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9/11: Beweise für Verschwörung oder Wahrheit?

Von SaarBreaker am Sonntag, 1. Juni 2008 - 14:32

WTC-Attacke Seit der Zerstörung des World Trade Center halten sich hartnäckig Gerüchte, wonach die Zerstörung nicht von Terroristen sondern von der US-Regierung geplant und durchgeführt wurde.

Schall und Rauch schreibt über neue Beweise, eine Explosion im Untergrund soll die Fundamente des WTC zerstört und dadurch zum Einsturz gebracht haben.

Kevin Ryan hat folgende Bilder die wir noch nie gesehen haben von einem Feuermann erhalten und auf 911blogger.com veröffentlicht. Sie zeigen die zerstörte Tiefgarage des World Trade Center nach dem Zusammensturz.

Ich bin kein Mensch der Verschwörungstheorien unkritische direkt als Wahrheit akzeptiert. Deshalb und weil die Fotos nicht das belegen, was behauptet wird, schreibe ich überhaupt etwas zu diesem Thema.

Feuer in der Tiefgarage

Obwohl die Türme im 77. und 92. Stockwerk getroffen wurden brannte es in der Tiefgarage. Wie erklärt sich das?

Das Feuer in der Tiefgarage kann durch die Versorgungs- und Aufzugsschächte entstanden sein. Jeder Feuerwehrmann wird das bestätigen können, dass ein Feuer sich durch die Versorgungsschächte nach unten frisst, dass geht um so schneller, wenn brennbare Flüssigkeit in den Schacht eindringt, was beim WTC sicherlich der Fall war.

Eine extrem hohe Hitze entsteht, wenn sie nicht entweichen kann. Das trifft auf die Tiefgarage zu. Ähnlich einem Tunnelbrand, bei dem die Temperaturen so hoch werden können, dass sogar Betondecken bersten bzw. instabil werden, ist auch vorstellbar, dass ein Feuer darunter den Boden darüber zum Einsturz bringen kann. Hier spielte sicherlich auch das Gewicht eine Rolle, immerhin standen genügend Fahrzeuge herum.

Explosion in der Tiefgarage

Wenn eine starke Explosion im Untergeschoss stattgefunden hätte, die den Boden zum Einsturz brachte, wären dann nicht durch die Explosionswucht die Autos zerstört worden? So sind sie, wie die Fotos belegen, verbrannt aber nicht wie bei einer Explosion üblich, zerstört. Auch fehlen meiner Ansicht nach die üblichen Schäden an den Decken-Installationen, die durch eine Druckwelle praktisch weggefegt worden wären.

Einsturz

Der Brand in der Tiefgarage und selbst wenn man von der Theorie einer Explosion ausgehen mag, führte das nicht zum Einsturz des TWC. Die TWC sind von oben nach unten eingestürzt und nicht von unten nach oben.

WTC7-Einsturz

wtc7 Das WTC7 wurde sehr wohl von Trümmerteilen eines der Flugzeuge getroffen, die in die Türme flogen. Auf einem anderen Video ist klar zu erkennen, dass es in mehreren Stockwerken brannte. Ob dieser Brand allerdings zum Einsturz führte halte ich für zweifelhaft, auch deshalb, weil WTC7 von unten nach oben einstürzte.

Verschwörungstheorien sind Kassenschlager

Verschwörungstheorien gibt es viele. Aber wenn man sich die angeblichen Beweise genauer anschaut, bleibt meist nicht viel übrig. Wobei ich hier nicht behaupte, dass beim TWC-Anschlag alles genau so war, wie es von offizieller Seite erklärt wird. Ich habe da auch meine Zweifel. Allerdings beurteile ich angebliche Beweise stets kritisch und erwarte das auch von jenen, die solche Beweise veröffentlichen.

Weil Menschen das Unfassbare Leid und den Terror nicht akzeptieren wollen, suchen sie Erklärungen, die sie in leichtverständlichen Verschwörungstheorien finden. Die Autoren der Verschwörungstheorien aber verdienen sich mit dem Verkauf ihrer Geschichten dumm und dämlich.

Wer kann sich noch an die große Ufo-Hysterie erinnern? Was ist geblieben von den vielen Aliens, die mit ihren Ufos überall auf der Erde gesichtet wurden? Sie wurden durch 9/11 vom Markt verdrängt, kauft heute niemand mehr.

