Diätenerhöhung höher als Hartz IV
Zur geplanten Diätenerhöhung der Abzock-Koalition habe ich hier schon mal meine Meinung geäußert. Das Folgende habe ich auf PR-Sozial gefunden:
Die letzte Erhöhung liegt rund 6 Monate zurück, und schon wird der nächste Schluck aus der Steuerpulle eingeschenkt - diesmal “aufgrund des Tarifabschlusses im Öffentlichen Dienst”. Und diesmal auch kein “kleines glaserl”, nein, nun wird ein ordentlicher Humpen voll eingeschenkt, Fassungsvermögen: schaumgekrönte 607,00 €. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Hartz-IV Regelsatzempfänger, Arbeitswillig, Genügsam, Ehrlich, Betriebsbedingt gekündigt und in der Arbeitslosigkeit hängen geblieben, erhält 347,00 € als reinen Lebensunterhalt (zzgl. Miete). Sein Regelsatz wurde aber selbstredend auch kürzlich erst erhöht - am 01.07.2007 um volle 2,00 Euro (Bei Paaren sogar nur Ein Euro), was gleichzeitig die erste Regelsatzerhöhung seit Einführung dieses Systems darstellte. Um bei dem Vergleich mit dem Bierhumpen mit Schaumkrone zu bleiben entspricht diese Erhöhung in der Relation einem Viertel Fingerhut.
Die Abzocke der Wirtschaft wird durch die Koalition gedeckt. Und die Koalition macht es der Wirtschaft nach. Was haben wir in den letzten Jahren real an Lohnzuwächse erfahren? Aber auch absolut nichts! Jede kleine Lohnerhöhung wurde durch die Preissteigerung - die kriegen ja den Hals nicht voll - direkt wieder aufgezehrt. Also verdient ein Arbeitnehmer heute sogar weniger als noch vor 5 Jahren. Das ist die Wirklichkeit! Daran ändert auch die Kanzlerin nichts, die da immer wieder mal gerne mal behauptet, dass es in Deutschland zu einem Wirtschaftsaufschwung kam.
Das ist aber längst noch nicht alles! Wenn es nach der Wirtschaft geht, sehen wir noch dunkleren Zeiten entgegen. Das Übel ist die Globalisierung. Die heute jedes Unternehmen zum sparen zwingt, wenn es noch am Markt bestehen will. Das führt leider auch dazu, dass viele Unternehmen offene Stellen lieber mit billigen Leiharbeitern besetzen als mit tarifgebundene Mitarbeiter. Die Mittelschicht verarmt und wird irgendwann der Unterschicht angehören.
Die Zeichen, dass es so kommen wird, sind doch schon längst weithin sichtbar. Früher reichte ein Einkommen um die Familie zu ernähren und heute? Welcher normale Arbeiter kann heute von sich behaupten, dass sein Einkommen reicht?
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» Von SaarBreaker (1269) am Dienstag, 13. Mai 2008 - 20:21
» Gelesen: 1461 · heute: 2 · zuletzt: 1. December 2008
» Kategorien: Abzocke, Deutschland, Politik, Wirtschaft
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am Dienstag, 13. Mai 2008 23:07
Und die Hartz IV-Empfänger sollen, wenn es den nach einem Herrn Glos geht, 39 Stunden in der Woche arbeiten. Bürgerarbeit nennt er das. In der Schule nannte man so etwas Staatssklaverei.
am Mittwoch, 14. Mai 2008 18:13
Und was bekommen die Leute für ihre “Bürgerarbeit”? Oder hat sich der Glos gedacht, er könnte die Staatssklaven unentgeltlich zur Arbeit zwingen?
am Freitag, 16. Mai 2008 23:53
“Früher reichte ein Einkommen um die Familie zu ernähren und heute?”
Gut, dass Du das erwaehnt hast. Das geht naemlich normalerweise voellig unter. Aus der Freiheit (von [Ehe-]Frauen einer Arbeit nachzugehen, ist laengst ein Zwang zur Arbeit fuer beide Geschlechter geworden. Und das kann ja eigentlich der Sinn der Uebung gewesen sein. So gesehen muesste die ganze Mindestlohndebatte eigentlich darauf hinauslaufen, dass ein 40 Stunden Vollzeit Job (von mir aus auch noch 48 Std., da “gesetzliche Hoechstarbeitszeit) genug einbringen muss um mindestens zwei Erwachsene und zwei Kinder ausreichend versorgen zu koennen. Wie sich die Lebens[abschnitts]partner ihr Arbeitsleben dann einteilen, ob eine(r) Vollzeit, beide Teilzeit oder beide Vollzeit (des hoeheren Einkommens wegen) arbeiten, sollte vollstaendig im Belieben der Betreffenden stehen.
am Dienstag, 20. Mai 2008 22:02
[...] der Armut in Deutschland hat die SPD gerade noch begriffen, dass eine Diätenerhöhung den “Volkszorn” provozieren könnte. Der SPD-Fraktionschef Peter Struk hat die eigenwillige Bereicherung [...]