Die Selbstmordmaschine II
Gestern hatte ich erwähnt, dass Hamburgs Ex-Justizminister Roger Kusch eine Selbstmordmaschine erfunden hat, die er möglicherweise am vergangenen Samstag einsetzte.
Heute berichtet der Focus, dass Kusch seine zweifelhafte Sterbehilfe ohne diese Selbstmordmaschine an eine scheinbar lebenslustige Rentnerin, namens Bettina S., durchführte. Das Ominöse an der ganzen Geschichte ist, dass die Rentnerin augenscheinlich weder todkrank noch schwerstbehindert oder sonst irgendwie ans Bett gefesselt war. Um seine Sterbehilfe zu rechtfertigen, hat Kusch ein Video mit der Rentnerin gedreht und am Montag der Presse vorgestellt:
„Dankeschön allen, die mir geholfen haben …“, sagt die 79-Jährige und prostet lachend mit einem schwarzen Kaffeebecher in die Videokamera. Das werde sie antworten, wenn sie im Moment ihrer Gifteinnahme gefragt würde, ob sie wirklich sterben wolle. Am vergangenen Samstag war es so weit. Die alleinstehende Rentnerin nahm sich das Leben. Zuerst schluckte sie eine Dosis des Malariamittels Chloroquin und dann Diazepan. Sterbehilfe leistete Roger Kusch. (Focus)
Spricht so eine todkranke Rentnerin, die Sterbehilfe benötigt? Sicherlich nicht. Die Frau und ehemalige Krankenschwester war einfach nur Lebensmüde und hat sich deshalb mit Kusch’s Hilfe das Leben genommen. Aktive Sterbehilfe war es sicherlich nicht, und Beihilfe zum Selbstmord ist in Deutschland straffrei. Was für komische Gesetze wir in Deutschland doch haben…
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» Von SaarBreaker (1269) am Montag, 30. Juni 2008 - 20:40
» Gelesen: 1593 · heute: 9 · zuletzt: 1. December 2008
» Kategorien: Deutschland, Gesundheit, Leben
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