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» Von SaarBreaker (1269) am Sonntag, 1. Juni 2008 - 14:32
» Gelesen: 2118 · heute: 6 · zuletzt: 1. December 2008
» Kategorien: Verschwörungstheorien
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12 Kommentare zu “9/11: Beweise für Verschwörung oder Wahrheit?”
  1. 1
    Gravatar von Jonathan
    Kommentar von Jonathan
    am Montag, 11. August 2008 00:11

    Ich versuche es wie SaarBreaker zu halten, ich glaube auch nicht das, was uns die US-Regierung da auftischen will,aber auch nicht jeden “Beweis” für das Gegenteil. US-Regierung lügt, zu viele Ungereimtheiten, Vertuschungen, keine Offenlegung aller Fakten. Aber man sollte genau hinschauen und hinterfragen, leider wird mit diesen Theorien viel Geld gemacht……aber oder das traurige daran und wohl der Nährboden all dieser Verschwörungstheorien: man muss es dieser US-Regierung leider zutrauen, ich halte einen Inside-Job für möglich und das macht Angst…oder?
    Aber auf der anderen Seite, wenn man wirklich sowas plant, durchführt…kontrollierte Sprennung etc. wo sind die Leute die das alles durchgeführt haben, sind sie tot oder schweigen sie wirklich? Kann man glauben, dass, wenn wirklich Inside-Job wirklich alle dicht halten?

  2. 2
    Gravatar von SaarBreaker
    Kommentar von SaarBreaker
    am Dienstag, 12. August 2008 11:05

    Diesen oft genannten Sprengungstrupp hat es nicht gegeben. Es wäre doch wohl sehr auffällig gewesen, wenn da einige Leute mit Sprengstoff, Zündschüren und großen Bohrmaschinen in die Türme spaziert wären und dort rumgebohrt hätten…

    Die US-Regierung hat im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 9/11 etwas zu verbergen, das ist klar. Bloß was könnte das sein? Ich glaube, dass US-Geheimdienste sehr wohl über die bevorstehenden Anschläge informiert waren und man kann wohl auch davon ausgehen, dass es in Regierungskreisen bekannt war.

    Die Frage ist also, warum wurde nicht reagiert und die Menschen evakuiert?

    Dazu müsste man einmal wissen, was die US-Geheimdienste wirklich wussten. Kannten sie die Anschlagsziele? Wenn nicht, hätte eine Warnung vermutlich eine Massenhysterie ausgelöst… Wenn doch, dann kennen wir zumindest deren Beweggründe für die Verheimlichung: Krieg um Rohstoffe und Überwachung.

    Genau das gilt es aus meiner Sicht zu verheimlichen, dass man es wusste und nichts unternommen hat.

  3. 3
    Gravatar von nils
    Kommentar von nils
    am Donnerstag, 11. September 2008 10:52

    Dass mit den Bohrungen etc… Wäre doch möglich..
    Angeblich und so beiweisen es auch von dem dort damals beschäftigten ist in den leersthenden etagen angeblich gearbeitet worden es gab heftige erschütterungen und sein schreibtisch war jeden morgen voller staub auch auf der fensterbank…
    Mehre mitarbeiter hatten sich damals beklagt.
    Er hörte auch weitere geräusche allerding hatte keiner zutritt zu den jeweiligen räumen nur spezielle leute…

  4. 4
    Gravatar von calvin&hobbes
    Kommentar von calvin&hobbes
    am Sonntag, 16. November 2008 21:50

    Dass hochgebaute Stahlgebäude, die zur Bauzeit die höchsten Turmbauten der Welt darstellten und entsprechend ihrer innovativen Röhren-Konstruktion statisch ziemlich überdimensioniert waren, aufgrund von Vorschäden durch Flugzeugeinschlag und die darauffolgenden Schwelbrände bis in die Grundmauern zusammenbrechen, ist ein unvorstellbar unwahrscheinliches und bis dato noch nie dagewesenes Ereignis.

    Der Otto-Normal-Fernsehzuschauer (das sind wir alle) ist durch die ständig wiederholte Bildfolge “Flugzeugeinschlag - Zusammenbruch der Türme” so auf diesen scheinbaren Zusammenhang konditioniert, dass er nichts Anderes mehr denken kann.

    Die drei Turmbauten des Welthandelszentrums wurden zerstört - wie genau, wissen wir nicht. Da die twin towers den Flugzeugeinschlägen offenbar stand gehalten haben, und ein Bürobrand noch niemals in der Geschichte des Stahlbaus zur Ursache eines totalen Kollaps wurde, ist eine beabsichtigte Sprengung die plausibelste Hypothese und muss in jedem Fall forensisch untersucht werden.

