Bundestrojaner: 1. Missbrauchsfall?
Die Berliner Zeitung berichtet, soll ein Mitarbeiter des Geheimdienstes (BND), der mit der Überwachung der elektronischen Kommunikation einiger Botschaften betraut war, seine technischen Möglichkeiten auch privat genutzt haben. Dem Beamten wird vorgeworfen, den Email-Verkehr des Liebhabers seiner Frau ausgespäht zu haben. Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt.
Die Bundesregierung: “Zur Unzeit” sei diese Sache geschehen, heißt es. “Wir können uns jetzt eine Diskussion über den Missbrauch von elektronischen Überwachungsmöglichkeiten eigentlich nicht leisten”, sagt ein Sicherheitsbeamter.
Der Süddeutschen Zeitung zufolge wurde in einem anderen Fall der Computer eines in Berlin lebenden “Terrorverdächtigen” angezapft. Dabei seien die Fahnder heimlich in die Wohnung des Mannes eingedrungen, um den PC zu präparieren, heißt es.
Vermutlich war der “Terrorverdächtige” nur ein harmloser Bürger. Wenn es nicht so wäre, hätte man uns den ersten Terroristen präsentiert, der durch den Bundestrojaner geschnappt worden ist.
Liebe Bürger, wir müssen dieser Regierung vertrauen. Sie wollen uns nur vor Terrorismus, Mord und Verbrechen schützen. Natürlich würden uns die geheimen Staatsdiener niemals belügen oder gar ihr Amt missbrauchen.
Quelle
Beamter unter Verdacht (Berliner Zeitung)
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» Geschrieben von SaarBreaker (1258) am Samstag, 1. September 2007 - 23:52
» Gelesen: 943 · heute: 4 · zuletzt: 19. November 2008
» Kategorien: Behördenwillkür, Computer, Kommunikation, Sicherheitspolitik, Überwachung
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