Killerspiele: Neue Studie
Von SaarBreaker am Sonntag, 4. Mai 2008 - 22:04
Immer wieder versuchte die Regierung über die sogenannten Killerspiele die Bürger dahingehend zu beeinflussen, dass man die gefährlichen Computerspiele nur durch einen Internet-Filter stoppen könne. Dafür wurden zweifelhafte Studien herangezogen, die die Gefährlichkeit dieser Spiele belegen sollten. Heute weiß man, dass keines dieser sogenannten Killerspiele an den grausamen Amokläufen einiger durchgeknallter Typen schuld war.
Erneut gibt es eine Studie, die genau das belegt:
In den USA sorgt derzeit eine in Buchform unter dem Titel “Grand Theft Childhood: The Surprising Truth About Violent Video Games and What Parents Can Do” erschienene Studie der Harvard University über die Auswirkungen von Videospielen auf Kinder und Jugendliche für Aufsehen. So kam das Wissenschaftler-Ehepaar Lawrence Kutner und Cheryl K. Olson bei seiner 2004 begonnene Arbeit unter anderem zu dem Ergebnis, dass Kinder ohne Kontakt zu Videospielen mehr Probleme in der Schule beziehungsweise im Elternhaus haben. In einem nun veröffentlichten Interview mit dem Spiegel führte Olson als Begründung an, dass die meisten Titel gemeinsam gespielt werden, weshalb “Nichtspielen heutzutage ein Zeichen von fehlender Sozialkompetenz” sei.
Das Ergebnis ist eindeutig! Olsen erklärt auch, warum es so viele Studien gibt, die scheinbar das Gegenteil belegen:
Schließlich würden die meiste Forschungen nicht objektiv geführt, da sie von Institutionen finaniziert würden, die von vornherein ein bestimmtes Ergebnis im Sinn hätten. Laut Olson sei auch ihre Arbeit von einem Republikaner aus dem Justizministerium initiiert worden, der gerne gesehen hätte, dass “GTA” Jugendliche gefährdet. Der Poliker habe sich nach diesen Resultaten allerdings nicht wieder gemeldet.
Die Zensur-Befürworter, das sind diejenigen die das Internet über Filter kontrollieren wollen, kritisieren erwartungsgemäß diese Studie:
Kritiker werfen Kutner und Olson vor, systematisch Studien diskreditiert zu haben, die Videospiele als Ursache für Aggressivität unter Kinder und Jugendlichen ausmachten.
Ist klar! Hier noch einmal Klartext für alle, die sich vor Computerspiele fürchten: Bei Computerspiele muss man während des Spielens denken, seine Aktionen mit Teamkollegen (Netzwerk) abstimmen. Sehr genau aufpassen, was der Computer als nächstes machen könnte. Und - das ist auch noch wichtig - man darf nicht auf alles ballern. Beinahe hätte ich es noch vergessen: es gibt sogar Computerspiele, da gibts überhaupt nichts womit man ballern könnte.
Die Blutrünstigen und brutalen Bilder, die in diesen Studien gerne gegen die Computerspiele angeführt werden, stammen aus meiner Sicht allesamt aus den Kinos und TV/DVDs, die ganz legal erhältlich sind. Bei diesen gefährlichen Medien muss der dumme Betrachter weder überlegen noch handeln, was letztlich auch zu den Amokläufen passt.
Quelle
Heise - Harvard-Studie erkennt klar positive Eigenschaften bei Videospielen
Links zum Thema
- SPON - “Nichtspielen ist ein Zeichen fehlender Sozialkompetenz”
- Heise - CDU Sachsen will mit elektronischen Filtern gegen “Killerspiele” vorgehen
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» Geschrieben von SaarBreaker (1113) am Sonntag, 4. Mai 2008 - 22:04
» Gelesen: 898 · heute: 11 · zuletzt: 24. July 2008
» Kategorien: Computer, Internet, Manipulation, Politik, Studien
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4 Kommentare auf “Killerspiele: Neue Studie”
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Ich bin immneroch der Meinung dass Killerspiele keine Gewalt hervorrufen ! Wenn jemand Realität und Computerspiele nicht auseinanderhalten kann dann kann es zu Agressionen führen jedoch ist das vielleicht 1 von 100 , und dass müssten dann die Eltern am besten wissen, ob das Kind normalerweise auch agressiv ist z.b..
MfG
Gleiches passiert doch auch, wenn die Kinder sich einen brutalen DVD-Film anschauen. Es kommt also wieder bzw. es kommt immer auf die Eltern an, wie diese ihre Sorgfaltspflicht wahr nehmen. Das wiederum hat nichts mit dem Internet zu tun und genau darum ging es eigentlich bei den sogenannten Killerspielen. Um einen Internet-Filter um die Gefährdung durch Killerspiele zu unterbinden.
Wenn schon einen Filter, müsste es dann nicht auch einen Filter für TV, DVDs, Bilder im Internet usw. geben?
[…] heute sehr viele. operation flashpoint z.b., dieses spiel schafft es eben, von diesem typischen ego-shooter gefühl loszukommen und bietet eine freie welt, in der ich alle möglichkeiten offen habe. morrowind ist […]
[…] gibt im übrigen Studien, die genau das Gegenteil herausgefunden haben. Das aber hat der Staatssender nicht übersehen […]