Maddie: Poizei hat neue Theorie
Im Fall Madeleine McCann stellt die portugiesische Polizei eine neue Behauptung auf: Madeleine sei im Meer versenkt worden.
Wie portugiesische Zeitungen berichten, gehen die Behörden offenbar vom sicheren Tod der Kleinen Madeleine aus. Weiter heißt es, die Ermittler seien der Ansicht, dass die Leiche des Mädchens in einem Müllsack gestopft und mit Steinen beschwert im Meer versenkt worden sei.
Einen namentlich nicht genannten Polizeisprecher zitiert die Tageszeitung “Diário de Notícias”, “Wir wissen, was Madeleine zugestoßen ist. Aber wir kennen die Todesursache noch nicht. Es ist weiterhin unklar, ob das Mädchen einen Unfall hatte oder ermordet wurde.”.
Berichten zufolge, sind die Eltern der Kleinen zu tiefst geschockt über die neuesten Gerüchte. Erst vergangener Woche haben die Eltern die portugiesischen Ermittler zu mehr Transparenz aufgefordert.
Nachrichtenkrieg
In der Berichterstattung um den Verbleib von Madeleine McCann ist offensichtlich ein Nachrichtenkrieg entbrannt. Die Eltern selbst haben das Verschwinden von Madeleine McCann weltweit so gut bekannt gemacht, dass die Medien den Fall gnadenlos ausschlachten um ihre Auflagenzahlen und Einschaltquoten zu steigern.
Wenn man sich die Berichte etwas genauer ansieht, fällt einem auf, dass sich viele Berichte nur auf eine einzige Aussage eines nicht näher genannten Ermittlers stützen. Eine Aussage also, die keinerlei relevants haben kann. Dennoch wird ein ganzer Artikel mit zweifelhaften Spekulationen geschrieben.
Man darf nicht vergessen, dass es im Fall Madeleine McCann immer noch eine Nachrichtensperre gibt.
Übler Kampagnenjournalismus
Die “Die Zeit” hat zu den spekulativen Berichten im Fall Madeleine McCann einen ausführlichen Artikel veröffentlicht.
In dem Artikel der von Susanne Gaschke geschrieben wurde, heißt es weiter unten:
Die deutsche Journalistin arbeitete jahrelang als Polizei- und Gerichtsdolmetscherin an der Algarve und ist heute Chefin vom Dienst bei einem deutschsprachigen Regionalmagazin. “Was auch immer man von der Polizei halten mag”, sagt Bilawer: “dass die ganze britische Presse mitermittelt, ist nur begrenzt hilfreich. Man konnte hier üblen Kampagnenjournalismus beobachten. Das ging so weit, dass britische Journalisten versucht haben, hiesige Ermittler beim Mittagessen zu fotografieren, nach dem Motto: Die trinken Wein beim Essen, die können keine ordentliche Arbeit machen.” Die Polizei befinde sich zudem im Zuge einer umfassenden Reform, in einem Zustand des Totalumbaus, sagt Bilawer: “Die Madeleine-Ermittlung findet also in einer extremen Stresssituation statt.”
Das Verhalten der Journalisten ist den Eltern gegenüber, die derzeit eine extrem schlimme Zeit durchmachen, unverantwortlich! Von der katastrophalen journalistischen Arbeit und der rein spekulativen Berichte, die hier und in anderen Ländern verbreitet werden, kann man nur den Kopf schütteln!
Berichte über die Mordtheorie der Polizei
- BILD: Maddie in Müllsack im Meer versenkt?
- Blick Online: Maddie – Unfall oder Mord
- Die Zeit: Wo alle am Ende sind (Lesenswert)
- Spiegel: Die verzweifelte suche nach Madeleine (Chronologie)
- YouTub Video: Madeleine McCann
- Homepage: Find Madeleine McCann
- Neue Spuren und Widersprüche
- Chefinspektor - Maddie könnte tot sein
- 100 Tage danach
Update: 15.08.07 14:44 EL
Update: 15.08.07 17:51 RL
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» Von SaarBreaker (1342) am Dienstag, 14. August 2007 - 16:43
» Gelesen: 1133 · heute: 3 · zuletzt: 6. January 2009
» Kategorien: Kriminalität, Verbrechen
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am Mittwoch, 15. August 2007 12:34
Es ist einfach krank, wie hier mit den Gefühlen der Eltern gespielt wird.
Nachdem sich die Entführungstheorie erledigt hatte, dachte ich, die Eltern hätten etwas damit zu tun. Inzwischen glaube ich aber, dass der Fall nie aufgeklärt wird.
am Mittwoch, 15. August 2007 13:30
Es fällt mir auf, wie sehr die Medien überhaupt mit den Gefühlen der Betroffenen und auch der LeserInnen spielen. Ich vermeide so oft wie möglich Artikel, die mit einer Vermutung oder einer ersten politischen Idee etc. zu tun haben. Aber ich falle oft rein, weil die Titel irreführend sind und ich erst beim Lesen merke, dass es sich um unausgereifte Ideen oder sogar um Lügen handelt. Spätestens wenn man selber die Wahrheit kennt, staunt man. Die Medien spielen eine immer perfidere Rolle und verkaufenn sich damit. Dies ist auch Missbrauch! Daran mag ich mich nicht gewöhnen. Ich hoffe auf eine Trendwende. Für mich persönlich wird es immer schwieriger, die Balance zwischen Teilnahme und Abgrenzung zu finden. Abstumpfen mag ich auch nicht.
Auf der anderen Seite stellen Medien eine wichtige Verbindung her und ich glaube, dass es z.B. in diesem Fall wichtig ist, dass wir gedanklich Kraft geben. Denn das IST eine Kraft. Genau dafür brauche ich gute und sachliche Informationen.
am Donnerstag, 16. August 2007 15:19
[...] Polizei hat neue Theorie [...]