Volksverdummung der ö-r Anstalten
Die Öffentlich-Rechtlichen, die zur falschen Meinungsbildung in Deutschland wesentlich beitragen, fanden es nicht einmal für notwendig über 15.000 besorgte Bürger, die in Berlin unter dem Motto “Freiheit statt Angst” auf die Straße gingen, zu berichten.
Gestern waren in Berlin laut Meldungen 15.000 besorgte Bürger die sich unter dem Motto “Freiheit statt Angst” und “Stoppt den Überwachungswahn” zur friedlichen Demonstration dort eingefunden haben. Die Kundgebung mit ein paar sehr interessanten Reden und der anschließende Demomarsch, der von der Polizei aus unerfindlichen gründen umgeleitet wurde, war bis auf dem polizeilichen Übergriff auf den schwarzen Block, friedlich verlaufen. Von dem Übergriff selbst habe ich allerdings nichts mitbekommen selbst von irgendwelchen zerstörten Tischen und Stühlen, womit die Polizei ihren Übergriff rechtfertigt, habe ich nichts gesehen.
Die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Anstalten über die Demo in Berlin ist absolut Mangelhaft. Nicht ein einziges Wort wurde in den Nachrichten erwähnt! Über politische Ereignisse und Propaganda wird natürlich ausführlich berichtet. Über angenommene terroristische Bedrohungen aller Art, die hauptsächlich vom Innenministerium in wohl überlegten Interviews gegeben werden, wird ebenso ausführlich berichtet wie über die angeblichen Umfrageergebnisse, die dem politischen Überwachungswahn bestätigen sollen. Aber über dem Volkswillen, der sich in einer Demonstration in Berlin offenbarte, wird kein Wort verloren.
Für mich sind die Öffentlich-Rechtlichen nichts weiter als das politische Sprachrohr der regierenden Parteien, die mit diesem Instrument die größte Volksverdummung der Geschichte betreiben. Wenn man sich überlegt, dass diese Anstalten 8 Milliarden Euro im Jahr kassieren - wofür eigentlich? - und dafür nicht einmal ihren Auftrag gerecht werden, muss man sich über deren Existenz Gedanken machen.
Links zum Thema
- Polizeizugriffe bei Demo gegen den Überwachungsstaat (Heise)
- Grösste Demonstration für mehr Datenschutz seit 20 Jahren! (Netzpolitik)
- Demo Freiheit statt Angst: Sind Presseagenturen noch als seriös einzustufen? (Farliblog)
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» Geschrieben von SaarBreaker (1258) am Sonntag, 23. September 2007 - 13:57
» Gelesen: 892 · heute: 2 · zuletzt: 20. November 2008
» Kategorien: Datenschutz, Deutschland, Medien, Vorratsdatenspeicherung, Zensur, Überwachung
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am Sonntag, 23. September 2007 17:06
Wer sich für Freiheit einsetzt, sollte doch auch Befürworter einer umfassenden Meinungsfreiheit bezüglich politischer Fragen sein. Da müßten sich die Gegner der Überwachung doch eigentlich auch für die Abschaffung des § 130 STGB einsetzen.
am Sonntag, 23. September 2007 22:24
Das sehe ich aber nicht so… § 130 steht zum Schutz von Minderheiten und einen allgemeinen guten Umgangston…
am Dienstag, 25. September 2007 18:45
@Thomas, Meinungsfreiheit heißt doch nicht, dass wir alles sagen dürfen. Damit meine ich wüste Beschimpfungen, wenn uns etwas nicht gefällt oder weil wir eine andere Meinung nicht akzeptieren wollen.
Der § 130 StGb schränkt die Meinungsfreiheit aus meiner Sicht nicht ein.
am Dienstag, 25. September 2007 21:08
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