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Schrecklich: Verkaufte Kinder

Von SaarBreaker am Mittwoch, 17. Oktober 2007 - 22:18

Man mag es kaum glauben: Kinderhändler verkaufen Kinder in die EU im Besonderen in die Schweiz wo sie als Sexsklaven misshandelt und geschlagen werden, als Drogenkuriere oder unbezahlte Haushaltshilfen eingesetzt werden.

Wie “Blick” berichtet:

Ihre eigenen Verwandten verkauften Marie-Anne* (14) von Kamerun aus. Ein Schweizer hatte ihnen für die Kleine Geld angeboten. Hier angekommen, sperrte sie der Mann im Haus seiner Eltern im Luzernischen ein, wie im heute in Bern vorgestellten Unicef-Bericht “Kinderhandel in Europa” nachzulesen ist.
Fortan durchlebte das Mädchen einen wahren Albtraum: Jahrelang wurde sie vergewaltigt und geschlagen. Dazu musste sie den Haushalt ihrer Peiniger führen. Irgendwann konnte sie fliehen. Der Luzerner kam ungestraft davon, denn er verstarb nach der Flucht Marie-Annes.

Erschreckend auch der Fall des 12-jährigen Albaners, der in Italien eine Schulausbildung machen sollte. Das hatte der Onkel zumindest den Eltern des Jungen versprochen. Der Bub landete stattdessen im Kanton Waadt.
Dort wurde er gezwungen, zwischen Yverdon-les-Bains und Lausanne immer wieder riesige Mengen Heroin zu transportieren. Dabei stand er unter konstanter Überwachung der Drogenhändler. Doch die Bande flog auf, der Junge konnte wieder zu seinen Eltern zurückkehren.

Wie Unicef berichtet ist die Situation in Deutschland nicht viel besser, auch hier werden Kinder von Menschenhändlern gekauft und zur Prostitution gezwungen:

“Mädchen und junge Frauen werden von Menschenhändlern aus Osteuropa nach Deutschland verschleppt und hier zur Prostitution gezwungen. Die Opfer brauchen dringend besseren Schutz und mehr Unterstützung”, sagte die UNICEF-Vorsitzende Heide Simonis.

Die “Ware” Mädchen ist für die Menschenhändler sehr lukrativ und der Handel nimmt stetig zu. Experten gehen inzwischen von 600.000 und 2.4 Millionen verkaufter Menschen aus. Die Hälfte davon seien Kinder. Das Fatale ist, dass das Problem seit Jahren bekannt ist und immer wieder von der Unicef moniert wird, wurde auch sieben Jahre nach dem “Palermo-Protokoll” worin sich auch Deutschland zur Bekämpfung des Menschenhandels verpflichtete, kaum etwas getan. Laut einem Unicef Bericht sieht es leider so aus, als wolle man nichts gegen Menschenhandel und Kinderprostitution unternehmen. Die Zusage von deutschen und tschechischen Behörden wurde bis heute nicht eingehalten. Ebenso wurden Fördergelder für KARO e.V., der vor allem Kinder nach sexuellem Missbrauch unterstützt, ersatzlos gestrichen.

Quellen
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