Mit dem größtmöglichen Schaden
wollen Bayerns oberste Sicherheitsbehörden die heimliche Online-Durchsuchung zur Terrorabwehr durchführen. Verfassungsschutz-Präsident Wolfgang Weber betonte:
das Internet habe sich zu einem zentralen Kommunikationssystem für Terroristen entwickelt. Im “extremen Einzelfall” müsse den Behörden deshalb das Mittel von Online-Durchsuchungen zur Verfügung stehen.
Richtig! Die Überwacher sind im Internet zu finden.
Der ganze Irrsinn von den sogenannten „obersten“ Sicherheitsbehörden geht mir inzwischen echt tierisch auf die Nerven! Deshalb mal Klartext an die „obersten“ Sicherheitsbehörden, die sich aufführen wie die kleinen Kinder!
Zunächst einmal ist wirklich, aber auch wirklich kein einziger Terrorist so sau blöd, dass er seine „wichtigen“ Daten unverschlüsselt auf seinem Rechner rumliegen lässt, der zudem noch ständig am Netz hängt. Und wie Ziercke mehrfach betonte, geht es lediglich um 10 bis 20 Fälle im Jahr, bei denen die heimlich Online-Durchsuchung zur Anwendung kommen soll.
Was soll also das Gejammer? Oder wollen uns die „obersten“ Sicherheitsbehörden Bayerns etwa beweisen, dass sie eine nicht durchführbare flächendeckende Online-Spionage betreiben wollen? IPs nach dem Zufallsprinzip? Dieses hohle Vorgehen wird sicherlich auch bald damit belohnt werden, dass der sogenannte „Bayertrojaner“ auf unzählige schwach geschützte Computer in Erscheinung tritt und alle möglichen Daten, außer terroristische natürlich, an diverse und vorrangig in China ansässige Hacker ausliefert. Als nächstes wird es zu DDoS-Attacken kommen, die nicht nur Regierungsserver lahm legen werden. Das ist nur ein Szenario, das diese Hohlköpfe in kauf nehmen.
Ein anderes noch viel schlimmeres Szenario ist die Wirtschaftsspionage. Die Million von Arbeitsplätze kosten kann und dann auch kosten wird. Das alles wird von den „obersten“ Sicherheitsbehörden in kauf genommen, um irgendwelche Terroristen Kriminelle zu fangen! Die meisten, die dabei in den Focus der Ermittler kommen werden, sind unschuldige Bürger, die durch Zufall auf irgendwelchen “verbotenen” Seiten gelandet sind.
Um welche Terroristen geht es überhaupt? Die Islamisten? Wie viele Anschläge gab es von Islamisten in Deutschland?
Klar, nach Einführung der Online-Durchsuchung wird man uns stolz erste Erfolge präsentieren. Vielleicht den aus Neunkirchen stammenden Eric B., der ja als Terrorist medienwirksame Interviews gibt? Sein letztes Video fand allerdings keine große Verbreitung. Die Presse hat wohl auch begriffen, dass zu viele Terrormeldungen die Pressefreiheit versauen.
Es geht nicht um Terroristen! Darum ging es nie. Es geht um Macht, Einschüchterung und wirtschaftliche Vorteile in einer globalisierten Welt, in der es bald keine Bürgerrechte mehr geben wird.
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» Geschrieben von SaarBreaker (1156) am Dienstag, 27. Mai 2008 - 23:28
» Gelesen: 2089 · heute: 8 · zuletzt: 5. October 2008
» Kategorien: Durchgeknallt, Grundrechteabbau, Internet, Sicherheitspolitik, Überwachung
» Tags: Überwachung, Durchgeknallt, Entrechtung, Grundrechteabbau, Internet, Polizeistaat, Sicherheitspolitik
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