Lebensmittel bald unbezahlbar?
Die Globalisierung, die von kurzsichtigen Politikern und Umsatzgailen Wirtschaftsbossen vorangetrieben wurde, zeigt Wirkung: Die UNO kann ihre Hilfslieferungen an rund 90 Millionen notleidenden Menschen nicht mehr finanzieren und schlägt Alarm.
Dass es ausgerechnet das WFP ist, das Alarm schlägt, zeigt, wie kritisch die Situation ist: Denn das Welternährungsprogramm ist die größte humanitäre Organisation der Welt. Sie versorgt rund 90 Millionen Menschen überall dort, wo die Not am größten ist: in Flüchtlingslagern, Überschwemmungsgebieten, in Bürgerkriegsregionen. Dabei arbeitet sie zum Teil mit Naturalspenden, zur anderen Hälfte lebt sie aber auch von Geldspenden - mit denen sie hauptsächlich Getreide kauft.
Wie keine andere Organisation bekommt sie deshalb zu spüren, wenn die Preise anziehen. “Nahrungsmittel sind in den letzten Monaten in einem rasanten Tempo teurer geworden”, sagt Rafael Schneider, Experte der Deutschen Welthungerhilfe. “Damit reichen die vorhandenen finanziellen Mittel nicht mehr für die gleiche Menge an Hilfslieferungen, die eigentlich benötigt würde.” Denn die Welthungerhilfe und andere Organisationen ordern ihre Nahrungsmittel nicht nach der Menge, sondern nach dem Geld, die sie dafür zur Verfügung haben.
Die Ärmsten und notleidenden trifft es wie immer zuerst: Sie hungern für die Globalisierung und werden schließlich mit ihrem Leben dafür bezahlen.
Quelle
SPON - Der Kampf um die Nahrung
Ähnliche Beiträge
- Rentenkürzung durch nachträgliche Steuern
- Saarland: Gaspreise steigen weiter
- Vollbeschäftigung durch Zwangsarbeit
- Diäten: Opposition appelliert ans Gewissen
- Raubritter plündern die Kasse
» Geschrieben von SaarBreaker (1168) am Montag, 25. Februar 2008 - 20:26
» Gelesen: 1290 · heute: 2 · zuletzt: 16. October 2008
» Kategorien: Abzocke, Armut, Globalisierung, Lebensmittel
» Kommentare: Keine Kommentare | Kommentar schreiben | Top
» Trackback: Trackback-URL für diesen Beitrag












