Inzestfall Fritzl: Kein Opferschutz
Inzestfall Amstetten: War es nicht schlimm genug, was Elisabeth Fritzl von ihrem Vater 24 Jahre lang angetan wurde?
Aus Sicht der österreichischen Medien offenbar nicht:
Hamburg - Nein, eine echte Chance auf ein neues Leben in Anonymität, auf vollkommenen Opferschutz haben Elisabeth Fritzl und ihre Kinder im Medienzeitalter nicht: Das Magazin “Österreich” berichtet, die 42-Jährige werde dem Österreichischen Rundfunk (ORF) demnächst ein Interview gegeben - der Druck seitens der Paparazzi, die auf ein Foto der Fritzl-Familie lauerten, sei zu groß geworden und solle mit diesem Schritt in die Öffentlichkeit entschärft werden.
Eine Eigenschaft der Medien ist es, Salz in offene Wunden zu streuen. Mit dem Leid anderer werden die Einschaltquoten erhöht und durch Werbung wird Kohle gemacht. Wenn’s richtig weh tut, Opfer vor der Kamera weinen, ihre ganze Leidenszeit aufs Neue erleben, dann wird drauf gehalten! Alles was für diese primitiven Medien und auch ihre Zuschauer zählt, ist das Leiden anderer, an dem sie sich aufgeilen können.
Ich bin wirklich sehr verwundert und auch verärgert darüber, dass der Täterschutz in Österreich wie auch in Deutschland sehr gut funktioniert, während die Opfer von den Medien regelrecht ausgeschlachtet werden dürfen. Opferschutz gilt für primitive und schamlose Medien sowie für die Behörden, die dafür sorgen sollten, offenbar nicht.
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» Von SaarBreaker (1269) am Sonntag, 18. Mai 2008 - 18:43
» Gelesen: 1936 · heute: 3 · zuletzt: 1. December 2008
» Kategorien: Ausland, Kriminalität, Medien
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am Sonntag, 18. Mai 2008 21:36
[...] Hier hatte ich über den geplanten TV-Auftritt des Inzest-Opfers Elisabeth Fritzl geschrieben, die von ihrem Vater im Kellerverlies 24 Jahre lang gefangen und missbraucht wurde. [...]
am Montag, 19. Mai 2008 19:53
[...] Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut der Täterschutz funktioniert, während die Opfer für bares ausgeschlachtet werden. Ich hasse diese Medien, die nichts Besseres zu tun haben, als Spekulationen in die Welt zu setzen und sich am Leid der Opfer aufzugeilen. [...]