  5. 5
    Gravatar von SaarBreaker
    Kommentar von SaarBreaker
    am Dienstag, 18. November 2008 18:20

    Auf diese forensische Untersuchung der Trümmer, die Du hier ansprichst, werden wir ewig warten. Denn viele Teile der Trümmer wurden durch den Transport zusätzlich beschädigt, außerdem dürfte das Feuer die meisten Spuren beseitigt haben. Und einige Teile dürften sich inzwischen auch in Luft aufgelöst haben… Eine Untersuchung dürfte also inzwischen unmöglich geworden sein. Nun könnte man noch darüber spekulieren, ob Trümmerteile absichtlich verschwunden sind, was zu nichts führen wird, weil auf jedem “Schrottplatz” bekanntermaßen etwas spurlos verschwinden kann.

    Zu den Bauarbeiten: Ist es nicht üblich, dass in einem Bürogebäude bei Bauarbeiten die sich auf die ganze Etage erstrecken, diese gesperrt wird?

    Ist es wirklich Realistisch, anzunehmen, dass Bauarbeiter oder wer auch immer große Mengen Sprengstoff “verbaut” haben und nun für immer schweigen? Nein! Man hätte alle Bauarbeiter ermorden müssen um sie am Reden zu hindern. Und kommt mir jetzt bloß nicht damit, dass welche ermordet wurden…

  6. 6
    Gravatar von calvin&hobbes
    Kommentar von calvin&hobbes
    am Mittwoch, 19. November 2008 22:15

    Mich würde ja interessieren, warum so viele Kriminalfälle - vom Reichstagsbrand über die schwarzen Kassen der CDU bis zu den Vorfällen in Bad Kleinen - bis heute mit so vielen Ungereimtheiten behaftet - und damit unaufgeklärt - sind.

    Ich fürchte, die beteiligten Personen werden in ihrer Fähigkeit, zu schweigen bis ins Grab, massiv unterschätzt. Um sie zum Schweigen zu bringen, ist ein “Ehrenkodex” wirksamer als eine Todesdrohung.

  7. 7
    Gravatar von calvin&hobbes
    Kommentar von calvin&hobbes
    am Mittwoch, 19. November 2008 22:24

    Nachtrag: Ein “Ehrenkodex”, der hier sehr nach Verschwörung klingt, wird sogar überflüssig, wenn die handelnden bzw. ausführenden Personen davon überzeugt sind, “recht getan” zu haben.

    Und jetzt tut mal bitte nicht so, als gäbe es keinen nationalen Fundamentalismus.

  8. 8
    Gravatar von calvin&hobbes
    Kommentar von calvin&hobbes
    am Donnerstag, 20. November 2008 00:33

    Zu dem Argument, eine Untersuchung sei nicht mehr möglich, da alle Indizien vernichtet/verändert wurden.

    Wenn die staatlichen Behörden, allen voran FEMA und NIST, ein Modell konstruieren und eine Hypothese entwickeln können, die den dreifachen Kollaps als notwendigen, durch die Statik begründeten Unfall beschreibt - dann lässt sich auch ein Modell konstruieren, das zeigt, wo welche Sprengladungen hätten angebracht sein müssen, um das bekannte Schadensbild zu erzeugen.

    Da hier speziell die Einsturzsequenzen bekannt und Echtzeitbilder dazu weiterhin verfügbar sind, lässt sich dann beurteilen, welche Hypothese besser zu den Beobachtungen passt.

    Nach strengen Maßstäben forensisch ist diese Methode zwar nicht, da sie mit Modellen arbeitet; von der Herangehensweise des NIST unterscheidet sich die Sprengungshypothese aber nur in der Prämisse. Die Frage lautet: Wie war es möglich?

  9. 9
    Gravatar von SaarBreaker
    Kommentar von SaarBreaker
    am Donnerstag, 20. November 2008 19:34

    Damit hast Du sicherlich recht. Aber, ob es dann auch tatsächlich so war, steht wiederum auf einem anderen Blatt. Natürlich lässt sich im Model ein Szenario nachbilden, wonach Sprengladungen einen ähnlichen oder den gleichen Schaden anrichten, der schließlich zum Einsturz führen musste. Dennoch bleibt der Zweifel, ob es tatsächlich so war.
    Wir können unterstellen was wir wollen, beweisen können wir es jedoch nicht. Und das ist der Punkt, der auch zu diesen wilden Verschwörungstheorien führt.

    Ehrenkodex oder Fundamentalismus: Selbst wenn es eine Gruppe gegeben hätte, wären meiner Ansicht nach irgendwo Beweise für deren wirken aufgetaucht.

