Österreichische Studie über VDS
Wie heise berichtet, hat die österreichische ISPA eine Wissenschaftlichen Studie in Auftrag gegeben, die belegt, wie unsinnig die Vorratsdatenspeicherung ist:
Das Internet sei keine Ermittlungsmaschine, bei der man auf einen Knopf drücken könne, um ein Ergebnis zu bekommen. Die von der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung vorgesehenen Maßnahmen gingen über das Ziel hinaus. “Die Effizienz ist viel zu gering, um die Grundrechtseingriffe zu rechtfertigen”, betonte Türke. Um die technischen Probleme mit der Vorratsdatenspeicherung deutlich zu machen, hat die ISPA an der Universität Wien eine wissenschaftliche Studie (PDF-Datei) in Auftrag gegeben, die sich mit den Auswirkungen der Data Retention befasst.
Studien-Mitautor Wilfried Gansterer stellte fest, dass anonymer Internet-Zugang weiterhin möglich sei. Viele für die Überwachung des E-Mail-Verkehrs geforderten Daten seien gar nicht vorhanden. Zudem sei ein Großteil der vorhandenen Daten weder verifizierbar noch authentifizierbar und daher für Strafverfolgungen wertlos. Überhaupt seien 80 bis 90 Prozent aller E-Mails Spam, womit fast 60 Prozent des gesamten Speicherbedarfs im Rahmen der Vorratsdatenspeicherung nur für Daten über Spam verbraucht werde.
Eine deutsche Studie gibt es scheinbar nicht, zumindest ist mir keine bekannt, die sich ausschließlich mit der Vorratsdatenspeicherung, Folgen für die Bürger und die Erfolgsaussichten für die Schnüffler beschäftigt.
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» Von SaarBreaker (1269) am Freitag, 14. März 2008 - 17:38
» Gelesen: 981 · heute: 6 · zuletzt: 1. December 2008
» Kategorien: Ausland, Studien, Vorratsdatenspeicherung, Überwachung
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