Kurz verlinkt (19)
Mogelpackung Armutsbericht (Der Spiegelfechter)
Die Geschichte um die Veröffentlichung des dritten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung ist ein Lehrbeispiel an strategischer Finesse. Als die SPD am 19. Mai wieder einmal in einer tiefen Depression steckte, veröffentlichte Arbeitsminister Olaf Scholz eine Vorabkurzversion des „Armutsberichtes“, in der er nicht wesentlich mehr als ein paar statistische Größen nannte und diese – obgleich sie alarmierend waren – als Erfolg der Regierungsarbeit verkaufte.
Opfer zu Heulsusen (taz.de)
Wie verbreitet ist die Armut in Deutschland? Das ist weiterhin eine Definitionsfrage - man könnte auch sagen, es bleibt eine Machtfrage. Jedenfalls ist auch in der überarbeiteten Version des Armuts- und Reichtumsberichts festzustellen, dass die Bundesregierung ihre Daten sehr freizügig und parteiisch auslegt. Wieder werden vor allem jene Statistiken hervorgehoben, die am besten zu belegen scheinen, dass “der Sozialstaat wirkt”. Nur 13 Prozent der Deutschen seien arm, behauptet die Regierung deshalb jetzt.
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» Geschrieben von SaarBreaker (1156) am Donnerstag, 26. Juni 2008 - 21:09
» Gelesen: 1417 · heute: 2 · zuletzt: 6. October 2008
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