    Wie war es möglich? Diese Frage wird erst interessant, wenn es nicht um den Einsturz (darüber gibt es hinreichend Informationen) geht, sondern darum, wie es möglich war, dass die Geheimdienste der USA - die besten Weltweit - nichts über Anschlagsziele gewusst haben wollen?

  10. 10
    Gravatar von calvin&hobbes
    Kommentar von calvin&hobbes
    am Freitag, 21. November 2008 12:25

    Das ist halt auch eine weltanschauliche Frage, auf die sich unsere Diskussion bezieht. Ist vielleicht kritikabel, aber ich denke gern in Analogien. Hier zum Beispiel der historische Streit über das “passendere” Modell des Sonnensystems.

    Und zur Rezeption von 9/11 in der Öffentlichkeit passt m.E. die Geschichte vom Reichstagsbrand wie das Haar zur Suppe. Artikel aus 2001 (im Seitenquelltext letztmals am 02.04.2001 geändert):

    http://www.eforum-zeitgeschichte.at/moll03.html

    Und die Historiker streiten immer noch. Mag sein, dass Geschichte sich nicht wiederholt - im Detail unbedingt richtig, aber im Prinzip?

    Wann werden Indizien zum Beweis? Oder, anders gefragt: Wie bzw. wann wird eine Modellvorstellung glaubwürdig?

  11. 11
    Gravatar von SaarBreaker
    Kommentar von SaarBreaker
    am Montag, 24. November 2008 22:04

    Ich war lange der Meinung, dass wir aus unseren Fehlern lernen - sich die Geschichte also nicht wiederholt. Aber wenn ich mir die aktuellen Wünsche der “Sicherheitsfanatiker” anschaue, so muss ich doch gestehen, dass ich damit leider falsch lag. Wir sind geradewegs dabei ein Szenario aufzubauen, das eine Völkerrechtswidrige Verfolgung von Minderheiten rechtfertigen soll. Das ist zwar abscheulich und unglaubwürdig zugleich, dennoch kann ich aus dem Vorgehen einiger Lobbyisten mangels fehlender Beweise für ihre Behauptungen nichts anderes ableiten.

    Ja, der Reichstagsbrand und der 9/11 sowie dass was danach geschah, gleichen sich. Aber ich kann mir dennoch nicht vorstellen, dass man so viele Tote aus den eigenen Reihen “einplant”. Was würde wohl passieren, wenn bekannt würde - gewissermaßen öffentlich bewiesen - dass es so war?

    Meiner Meinung nach wird eine Modellvorstellung dann glaubwürdig, wenn es keine Beweise für seine nicht Glaubwürdigkeit mehr gibt.

  12. 12
    Gravatar von calvin&hobbes
    Kommentar von calvin&hobbes
    am Dienstag, 25. November 2008 20:18

    Interessant, wie unterschiedlich der Granatenanschlag auf das EULEX-Hauptquartier in Pristina interpretiert werden kann. Stecken vor allem

    a) deutsche Interessen
    http://www.radio-utopie.de/200.....EX-Agenten

    oder

    b) die Interessen der Politmafia
    http://www.mein-parteibuch.com.....fia-staat/

    dahinter?

    Wichtig zum Verständnis: Neben dem Interesse von Apparaten gibt es immer auch Einzelinteressen, deren Motivlage so stark sein kann, dass sie in ihren Aktivitäten über Leichen gehen. Gerade im Machtvakuum und bei instabiler politischer Lage entsteht Raum für kriminelle Akte mit Todesfolge. Besonders wenn eine unzureichend legitimierte Administration in eine Zwangslage geraten ist und eben deshalb nicht recht begreift, wozu sie eigentlich da ist.

    Im Zusammenhang mit 9/11 ist es wichtig zu sehen, dass es neben den bekannten Figuren aus der US-Administration und ihren international prominenten, z. T. rachsüchtigen Opponenten auch eine mit ganz eigenen Interessen auftretende, je nach politischer Großwetterlage dreist oder klein-klein agierende US-Mafia gibt. Die war in den 80ern z.B. in der Bauindustrie NewYorks hoch aktiv.

    Zum Netzwerk der organisierten Kriminalität gehören regelmäßig Knoten in der lokalen, regionalen oder nationalen Administration.

    Wie ein Ereignis politisch ausgeschlachtet werden kann, wenn es erst einmal stattgefunden hat, erleben die Menschen immer und immer wieder. Der politische Mißbrauch kann Aufklärung behindern und davon ablenken.

    Wie dieser telepolis-Artikel zeigt, ist in der öffentlichen Rezeption eines politisch bedeutsamen Gewaltverbrechens irgendwann für jeden Geschmack etwas dabei:

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29173/1.html

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