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Österreichische Post im Sicherheitswahn

Von SaarBreaker am Samstag, 29. März 2008 - 15:32

Die österreichische Post unterstellt ihren Nachnahmekunden an der Terrorismusfinanzierung beteiligt zu sein:

Die österreichische Post verlangt von Empfängern von Nachnahmesendungen, Datum und Ort ihrer Geburt anzugeben. Wer die Angaben verweigert, bekommt die Sendung nicht ausgehändigt. Das sorgt für Unmut bei Betroffenen und Unverständnis bei Datenschützern. Der Post wird vorgeworfen, die Daten zu sammeln, um sie mitsamt den Adressdaten gewinnbringend verkaufen zu können. Das Unternehmen weist das zurück.

Vermutlich wird es irgendwann auch genau darum gehen, nämlich die Daten gewinnbringend zu verkaufen. Aber vorerst kann die österreichische Post ihre Machenschaften ja noch auf die Terrorismusbekämpfung schieben:

Gegenüber dem ORF begründete die Post diese Vorgehensweise mit einer gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung gerichteten EU-Vorschrift. Auch gegenüber heise online wies die Post den Vorwurf des Datenhandels zurück und auf die EG-Verordnung 1781/2006 (PDF-Datei) hin. Diese Verordnung, die unmittelbar in der gesamten EU gilt, sieht vor, dass Zahlungsverkehrsdienstleister bei den meisten Geldüberweisungen Daten des Auftraggebers erheben und fünf Jahre lang speichern müssen.

Mit Geburtsort und -Datum gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung? Was für ein Blödsinn! Ich habe noch keine Nachnahmesendung gesehen, auf der das Geburtsdatum und Geburtsort angegeben war. Was soll das also? Eine noch dümmere Ausrede ist der österreichischen Post wohl nicht eingefallen. Und wie bitteschön finanziert ein Empfänger einer Nachnahmesendung von beispielsweise 50 Euro, die an den Quelleversand gehen, den Terrorismus? Überweist das Versandhaus den Betrag vielleicht direkt an Bin Laden weiter?

Oh Mann! Die Österreicher sollten alle Nachnahmesendungen, bei denen die Post mit Geburtsort und -Datum gegen einen nicht vorhandenen Terror vorgehen will, sofort zurück gehen lassen. Wenn das genügend Österreicher tun, wird sich die Wirtschaft von der Post als Paketbeförderer trennen müssen.

Quelle

heise - Ärger über Datensammlung der österreichischen Post

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