaarBreaker
    am Donnerstag, 5. Juni 2008 18:44

    Das Problem ist leider, dass es den Schmarotzern und überbezahlten Wirtschaftslobbyisten einfach nicht interessiert, was mit den Menschen passiert oder wie sehr sie unter der Hatz-IV-Versklavung und Entrechtung leiden.
    Solange sie ihre Millionen haben und damit ein Leben in Luxus führen können, wird sich nichts ändern. Das entrechtete und unterdrückte Volk wagt es nicht, sich gegen ihre Unterdrücker zu erheben.

    Die Situation in Deutschland ist viel schlimmer, als viele glauben. Nehmen wir einmal die Medien, die bis auf wenige Ausnahmen, Heuchelei der übelsten Sorte betreiben. Die Meldungen sind durchwegs entschärft und spiegeln nicht die aktuelle Lage wieder. Aufklärung kann man getrost vergessen.

    Die Wirtschaft, ein korrupter Haufen ohne gleichen, setzt ihre Arbeitnehmer mit Löhne am Existenzminimum unter druck, so dass sie Überstunden machen müssen, wenn sie über die Runden kommen wollen. Wenn ein Arbeitnehmer nicht mitspielt, wartet bereits ein neuer Zeitarbeiter auf die Stelle. Das ist es, was die Korrupten ihren Arbeitnehmern vermitteln, aber nicht laut aussprechen. Wenn dann Gewerkschaften eine Lohnerhöhung über 10 Prozent fordern, geht ein Aufschrei durchs Land. Warum eigentlich? Die Leute würden selbst mit einer 20prozentigen Lohnerhöhung nicht an ihr Lohnniveau kommen, das sie über die Jahre durch steigende Preise und mickrigen Lohnerhöhungen um 1,5 Prozent verloren haben. Es ist eine Frechheit, eine Lohnerhöhung unter dem Verteuerungsindex (ca. 4,5 Prozent) anzubieten.

    Wenn ich mir die letzten Jahre anschaue, haben die Hartz-IV-Empfänger, Rentner, Zeitarbeiter und andere Unterschichtler am meisten verloren. Korrupte Unternehmen und der Abzockstaat haben wirklich sehr viel getan, damit die Armut im Land überproportional zunimmt.

    Wenn es eine bessere Zukunft geben soll, dann muss jetzt gehandelt werden. Denn bald wird es auch die Möglichkeit einer Demonstration nicht mehr geben.

    Wobei ich allerdings glaube, das wir im Globalisierungszeitalter nichts mehr ändern können, da es den korrupten Unternehmen sehr leicht gemacht wird, in Billiglohnländer zu produzieren.

  3. 3
    Gravatar von Traurig
    Von Traurig
    am Freitag, 6. Juni 2008 22:59

    Ja, das Leid das “diese” Menschen zunehmend sehenden Auges verbreiten, und das aus reiner Gier und Profilierungssucht, es ist eine Schande.

    Gegen die Unterdrücker und Ausbeuter erheben ist gut, aber bitte ohne Gewalt und Blutvergießen. Ich selbst bin in der Hartz-IV-Mühle, war zuletzt auch in Zeitarbeitsfirmen und wurde ausgepresst wie eine Zitrone. Nicht mehr mit mir! Arbeiten will und werde ich, doch sicherlich nicht mehr zu Sklaven-Konditionen.

    Wir alle, jeder einzelne von uns, hat die Möglichkeit was daran zu ändern - im Kleinen und ohne jegliche Gewalt. Step by Step.

    Mag sein, dass Wenige die Millionen haben, und durch weitere Ausbeutung immer mehr anhäufen. Aber überlegt doch einmal: wer ermöglichte ihnen das erst? Wir, die wir jetzt ausgebeutet werden und wurden! Und wieso? Weil uns glauben gemacht wird, dass wir (von denen) abhängig sind. Irrtum! Sie sind von uns eben so “abhängig” wie wir von ihnen. Das muss ihnen nur wieder vor Augen geführt werden. Sie wollen in Billiglohnländer abziehen? Reisende soll man nicht aufhalten. Es werden andere nach ihnen kommen. Also ich persönlich bin froh, wenn jemand geht der mir schaden will oder mir schadet ;-)

    Es wird eine bessere Zukunft geben! Dessen bin ich mir absolut sicher :-)

  4. 4
    Gravatar von SaarBreaker
    Von SaarBreaker
    am Montag, 9. Juni 2008 17:58

    Da kann ich dir wirklich nur voll zustimmen :!: Du hast leider recht! Wir sind es, die es erlauben und hinnehmen.

    Dennoch glaube ich, wenn das alles so weitergeht, dass sich ohne Gewalt nichts ändern wird. Die Unzufriedenheit in Deutschland war noch nie so groß, wie heute. Irgendwann kocht das über und es werden sich Massen in Bewegung setzen, die angestaute Wut wird sich entladen. Und ich möchte dann nicht dabei sein!

    Demos bringen leider nicht viel, wie auch das jüngste Beispiel, das Überwachungsbegehren der Volksspitzel, zeigt. Viele Demos haben die Verantwortlichen nicht im mindesten beeindruckt. Es wird einfach weitergemacht! Oder auch die Telekom, Lufthansa, Lidl usw., Gesetze missachtet und nichts passiert :!: Das sollte jeden zu denken geben!

  5. 5
    Gravatar von Perspektive2010
    Von Perspektive2010
    am Freitag, 13. Juni 2008 04:55

    Ein Gewaltverzicht ist nicht notwendig. Die Gegenseite agiert mit struktureller Gewalt, tötet am laufenden Band und bringt grenzenlos Leid und Not über die Menschen. Wenn Gewalt sein muss, dann muss sie eben sein, falls es anders nicht geht. Lieber ein paar der Verbrecherkapitalisten lynchen und seine Ziele erreichen als ewig zu demonstrieren und zu lamentieren, aber am Ende nichts zu erreichen. Der neue Klassenkampf wurde von oben begonnen, da kann man es uns nicht verdenken, wenn wir uns nur wehren.

    Gruß

    Alex

  6. 6
    Gravatar von SaarBreaker
    Von SaarBreaker
    am Freitag, 13. Juni 2008 17:09

    Alex, du sprichst es aus, was ich denke. Danke!
    Es wird früher oder später einen Knall geben, dass ist sicher!

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