Die Angst vor der Apokalypse…
WUT hat ein interessantes Flugblatt, das derzeit in Hannover verteilt wird, online gestellt und weil es in gewisser Weise der Wahrheit entspricht, habe ich es übernommen:
Die Angst vor der Apokalypse wurde ersetzt durch die Angst vor dem Börsensturz.
Geld/heilig
Geld, verflixtes Geld.
Warum behandeln sie dich wie etwas Natürliches
wenn du es nicht bist?
Die Täuschung ist sogar noch größer:
Das Tauschmittel ist ein Selbstzweck!Geld, verflixtes Geld.
Du verdrängst den Glauben an die Ankunft Gottes durch
den Glauben an Gewinn,
das Dogma der christlichen Moral durch
das Dogma der Börsentheorie.Geld, verflixtes Geld.
Für sie bist du der einzige Gott,
der Gott, den kein einziges Mysterium verbirgt,
du bist real, die Anderen sind Fiktion.
Deine Religion des Gewinns regiert, wie alle anderen
durch Angst und Betrug.Geld, verflixtes Geld.
Wir, die wir nicht vor irgendeinem Gott niederknien
bringen die Methoden der Entweihung zurück
um unsere Verachtung dir gegenüber zu demonstrieren.
Unser romantisches Freiheitsideal
steht heute deiner Macht gegenüber.
Der Kampf ist erklärt.Geld, verflixtes Geld, pass auf!
An jeder Ecke ist Eine/r von uns!
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» Von SaarBreaker (1269) am Donnerstag, 12. Juni 2008 - 21:18
» Gelesen: 1396 · heute: 4 · zuletzt: 1. December 2008
» Kategorien: Medien, Politik, Wirtschaft
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am Montag, 16. Juni 2008 01:47
In der BWL gibt es den begriff des “Leverage-Effektes”. Hört sich toll an, heißt im Prinzip: “Leihe Dir Geld billig, lasse es teuer für Dich arbeiten!” Nach dem Prinzip arbeiten Banken, alle. Je teurer ich mein Geld aber arbeiten lasen will, desto größeres Risiko muss ich auf mich nehmen.
Das weiß eigentlich auch jeder. Dementsprechend ist es kein Wunder, dass es immer wieder von Crash zu Crash läuft: Ist ein Markt, egal welcher, “heiß”, dann kann man dort fette Sahne schöpfen. Das geht in der Anfangsphase boomender Märkte auch gut. Das macht mutiger und gieriger. Das geht oft auch noch gut. Aber es geht eben niemals auf Dauer gut, wenn man immer mutiger und gieriger wird, weil die Schlauen irgendwann aussteigen.
In der volkswirtschaftlichen Gesamtbetrachtung wird dabei weder etwas gewonnen, noch etwas verloren: Geld verschwindet dabei nicht, es wechselt nur den Eigentümer.
Man kann sich denken, in welcher Weise letztlich so gut wie immer: Umverteilung von unten nach oben.