Hacker-Szene wartet auf Schäubles Trojaner

Einen sehr interessanten Artikel über den sogenannten Bundestrojaner und deren Folgen hat “waz.de” veröffentlicht.

Die Internet-Wirtschaft schlägt Alarm: Die geplante staatliche Online-Durchsuchung von Computern und Navigationsgeräten werde nicht absehbare Schäden verursachen, den Internet-Standort Deutschland schädigen, die internationale Hacker-Szene anlocken und Deutschland für Online-Spionage aus aller Welt öffnen. “Online-Durchsuchungen”, so warnt Harald A. Summa vom Internet-Branchenverband ECO, “machen Deutschland nicht sicherer, sondern unsicherer.” [..]
Summa: “Es wäre für Hacker ein Leichtes, das Trojanerprogramm des Innenministers zu kapern und sozusagen auf dem Rücken der Schäuble-Software in die Computer der Bevölkerung einzudringen.”

Ich glaube nicht, dass es dieser Szene um die Daten privater Computer gehen wird. Viel interessanter sind die Daten der Wirtschaft, Wirtschaftsspionage z. B., die sich sehr gewinnbringend verkaufen lassen.

Dirk Hochstrate von der G-Data AG: “Aber auch die kriminellen Hacker werden sich freuen. Sie sitzen vor allem in China und Russland und sind oft besser ausgerüstet und ausgebildet als die Regierungs-Schnüffler. Aus globaler Sicht wäre das eine Katastrophe für die Internet-Nutzer.”

Meine Rede! Mehrfach habe ich schon darauf hingewiesen, dass eben genau diese Problematik besteht. Nicht nur für die Internet-Nutzer, der Wirtschaftliche Schaden ist sicherlich wesentlich höher als der private, an deren Daten kaum einer Interesse haben dürfte. Wenn der “Bundestrojaner” kommt, wovon ich überzeugt bin, werde ich aufzeigen, wie leicht man Veränderungen erkennt und den Verursacher ermittelt.

Da wurde im Strafgesetzbuch der so genannte Hacker-Paragraf eingefügt. G-Data-Sprecher Thorsten Urbanski: “Danach ist es jetzt generell verboten, Viren zu besitzen, was eigentlich in Ordnung ist. Aber wir als Entwickler und Hersteller von Anti-Viren-Programmen sind aufgeschmissen. Das ist wie in der Medizin: Ohne Viren können wir keine Anti-Viren entwickeln.” Da würden Firmen plötzlich in die Illegalität abgedrängt, kritisiert Hochstrate. Ähnliches gelte für Unis. Einer Zukunftsbranche würden viele Knüppel zwischen die Beine geworfen. Kommentar

Auch dieses Gesetz ist nichts weiter als ein Wegbereiter für einen Bundestrojaner, der schließlich nicht zurückverfolgbar sein soll.

Quelle

Ärger mit Schäubles Trojaner (waz.de)

Link zum Thema

Online-Durchsuchung (wikipedia)

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Eine Antwort auf Hacker-Szene wartet auf Schäubles Trojaner

  1. Pingback: majakowski.com » Schäubles Pläne zur Online-Durchsuchung gefährden Wirtschaft

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